16. März 2020 / 15:06 Uhr

Entscheidung gefallen: Bundesliga wird ausgesetzt, kein Abbruch - so geht es weiter

Entscheidung gefallen: Bundesliga wird ausgesetzt, kein Abbruch - so geht es weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach der Mitgliederversammlung bei der DFL: So geht es in der Bundesliga weiter.
Nach der Mitgliederversammlung bei der DFL: So geht es in der Bundesliga weiter. © dpa/SPORTBUZZER/Montage Behrens
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Die Bundesliga-Klubs haben über notwendige Maßnahmen in der Coronavirus-Krise beraten und sich geeinigt. Bei der Mitgliederversammlung am Montag in Frankfurt ging es darum, eine sportliche Lösung zu finden - die sieht wie folgt aus.

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Die Entscheidung ist gefallen - nur ob die allen schmecken wird? Auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) haben sich die Klubs auf einen weiteren Fahrplan in der Coronavirus-Krise geeinigt. Demnach wird erst einmal pausiert bis zum 2. April. Einen Saisonabbruch soll es nicht geben. Die nächste Entscheidung fällt am 30. März. Konkret heißt das: Nur der 27. Spieltag wird ausgesetzt.

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"Um als Liga handlungsfähig zu bleiben, haben wir uns auf einen sogenannten Notfall-Paragraf geeinigt", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. "Alle Klubs haben den Anspruch, die Saison irgendwie, soweit rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar, zu Ende zu bringen", so Seifert. Er geht zudem davon aus, dass am Dienstag bekannt wird, dass die nationalen Ligen mehr Handlungsspielräume bekommen, weil die Europameisterschaft verschoben wird. "Dann wird deutlicher, welche Optionen wir noch hätten, um eine Saison zu Ende zu bringen", sagte Seifert.

Seifert: Geisterspiele sind nötig

Zudem machte der Liga-Boss deutlich, dass die Saison nach aktuellem Stand nur mit Geisterspielen fortgeführt werden könne. Alle, die dies aktuell ausschließen würde, würden riskieren, dass es bald keine 36 Profi-Klubs mehr geben würde, sagte Seifert. "Das wird in nächster Zukunft die einzige Überlegungschance sein", sagte Seifert.

Noch am Sonntag machte Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern deutlich, dass man nun besonnen reagieren müsse. "Wir müssen endlich der Realität ins Auge schauen. Wir müssen vier Wochen warten, alles auf Null fahren. Vielleicht müssen wir im Oktober noch aufhören, Fußball zu spielen. Das weiß kein Mensch", sagte er am Sonntag in der Sport1-Sendung "Doppelpass". Nun ist klar: Es soll nach Möglichkeit schon früher wieder gespielt werden.

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Die DFL will sich nun einen Überblick verschaffen, welcher Klub wann finanziellle Probleme bekommen könnte, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf der Pressekonferenz am Montag. Jeder Verein prüfe derzeit die Möglichkeit von Kurzarbeit, um gut durch die Krise kommen zu können.

Frauen-Bundesliga pausiert bis zum 19. April

Im deutschen Frauenfußball sind die Partien der Ersten und Zweiten Bundesliga sowie die DFB-Pokalspiele vorerst bis zum 19. April ausgesetzt worden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am Montag mit. Heike Ullrich, DFB-Direktorin Verbände, Vereine und Ligen, nannte die Entscheidung „zum aktuellen Zeitpunkt alternativlos, weil es darum geht, die Gesundheit und das Leben von Menschen zu schützen“.