05. September 2021 / 14:59 Uhr

Entscheidung im Elfmeterschießen: FC Eilenburg müht sich in die 3. Runde

Entscheidung im Elfmeterschießen: FC Eilenburg müht sich in die 3. Runde

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Eilenburger Trainer Nico Knaubel
Das Team von Trainer Nico Knaubel wäre um ein Haar aus dem Sachsenpokal ausgeschieden. © Susan Stephan
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Die Knaubel-Truppe hat auch beim Sachsenpokalspiel gegen Oberligist Neugersdorf Schwierigkeiten in der Offensive. Erst im Elfmeterschießen fallen die Tore, wodurch sich die Eilenburger in die nächste Runde zittern.

Neugersdorf. Es ist vollbracht: Nach wochenlanger Durststrecke hat Regionalliga-Aufsteiger FC Eilenburg in der 2. Runde im Sachsenpokal ein erstes Erfolgserlebnis verbucht. Das 4:2 im Elfmeterschießen bei Oberligist FC Oberlausitz Neugersdorf war kein Leckerbissen, eher Quälerei. Als Raimison dos Santos den entscheidenden Elfmeter versenkte, war die Erleichterung groß. „Meine Nerven“, sagte Teamchef Stephan Hofmann und ergänzte: „Dieser Sieg war so wichtig für die gesamte Mannschaft.“

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Was allerdings schon in der Meisterschaft klar wurde, fiel auch im Pokal gegen ein unterklassiges Team auf: Eilenburg hat ein Problem in der Offensive. „Wir haben es nicht geschafft, in 120 Minuten ein Tor zu schießen“, konsternierte der neue Co-Trainer Marcus Urban nach seiner Feuertaufe. Er saß gemeinsam mit „Hoffi“ auf der Bank, weil Chefcoach Nico Knaubel als Landesauswahltrainer unterwegs war. Was noch klarer wurde: Ein Torwart-Problem hat der FCE nicht. In Neugersdorf durfte Christopher Schulz zwischen die Pfosten. Die Nummer 2 hielt überragend, im Spiel und im Elfmeterschießen. Mit zwei parierten Strafstößen wurde „Schulle“ zum Matchwinner.

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Ansonsten war es in der Oberlausitz für die Eilenburger ein hartes Stück Arbeit. Der FCE begann mit Innenverteidiger dos Santos als Stürmer. Ganz vorn hatte der Brasilianer einst bei Wismut Gera gespielt. Doch auch er ist nicht der Typ eiskalter Vollstrecker, sondern eher Vorlagengeber.

Stärken eher in der Defensive

Nach einigen guten Eilenburger Angriffen wurden die Gastgeber stärker. Vor allem über die linke Abwehrseite des FCE brannte es immer wieder lichterloh. In der zweiten Halbzeit hätte der Platzhirsch mehrfach in Führung gehen müssen, traf aber vom Strand das Meer nicht und musste in die Verlängerung. Dort wirkten dann die Eilenburger, bei denen die Neuzugänge Ahmad Assaf und Ricardo Michael längere Spielzeit bekamen, spritziger.

Assaf ist eine Alternative für die Offensive, quirlig, beweglich, aber auch ein „Fußballzwerg“, der es gegen die athletischen Regionalliga-Verteidiger nicht einfach haben dürfte. Michael, der erst einmal mit der Mannschaft trainiert hat, wirkte in einige Szenen gedanklich noch auf Schalke. „Er hat seine Stärken eher in der Defensive“, weiß Urban, der Michael schon als Nachwuchskicker vom DFB-Leistungsstützpunkt in Dresden kennt.

FC Eilenburg: Schulz; Meseberg (68. Assaf), Majetschak, Vogel, Moutsa (83. Stelmak), Kim (86. Nathe), Wadewitz, Dimespyra (106. Möbius), Baumann, Kummer (68. Michael); dos Santos.