01. Mai 2021 / 11:11 Uhr

Vierkampf in La Liga, Dreikampf in Ligue 1: Das ist der Stand in Europas Top-Ligen vor den letzten Spieltagen

Vierkampf in La Liga, Dreikampf in Ligue 1: Das ist der Stand in Europas Top-Ligen vor den letzten Spieltagen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In Europas Top-Ligen sind einige Entscheidungen noch offen.
In Europas Top-Ligen sind einige Entscheidungen noch offen. © Getty Images/IMAGO/Buzzi/Shutterstock (Montage)
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Anders als beispielsweise in der Bundesliga, wo der FC Bayern München schon am kommenden Spieltag Meister werden kann, ist in vielen europäischen Ligen noch richtig Feuer drin. Von der Premier League bis zum Meister-Vierkampf in der spanischen La Liga: Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über den Stand der Top-Ligen.

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Premier League (England)

Es braucht keinen Blick in die Glaskugel, um vorherzusagen, wer neuer englischer Meister wird: Manchester City ist allen anderen Top-Klubs davongeeilt. Die Mannchschaft von Trainer Pep Guardiola steht nach 33 von 38 Spieltagen mit zehn Punkten Vorsprung vor Stadtrivale United an der Tabellenspitze. Die endgültige Meister-Kür könnte schon nächstes Wochenende vollzogen werden. Dafür müsste City an diesem Samstag (13.30 Uhr) bei Crystal Palace gewinnen, eine Woche später zudem beim FC Chelsea (18.30 Uhr). ManUnited müsste entweder am Samstag gegen Liverpool (17.30 Uhr) oder am Sonntag darauf bei Aston Villa (15.05 Uhr, alle Spiele Sky) patzen.

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Spannender ist das Rennen um die Champions League: West Ham (55 Punkte), Liverpool (54) und Tottenham (53) jagen noch den FC Chelsea (58) auf Platz vier. Die Blues von Trainer Thomas Tuchel könnten aber selbst Fakten schaffen – der Champions-League-Sieger ist in der Premier League automatisch für die Königsklasse qualifiziert. Die drei Absteiger zeichnen sich übrigens schon deutlich ab: Sheffield United (17 Punkte) ist bereits nicht mehr zu retten. Auch West Bromwich Albion (25) und der FC Fulham (27) bräuchten noch ein kleines Fußball-Wunder, um das rettende Ufer auf Platz 17 zu erreichen, wo aktuell Brighton (34) steht.

La Liga (Spanien)

In Spanien ist der Titelkampf so spannend wie in keiner anderen Liga. Gleich vier Teams, die innerhalb von drei Punkten liegen, haben vor den letzten fünf Spieltagen noch die Chance, Meister zu werden: Atlético Madrid (73 Punkte), Real Madrid, der FC Barcelona (beide 71) und FC Sevilla (70). Besonders Sevilla um Ex-Real-Madrid-Coach Julen Lopetegui sollte man im Vierkampf nicht außer Acht lassen. Während Atlético (1:2 gegen Bilbao), Real (0:0 gegen Betis Sevilla) und auch der FC Barcelona (1:2 gegen Granada) in ihren letzten Spielen Punkte liegen ließen, robbte sich Sevilla mit einer grandiosen Serie an das Top-Trio heran. Das Lopetegui-Team ist seit Mitte März ungeschlagen, gewann zuletzt fünf Spiele in Folge und mauserte sich damit zum ernstzunehmenden Titelkandidaten.

Da in der La Liga bei Punktegleichheit der direkte Vergleich vor der Tordifferenz zählt, hat der amtierende Champion Real trotz zwei Punkten Rückstands auf den Stadtrivalen einen kleinen Vorteil. Gegen Atlético und Barcelona entschieden die Königlichen die direkten Duelle nach Hin- und Rückspiel bereits für sich. Entscheidend wird die Partie gegen Sevilla am 9. Mai sein. Vorteil für die Mannschaft des deutschen Spielmachers Toni Kroos: Das Hinspiel in der Rückrunde entschied Real in Sevilla mit 1:0 für sich. Auch die Titelkonkurrenten Barcelona und Atlético spielen am gleichen Wochenende gegeneinander. Hier hat die Elf von Trainer Diego Simeone (Hinspiel: 1:0) einen leichten Vorteil, wenn es um den direkten Vergleich geht. Der Abstand des Spitzen-Quartetts auf den Rest der Liga ist enorm. So trennen Sevilla und Real Sociedad auf dem ersten Europa-League-Platz bereits 17 Zähler.

