22. September 2020 / 18:15 Uhr

Energie Cottbus lässt mehr Fans ins Stadion

Energie Cottbus lässt mehr Fans ins Stadion

Tobias Gutsche
Märkische Allgemeine Zeitung
Das Stadion der Freundschaft in Cottbus hat mehr als 22.000 Plätze. 
Das Stadion der Freundschaft in Cottbus hat mehr als 22.000 Plätze.  © Foto: Patrick Pleul/dpa
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Der Fußball-Regionalligist macht sich am Mittwoch beim Heimspiel gegen Union Fürstenwalde gleich die neue Landesregelung zu Nutzen. Auch Turbine Potsdam und der SV Babelsberg 03 prüfen Erweiterungen der Zuschauerzahlen.

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Brandenburg zieht im bundesweiten Bestreben für eine Teil-Rückkehr von Zuschauern bei Sport-Großveranstaltungen mit, Berlin hält sich noch zurück. Der Berliner Senat vertagte am Dienstag eine mögliche Neufassung der Corona-Verordnung, die eine Auslastung der Stadien und Hallen von 20 Prozent erlauben würde. Fußball-Bundesligist Hertha BSC käme dabei auf rund 15.000 Zuschauer. Vorerst dürfen die Herthaner, die am Freitag Eintracht Frankfurt empfangen, wie auch Stadtrivale 1. FC Union nur vor maximal 5000 Menschen die Heimspiele bestreiten. Berlin tritt wegen steigender Infektionszahlen in der Hauptstadt auf die Bremse beim Thema Großveranstaltungen.

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Das Brandenburger Kabinett passte derweil am Dienstag seine Verordnung für einen Testbetrieb bis 15. November an. Nun sollen bei guter Infektionslage auch mehr als die bislang genehmigten 1000 Zuschauer kommen können, wenn die Sportstätte mindestens 5000 Plätze hat – bis zu 20 Prozent der Kapazität werden unter Voraussetzung eines strengen Hygieneplans und der Einhaltung des Mindestabstands möglich. Dies gibt allen voran den publikumsreichen Fußball-Regionalligisten FC Energie Cottbus und SV Babelsberg 03 sowie Frauenfußball-Bundesligist Turbine mehr Spielraum.

Mehr zur Fan-Regelung

Bei Energie könnten theoretisch wieder rund 4500 Zuschauer kommen

Weil die neue Verordnung ab Mittwoch gilt, kann der Cottbuser Verein sie sich bereits gleich zu Nutzen machen. Am Abend trifft Energie daheim auf den FSV Union Fürstenwalde. Wie der FCE mitteilte, habe die Stadt zugesichert, wenigstens 2053 Zuschauer für die Partie zuzulassen. Ob sogar noch mehr dürfen, werde geprüft. Schließlich könnten jetzt theoretisch rund 4500 Fans wieder ins Stadion der Freundschaft. Der FC Energie hatte zuletzt mehrfach Konzepte für mehr als 2000 Zuschauer eingereicht – und erhielt zu seinem Ärger stets Absagen.

Babelsberg (gegen Tennis Borussia Berlin) und Turbine (gegen Bayer Leverkusen) haben am Samstag beziehungsweise Sonntag Heimspiele. Ihr Karl-Liebknecht-Stadion wäre bei einem Fünftel mit gut 2100 Zuschauern belegt. Beide Vereine prüfen auch eine Umsetzung der neuen Möglichkeiten. „Wir werden ein aktualisiertes Konzept abgeben und hoffen auf schnelle Bestätigung“, sagte Turbine-Geschäftsführer Stephan Schmidt.