20. August 2020 / 16:25 Uhr

Entscheidung über Lizenz für IceFighters Leipzig vertagt

Entscheidung über Lizenz für IceFighters Leipzig vertagt

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Entscheidung vertagt: Um die Lizenz für die Oberliga zu erhalten müssen die IceFighters Leipzig eine geeignete Spielstätte vorweisen.
Entscheidung vertagt: Um die Lizenz für die Oberliga zu erhalten müssen die IceFighters Leipzig eine geeignete Spielstätte vorweisen. © Kitzing-pix
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Der Einspruch der IceFighters wurde besprochen, die Gespräche verliefen "positiv", eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen: Die Leipziger müssen für den Lizenzerhalt weiterhin eine Spielstätte nachweisen.

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Leipzig/München. Die endgültige Entscheidung über die Zulassung zum Spielbetrieb der Exa IceFighters Leipzig in der Eishockey-Oberliga ist erneut vertagt. Das Ergebnis der Berufungsverhandlung gegen die Lizenzverweigerung gestern war wenig überraschend: Alles steht und fällt mit einer geeigneten Spielstätte. Diese sollen die Icefighters neben der Erfüllung einiger weiterer Auflagen nun bis zum 4. September nachweisen. „Bei Erfüllung der vom Spielgericht vorgeschlagenen und den Parteien vereinbarten Auflagen erscheint die Zulassung der Exa Icefighters Leipzig zur Oberliga Nord möglich“, heißt es in einer Mitteilung des Deutsche Eishockey-Bundes (DEB).

Den Leipzigern war die Lizenz Anfang Juli zunächst verweigert worden, gegen die Entscheidung hatten die IceFighters Widerspruch eingelegt. Zwei Stunden wurde dieser am Donnerstag vor dem DEB-Spielgericht in München verhandelt. „Die Gespräche zwischen uns und dem DEB sind positiv gelaufen. Es wurden Auflagen vereinbart. Hauptvoraussetzung für die Zulassung ist natürlich eine gesicherte Spielstätte, an welcher wir intensiv arbeiten“, erklärte IceFighters-Geschäftsführer André Krüll, der gemeinsam mit Coach Sven Gerike die Interessen der Leipziger vertrat. „Wir danken den Vertretern des DEB für Ihr Entgegenkommen und sind uns sicher, gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagte Krüll weiter.

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Auch Stammverein LEC kämpft

Bei der Lizenzverweigerung hatte der DEB vor knapp acht Wochen fehlende Unterlagen bemängelt. Unter anderem seien das die Unbedenklichkeitsbescheinigung einer Krankenkasse, der Jahresabschluss der IceFighters sowie Unterlagen des Stammvereins Leipziger Eissport Club (LEC). Über allem schwebt noch ein Rechtsstreit mit der Berufsgenossenschaft, der jedoch viele Vereine betreffe. Die fehlenden Unterlagen wurden weitestgehend nachgereicht – beim Hauptproblem Spielstätte ist aber noch keine Lösung in Sicht. Im Kohlrabizirkus existiert wegen des Streits zwischen Besitzer und Betreibergesellschaft aktuell keine Eisfläche. Konkretere Nachrichten als „es laufen Gespräche“ gibt es aktuell dazu nicht.

Neben den IceFighters kämpft auch der Stammverein Leipziger EC um den Erhalt der Eisfläche im Kohlrabizirkus, die Mitglieder haben eine Petition gestartet. Wie schön sich Eis anfühlt erleben 29 junge Eishockey-Cracks des LEC aktuell im Trainingslager im tschechischen Liberec, wo sie sich mit sieben Trainern und fünf Betreuern auf die kommende Saison vorbereiten.