13. Juli 2020 / 11:33 Uhr

Entscheidung im Urlaub: Chris Löwe bleibt auch in der 3. Liga bei Dynamo Dresden

Entscheidung im Urlaub: Chris Löwe bleibt auch in der 3. Liga bei Dynamo Dresden

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Markus Kauczinski kann weiter auf Chris Löwe zählen.
Markus Kauczinski kann weiter auf Chris Löwe zählen. © Getty Images
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Chris Löwe brauchte ein paar Tage, um sich zu entschließen. Nun ist für den 31-Jährigen aber klar: Er wird Dynamo Dresden nach dem Abstieg in die 3. Liga nicht verlassen. Sein persönliches Feuer sei wieder voll entfacht.

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Dresden. Nach dem letzten Spieltag und dem Abstieg in die 3. Liga dachte er laut über ein mögliches Karriereende nach. Am Montag hat Routinier Chris Löwe angekündigt, nun doch weiter für Dynamo Dresden zu spielen. „Ich hatte ernsthafte Gedanken aufzuhören. Das war nicht einfach so daher gesagt. Ich musste das Erlebte für mich selbst erst einmal einordnen, verarbeiten und mir darüber klarwerden, ob ich die Kraft und Motivation habe, weiterzumachen“, erklärte der 31-Jährige in einem Interview auf der Vereinswebsite.

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Im Urlaub nach der turbulenten Saison, die für ihn mit dem zweiten Abstieg in Folge endete, traf der gebürtige Plauener gemeinsam mit seiner Familie einen klaren Entschluss und sagte nun: „Ich habe gemerkt, dass nach dieser unfreiwilligen Corona-Pause vieles von dem, was mich über Jahre hinweg ausgezeichnet hatte, wieder zu 100 Prozent da war. Das Feuer, das mich über meine gesamte Laufbahn begleitet hat, ist wieder voll entfacht. Ich bin froh, dass dieses Gefühl zurück ist, und möchte im nächsten Jahr auf und neben dem Platz vorangehen.“

Am ersten Spieltag ist Löwe noch gesperrt

Ein ausschlaggebender Punkt sei dabei die „atemberaubende Unterstützung“ der Fans in der schwierigen Rückrunde gewesen, nachdem die Schwarz-Gelben die Hinserie als Tabellenletzter vermasselt hatten. „Der Empfang nach unserem Auswärtsspiel beim SV Sandhausen am Flughafen war mir dann tatsächlich sogar etwas peinlich. Wir wurden gefeiert, obwohl wir abgestiegen sind. Insgesamt hat mir das alles aber gezeigt, wie besonders dieser Verein ist und dass du hier eine Möglichkeit bekommst, die du in vielen anderen Klubs so nicht kriegen würdest. Ich habe eine große Sehnsucht und ziehe meine Motivation daraus, zu erleben, was hier los ist, wenn es wirklich etwas zu feiern gibt“, bekräftigte Chris Löwe.

In der nächsten Saison will er endlich wieder viele Siege feiern. Physisch, mental und spielerisch sei dafür ein klares Auftreten nötig. „Wenn sich jeder für den anderen auf gut Deutsch den Arsch aufreißt, werden wir wieder erfolgreich sein. Wir werden in jedem Spiel eine gute Leistung abrufen müssen, um am Ende die nötigen Punkte zu holen. Das ist unser Auftrag und unser Ziel“, so Löwe, der kurz vor Saisonende mit seiner harschen Kritik an der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für deren Umgang mit Dynamo für Aufsehen gesorgt hatte.

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Der Ex-Premier-League-Akteur, der 2019 bereits mit Huddersfield Town abgestiegen war, ist froh, weiter nahe seiner Heimat kicken zu können. Dies sei der Familie des gebürtigen Plaueners ein großes Thema. Übrigens blickt er zwar auf die Erfahrung von 120 Zweitliga-Partien zurück, in Liga drei jedoch stand er erst einmal auf dem Platz: 2012 für die Dortmunder Reserve. Die nächste Dresdner Drittliga-Begegnung verpasst er aber: Nach seiner Roten Karte am vorletzten Spieltag in Sandhausen ist er am ersten Spieltag noch gesperrt, nur im DFB-Pokal dürfte er auflaufen.