29. Juli 2020 / 18:17 Uhr

Entscheidung steht: Mörse verzichtet auf Berufung - Calberlah steigt in Landesliga auf

Entscheidung steht: Mörse verzichtet auf Berufung - Calberlah steigt in Landesliga auf

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Aufstieg! Der SV Calberlah darf in der kommenden Saison in der Landesliga ran.
Aufstieg! Der SV Calberlah darf in der kommenden Saison in der Landesliga ran. © Michael Franke
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Das Tauziehen ist beendet: Bezirksligist TSG Mörse verzichtet auf die Berufung und darf somit nicht in die Landesliga aufsteigen. Der SV Calberlah ist der glückliche Zweite - und nimmt die Herausforderung gern an.

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Der Landesliga-Aufstieg ist jetzt geklärt: Bezirksligist TSG Mörse darf wegen des fehlenden Jugend-Unterbaus nicht in die Landesliga aufsteigen. Dagegen hatte der Klub zwar noch Einspruch eingelegt, der wurde aber vom Bezirks-Sportgericht abgewiesen. Die nächste Möglichkeit wäre gewesen, vor dem Verbands-Sportgericht in Berufung zu gehen. Darauf verzichtet der Klub aber, das bestätigte Spartenleiter Stefan Mais im Gespräch mit dem SPORTBUZZER.

"Wir werden nicht in Berufung gehen. Das wäre letztlich noch eine Möglichkeit gewesen, um bei dem Thema am Ball zu bleiben. Aber eine Verhandlung vor dem Verbands-Sportgericht sorgt ja auch für etwas andere Kosten", erklärt Mais. Mit "dem Thema" meint der TSG-Spartenleiter den Paragraph 18 der NFV-Spielordnung, der eben einen gewissen Jugend-Unterbau für höhere Spielklassen vorgibt. Mais will aber auf anderem Wege dagegen vorgehen, auch mit der Unterstützung weiterer Klubs.

Mais: "Wir wurden von anderen Vereinen kontaktiert, die auch ihr Unverständnis über die Regelung geäußert haben. Denn die Tendenz ist klar: Das kann jeden treffen." Der Spartenleiter wisse um die Aufgabe der Fußball-Klubs, dass sie sich auch um die Jugend kümmern sollen, betont aber gleichzeitig, dass nicht alle dieselben Möglichkeiten dafür hätten. Deshalb "wollen wir gegen den Paragraphen vorgehen".

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Calberlah freut sich auf die Landesliga

Hängende Köpfe in Mörse, Freude in Calberlah. Der Bezirksliga-Zweite nach Quotienten-Wertung darf damit den Gang in die Landesliga antreten. "Überschwänglicher Jubel sieht anders aus", sagt SVC-Coach Stefan Timpe mit einem Schmunzeln. "Aber natürlich freue ich mich. Wir haben in der vergangenen Saison eine gute Leistung abgeliefert." Timpe hätte den Aufstieg lieber auf rein sportlichem Weg erreicht, sagt aber auch: "Unverdient ist es nicht."

Groß am Kader will der Coach aber jetzt nicht basteln. "Unsere Philosophie ist es, auf junge Spieler zu setzen, und wir haben uns mit einigen Talenten verstärkt, die uns qualitativ und in der Breite verbessern." Die Jungs sollen ihr Können nun gegen "Brocken" wie Vorsfelde, Kästorf oder Vahdet Braunschweig unter Beweis stellen. "Wir sind natürlich Außenseiter, aber genau darin liegt unsere Chance", bleibt Timpe optimistisch. "Die Jungs sollen sich beweisen." Aber dennoch ist auch ihm klar: "Für uns geht es vom ersten Spiel an gegen den Abstieg."