Serie A (Italien)

Neun Jahre warten die italienischen Tifosi inzwischen darauf, dass Serien-Meister Juventus Turin vom Thron gestoßen wird. In diesem Jahr dürfte es nun so weit sein: Inter Mailand hat nur noch wenige Meter zu gehen, um die erste Meisterschaft seit 2010 einzutüten. Die "Nerazzuri" stehen fünf Spieltage vor Schluss elf Punkte vor Atalanta Bergamo einsam an der Spitze der italienischen Beletage. Mit einem Sieg am Samstagabend (18 Uhr) auswärts beim FC Crotone könnte die Mannschaft von Trainer Antonio Conte schon alles perfekt machen: Bergamo um Nationalspieler Robin Gosens könnte mit drei Punkten am Sonntag in Sassuolo (15 Uhr) dann maximal noch Punktgleichheit erreichen. Da in Italien allerdings der direkte Vergleich vor der Tordifferenz gewertet wird, wäre Inter Meister – die Duelle gegen Bergamo (1:1 und 1:0) entschieden die Mailänder unter dem Strich für sich.

Serien-Sieger Juventus muss indes gar um die Qualifikation für die Champions League bangen. Die "Alte Dame" um Superstar Cristiano Ronaldo ist nur noch Tabellen-Vierter – punktgleich mit dem Fünften AC Mailand. Am nächsten Wochenende steht am Sonntag (20.45 Uhr, alle Spiele DAZN) das womöglich vorentscheidende Duell an. Im Keller stehen zwei Absteiger schon so gut wie fest: Die AC Parma und Crotona haben elf (Parma) beziehungsweise 13 (Crotone) Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Benevento auf Platz 18 hat aber noch gute Chancen auf die Rettung: Zwischen Platz 14 und Platz 18 trennen die Teams nur drei Punkte.

Ligue 1 (Frankreich)

Die französische Liga steuert auf ein Herzschlagfinale zu: Am vergangenen Spieltag setzte sich Lille in einem dramatischen Spiel spät gegen Olympique Lyon durch und zog damit wieder an die Tabellenspitze. Die "Doggen" (73 Punkte) stehen dort vier Spieltage vor dem Ende aber nur einen Punkt vor Titelverteidiger PSG (72) und zwei Zähler vor der AS Monaco (71). Auch Lyon auf Platz vier hat mit 67 Punkten noch Außenseiterchancen. Ein direktes Duell gibt es am Sonntag (21 Uhr, DAZN) zwischen Monaco und Lyon. Ansonsten spielen die Top vier nicht mehr gegeneinander.

Im Keller sind die Verhältnisse anders als an der Spitze schon recht klar: Dijon ist als Tabellenletzter bereits abgestiegen. Nantes und Nimes haben mit jeweils 31 Punkten indes schon vier Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Aktuell hat Nantes im Kampf um den Relegationsrang mit der deutlich besseren Tordifferenz die Nase vorn.

Eredivisie (Niederlande)

Die Meisterschaft in den Niederlanden ist Ajax Amsterdam (76 Punkte) nur noch theoretisch zu nehmen. Vier Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf die PSV Eindhoven um den 2014er-Weltmeister Mario Götze zwölf Punkte. Ajax genügt am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen den Tabellen-Drittletzten FC Emmen (14.30 Uhr) ein Punktgewinn, um sich den Titel zu sichern. Selbst bei einer Niederlage könnte das Team von Trainer Erik ten Haag allerdings jubeln, falls PSV im darauffolgenden Spiel gegen den SC Heerenveen (16.45 Uhr, alle Spiele Sportdigital) nicht gewinnt.

Hinter Ajax, das als Meister sicher für die Champions-League-Gruppenphase der kommenden Saison qualifiziert wäre, hat PSV (64) die beste Chance, sich als Vizemeister die Teilnahme an der zweiten Quali-Runde zur Königsklasse zu sichern, allerdings ist AZ Alkmaar (61) dem Team des deutschen Trainers Roger Schmidt auf den Fersen. Platz drei und vier sind in den Niederlanden nur Conference-League-Plätze. Im Tabellenkeller ist ADO Den Haag (16) als Tabellenletzter mit acht Punkten Rückstand auf den Relegationsrang, den Emmen (24) belegt, so gut wie abgestiegen, VVV-Venlo (22) kann als Vorletzter noch hoffen, weil sich auch noch der Tabellen-14. RKC Waalwijk (26) und der 15. Willem II (25) noch direkt im Abstiegskampf befinden.