28. Mai 2020 / 12:28 Uhr

Entscheidung über Meistertitel für den 1. FC Lok Leipzig fällt am 5. Juni

Entscheidung über Meistertitel für den 1. FC Lok Leipzig fällt am 5. Juni

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der unbespielbare Platz im Bruno-Plache-Stadion am Vormittag des 12. März 2020.
In Probstheida könnte 2020/21 3. Liga gespielt werden. Allererste Voraussetzung: Der 1. FC Lok braucht den Meistertitel. © André Kempner
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Das Warten der Fans des 1. FC Lok Leipzig neigt sich dem Ende. In der kommenden Woche will der für die Regionalliga Nordost verantwortliche Verband entscheiden, wie es mit der aktuell unterbrochenen Saison weitergeht. Ein Abbruch ist wahrscheinlich. Streit gibt es weiter um die daran anschließende Wertung. 

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Erfurt. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) will auf seiner Präsidiumssitzung am 5. Juni über die Fortsetzung der Saison in der Regionalliga Nordost entscheiden. Die Zeichen stünden klar auf Abbruch, sagte Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz, der „Thüringer Allgemeinen“ (Donnerstag). So sähen es auch die meisten Mitkonkurrenten. Der Großteil der Clubs plädiere für ein Saisonende bis zum 30. Juni. Das ist bei über zehn ausstehenden Spielen einiger Vereine kaum realisierbar. Zudem wurden Geisterspiele mehrheitlich abgelehnt.

Quotentenregel oder nicht

Die Clubs müssen bis zum 5. Juni beim NOFV eine verbindliche Aussage in Sachen Abbruch abgeben. Das wurde auf einer Video-Konferenz mit dem NOFV-Präsidium beschlossen. „Wir als ZFC Meuselwitz werden für Abbruch votieren“, sagte Wolf. Bei den Clubs werde zudem eine Regelung favorisiert, dass es keine Absteiger in dieser Saison gebe.

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Uneinigkeit herrsche nur beim Thema Aufstieg. Wolf bevorzugt wie die überwiegende Mehrheit der Liga die Quotientenregel. Nach dieser würde der 1. FC Lok Leipzig zum Ersten erklärt werden und in einer möglichen Relegation spielen. VSG Altglienicke und Energie Cottbus wollen die Quotientenregel nicht widerspruchslos hinnehmen. „Bei Anwendung der Quotientenregel werden wir rechtliche Mittel prüfen. Das hat nichts mit Sport zu tun. Wir sind nicht bei der Mathe-Olympiade“, hatte VSG-Co-Trainer Torsten Mattuschka betont.

Altglienicke führte die Tabelle beim vorläufigen Abbruch der Saison wegen der Coronavirus-Pandemie an. Der punktgleiche Verfolger aus Leipzig hat aber ein Spiel weniger ausgetragen und würde durch die Quotientenregel an der VSG vorbeiziehen.