28. Oktober 2020 / 12:47 Uhr

Bericht: Entlassener Jugendtrainer des FC Bayern zieht Klage nach Rassismus-Affäre zurück

Bericht: Entlassener Jugendtrainer des FC Bayern zieht Klage nach Rassismus-Affäre zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Bayern-Campus ist es zu einer Rassismus-Affäre um einen Jugendtrainer gekommen, der daraufhin entlassen wurde.
Im Bayern-Campus ist es zu einer Rassismus-Affäre um einen Jugendtrainer gekommen, der daraufhin entlassen wurde. © imago images/Lackovic
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Endet die Rassismus-Affäre um einen Jugendtrainer des FC Bayern ohne weitere gerichtliche Auseinandersetzung? Wie das "WDR"-Magazin "Sport inside" berichtet, wird der Betroffene seine Klage vor dem Arbeitsgericht München zurückziehen. Dort wollte er gegen die fristlose Kündigung vorgehen. 

Die Rassismus-Affäre im Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern könnte ohne weitere gerichtliche Auseinandersetzung zu Ende gehen. Der deutsche Rekordmeister hatte sich von einem Jugendtrainer getrennt, nachdem Rassismus-Vorwürfe gegen diesen bekannt geworden waren. In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern soll er fremdenfeindliche Ausdrücke verwendet haben. Gegen die fristlose Kündigung wollte der Trainer eigentlich vorgehen - doch wie das WDR-Magazin "Sport inside" nun berichtet, zieht der Betroffene seine Klage vor dem Arbeitsgericht München zurück.

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Dem Bericht zufolge wird es keine weiteren Termine oder Gerichtsverhandlungen in dieser Sache mehr geben. Bislang nicht bekannt ist, ob es zwischen Bayern und dem Jugendtrainer zur außergerichtlichen Einigung gekommen ist. Sein Anwalt Christian Nohr bestätigte "Sport inside" allerdings, dass sein Mandat am Montag beendet wurde.

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Das WDR-Magazin hatte die Rassismus-Vorfälle im Campus des FC Bayern im August öffentlich gemacht. Im Fokus standen dabei Chat-Protokolle, in denen sich mehrere Mitarbeiter rassistisch gegenüber Jugendspielern geäußert haben sollen.


FCB strukturiert NLZ neu

Die Münchener hatten Mitte Oktober ihre internen Ermittlungen abgeschlossen. Die Anschuldigungen seien "umfassend" untersucht worden, hieß es vonseiten des Klubs. "Im Ergebnis wurden für einen Teilbereich des NLZ Vorgänge ermittelt, die gegen arbeitsrechtliche Pflichten verstoßen haben, mit der Haltung des FC Bayern nicht übereinstimmen und zu Konsequenzen führen." Folge sind strukturelle Veränderungen und ein personeller Neuanfang für die U9- bis U15-Teams.