11. Juli 2020 / 10:53 Uhr

England trauert um einen Weltmeister: Leeds-Legende Jack Charlton gestorben

England trauert um einen Weltmeister: Leeds-Legende Jack Charlton gestorben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
England trauert um einen seiner größten Verteidiger: Jack Charlton starb im Alter von 85 Jahren.
England trauert um einen seiner größten Verteidiger: Jack Charlton starb im Alter von 85 Jahren. © imago images/PA Images
Anzeige

Der englische Fußball muss sich von einem WM-Helden von 1966 verabschieden. Im Alter von 85 Jahren ist am Freitag der langjährige Leeds-Verteidiger Jack Charlton verstorben. Der Bruder von Sir Bobby Charlton machte sich auch als Trainer der irischen Nationalmannschaft einen Namen.

Anzeige
Anzeige

Englands Fußball trauert: Wie am Samstag bekannt wurde, ist der ehemalige Nationalspieler und Trainer Jack Charlton am Freitag im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Weltmeister von 1966 sei nach einer langen, schweren Krankheit friedlich eingeschlafen, teilte seine Familie mit. "Sein Verlust wird ein großes Loch in unserem Leben hinterlassen, aber wir sind dankbar für ein Leben voller glücklicher Erlebnisse", hieß es in der Mitteilung.

Der ältere Bruder von Manchester-United-Legende Sir Bobby Charlton spielte 21 Jahre lang ausschließlich für Leeds United in der erstklassigen englischen First Division. Mit den Whites, für die er über 750 Spiele absolvierte, wurde er je einmal englischer Meister, Pokalsieger und Ligapokalsieger. Seinen Karrierehöhepunkt als Spieler erlebte er aber mit der englischen Nationalmannschaft, mit der er bei der WM 1966 im legendären Finale von Wembley gegen Deutschland den Weltmeistertitel holte. Im Laufe des Turniers kam er in jedem Spiel zum Einsatz.

Mehr vom SPORTBUZZER

Nach seiner Karriere als Spieler machte Charlton auch als Trainer weiter: Im englischen Vereinsfußball leitete er die Geschicke bei Middlesbrough, Sheffield Wednesday und Newcastle United. 1974 erhielt er von der Queen den Ehrentitel Order of the British Empire (OBE). Von 1986 bis 1995 war er außerdem als Nationaltrainer Irlands tätig. 1996 bekam der Engländer für seine Verdienste um die Mannschaft die irische Ehrenstaatsbürgerschaft.

Für Fußball-England ist es der nächste Abschied von einem Weltmeister. In den vergangenen acht Monaten starben bereits Charltons frühere Mannschaftskollegen Martin Peters, Peter Bonetti und Norman Hunter, die ebenfalls im siegreichen WM-Kader standen.