23. März 2020 / 17:49 Uhr

Entscheidung erst im Mai: 2. Bundesliga im Kegelbillard vorerst ausgesetzt

Entscheidung erst im Mai: 2. Bundesliga im Kegelbillard vorerst ausgesetzt

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
Buschows Jörg Idczak wollte am Sonntag mit seinem Team den Aufstieg in die 1. Bundesliga klar machen.
Buschows Jörg Idczak wollte am Sonntag mit seinem Team den Aufstieg in die 1. Bundesliga klar machen. © Christoph Laak
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Kegelbillard 2. Bundesliga: Die SG Grün-Weiß Buschow und der SV Empor Spaatz müssen vorerst pausieren.

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Alles war angerichtet. In der 2. Kegelbillard-Bundesliga lag der SV Motor Cottbus-Saspow vor dem letzten Punktspielwochenende punktgleich mit der SG Grün-Weiß Buschow an der Tabellenspitze. Zusätzliche Spannung bekam das Kopf-an-Kopf-Rennen, da es am Sonntag zum direkten Duell der beiden Topmannschaften in Cottbus gekommen wäre. Aufgrund des Coronavirus wurden die letzten beiden Spieltage aber bereits vorzeitig abgesagt und vorerst ausgesetzt.

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„Wir wären mit unserer besten Mannschaft nach Cottbus gefahren und wollten dort unbedingt den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga klar machen. Wir waren heiß auf das Spiel und auch gut vorbereitet“, erklärt Buschows Mannschaftsleiter Jörg Idczak. Es wäre der zweite Aufstieg der SG in Deutschlands höchste Spielklasse nach 2017 gewesen. Daraus wird nun zunächst aber nichts. „Der Verband hat uns informiert, dass es drei mögliche Varianten im Umgang mit dieser Saison geben kann“, so Idczak.

In Buschow ruht der gemeinsame Trainingsbetrieb

Die erste Möglichkeit wäre, dass die Saison abgebrochen und nicht gewertet wird. Weiterhin steht im Raum, dass die Saison abgebrochen wird und mit Stand vom 12. März, also vor den beiden abschließenden Spieltagen, gewertet wird. Als dritte Variante wird ins Spiel gebracht, dass die Spielzeit regulär beendet wird, das jedoch behördlichen Entscheidungen vorbehalten ist. Dann würde Buschow aber auf jeden Fall noch einmal an die Tische treten müssen, ist der Zweitplatzierte der 2. Bundesliga doch für eine Aufstiegsrelegation qualifiziert. Eine Entscheidung darüber will der Spielausschuss am 13. Mai treffen.

Kegelbillard: Empor Spaatz unterliegt an den eigenen Tischen Grün-Weiß Buschow.

Die Buschower (in Weiß) legten von Beginn an vor und holten sich letzlich ohne große Mühe den Auswärtssieg. Zur Galerie
Die Buschower (in Weiß) legten von Beginn an vor und holten sich letzlich ohne große Mühe den Auswärtssieg. © Christoph Laak

Für Jörg Idczak sind alle Szenarien denkbar: „Das ist ganz schwierig zu sagen. Was ist das Richtige in so einer Situation? Wir müssen da einfach die Zeit abwarten. Stand heute wären ja alles nur Vermutungen.“ Der gemeinsame Trainingsbetrieb in Buschow ruht bis auf Weiteres. „Wir müssen irgendwie ein bisschen im Rhythmus bleiben“, erzählt Jörg Idczak. Die Möglichkeit an privaten Tischen zu trainieren bleibt den Buschowern nicht, besitzt keiner der Grün-Weiß-Akteure privat einen Billardtisch.

Empor Spaatz hat den Klassenerhalt schon sicher

Und auch für die Spieler des SV Empor Spaatz wäre es am Wochenende sportlich noch um etwas gegangen, wenn auch nur absolut theoretischer Natur. Zwar hatten die Spaatzer vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang, aber mit zwei Auswärtsspielen in Bohsdorf und Bardenitz auch schwere Aufgaben vor der Brust. Zumal Verfolger BSV Hörlitz eines seiner noch beiden ausstehenden Spiele beim abgeschlagenen Tabellenletzten in Cottbus hätten austragen müssen.

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„Wir hätten dennoch den Klassenerhalt geschafft“, ist sich der Spaatzer Abteilungsleiter Michael Rönnspieß sicher. Hörlitz hätte neben den beiden nötigen Siegen und gleichzeitigen Spaatzer Niederlagen auch noch gut 500 Holz aufholen müssen. „Das geht in zwei Spielen nicht“, verrät Rönnspieß, der nun ebenfalls auf die Entscheidung des Spielausschusses wartet. „Aktuell ruht bei uns alles. Wir dürfen uns auch nicht im Verein treffen, klären alles telefonisch. Aber das ist in diesen schwierigen Corona-Zeiten nun einmal so“, schätzt der Spaatzer Abteilungsleiter ein. Wie der Spielausschuss auch immer entscheiden wird, der SV Empor Spaatz ist in der kommenden Spielzeit erneut in der 2. Liga dabei.