24. März 2020 / 12:58 Uhr

Entscheidung gefallen: BV Gifhorn verzichtet auf Zweitliga-Aufstieg

Entscheidung gefallen: BV Gifhorn verzichtet auf Zweitliga-Aufstieg

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Michael Franke, Badminton, Regionalliga , BV Gifhorn, Yannik Joop, Wolf-Dieter Papendorf
Schlägt weiter in der Regionalliga auf: Der BV Gifhorn verzichtet auf den Aufstieg. © Michael Franke
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Die Tendenz war bereits in diese Richtung gegangen, jetzt ist die Entscheidung gefallen: Badminton-Regionalligist BV Gifhorn verzichtet auf den Aufstieg in die 2. Liga. Das teilte Trainer Hans Werner Niesner auf Sportbuzzer-Nachfrage mit. Die Gründe für den Entschluss sind vielschichtig.

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Wesels Rückzug macht Platz frei

Durch den Rückzug des BV RW Wesel wird in der 2. Liga zur neuen Saison ein weiterer Platz frei. Als Tabellenzweiter der Regionalliga Nord wäre der BVG in diesem Jahr berechtigt gewesen aufzusteigen - aber die Gifhorner verzichten. "Das Thema haben wir abgehakt", so Niesner. "Wenn die Anfrage vom Deutschen Badminton-Verband kommen, werden wir ablehnen." Das hängt mit mehreren Faktoren zusammen: Zum einen ist da der finanzielle Aspekt, zum anderen der personelle. "Zwei bis drei Spieler hätten schon Lust gehabt, höher zu spielen," sagt Niesner, "aber nach dem Abgang von Larina Tornow war das Thema eigentlich schon vom Tisch."

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Gespräche mit zwei Ausländerinnen

Denn derzeit hat der BVG mit Lea Dingler nur eine Dame für die neue Saison zur Verfügung. Und auch bei ihr gestaltet es sich schwierig, da sie künftig in Berlin arbeiten und nebenbei ihren Doktor machen wird. Inwiefern Karen Radke in der kommenden Spielzeit aufschlagen kann, ist noch ungewiss. Niesner hat bereits mit sechs Spielerinnen gesprochen, "die infrage gekommen wären, aber es gab nur Absagen". Da haben auch die Herren, die sich für einen Aufstieg ausgesprochen hatten, eingesehen, dass der Gang in die 2. Liga keinen Sinn macht. Um noch eine Dame zu gewinnen, führt Niesner gerade Gespräche mit zwei Spielerinnen aus dem Ausland - auch wenn er das eigentlich vermeiden wollte: "Wir müssen den Gang gehen, von dem wir uns eigentlich vor drei Jahren verabschiedet hatten."

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Reserve stärken

Für die neue Saison gilt also nun, sich in der Regionalliga zu behaupten. "Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir in der Liga eine gute Rolle spielen können", sagt Niesner, der sein Team gerne wieder oben in der Tabelle sehen möchte. Darüber hinaus will der Klub die zweite Mannschaft stärken, die in der Niedersachsen-Bremen-Liga aufschlägt, damit das Team anders als in der abgelaufenen Saison nicht bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern muss.