25. April 2021 / 20:25 Uhr

Entscheidung vertagt: Scorpions verlieren in Herne - und müssen in Spiel drei

Entscheidung vertagt: Scorpions verlieren in Herne - und müssen in Spiel drei

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Hannovers Trainer Tobias Stolikowski (oben) hadert.
Hannovers Trainer Tobias Stolikowski (oben) hadert. © Florian Petrow
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Die Hannover Scorpions haben im Nordfinale der Eishockey-Oberliga das zweite Play-off-Spiel beim Herner EV mit 2:3 (1:1, 0:1, 1:0) nach Verlängerung verloren. Damit kommt es Dienstag (20 Uhr, Mellendorf) zur entscheidenden dritten Partie.

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Im Vergleich zum Freitag kehrte Fedor Kolupaylo zurück in die Formation. Dafür fehlte Patrick Schmid, der im Eifer des Gefechts einen Lienenrichter über den Haufen fuhr – die Schiedsrichter unterstellten ihm Absicht, daher war Schmid gesperrt. Am Freitag hatten die Mellendorfer nach Verlängerung durch ein Tor von Victor Knaub das erste Spiel der Serie mit 3:2 gewonnen. Zuvor waren die Herner defensiv aufgetreten und durch Richard Mueller (18.) und Nico Kolb (31.) in Führung gegangen. Die Scorpions, die zwischenzeitlich an HEV-Torhüter Björn Linda verzweifelten, glichen durch Christoph Kabitzky (30.) und Schmid (40.) jeweils aus.

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Am Sonntag in Herne erwischten die Scorpions den eindeutig besseren Start und besaßen bereits in den ersten vier Minuten zwei Großchancen. Christoph Koziol jubelte bereits, als er Linda umkurvte und am kurzen Pfosten traf. Unmittelbar davor rutschte das Tor jedoch aus der Verankerung wegen eines Zweikampfs am anderen Pfosten. Folglich zählte der Treffer nicht. Kurz danach hatte auch Kolupaylo schon Linda ausgespielt, scheiterte aber am Pfosten.

Bilder vom ersten Finale der Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und dem Herner EV

Hannovers Brett Jaeger im Tor geschlagen: Herne erzielt die 1:0 Führung durch Richard Mueller . Zur Galerie
Hannovers Brett Jaeger im Tor geschlagen: Herne erzielt die 1:0 Führung durch Richard Mueller . ©

Scorpions mit Pech im Mitteldrittel

Die Gastgeber kamen allmählich besser in Schwung. Nico Kolb brachte den HEV in Führung (15). Brett Jaeger im Scorpions-Tor agierte wenige Minuten später aufmerksam und verhinderte beim Nachschuss von Patrick Asselin das 2:0. Neun Sekunden vor Drittelende traf Kabitzky direkt nach einem Bullygewinn von Koziol zum 1:1.

Im Mitteldrittel zeigten sich die Herner aktiver und ließen, wie schon zum Ende des vorherigen Abschnitts, den Gästen wenig Raum für eigene Offensivaktionen. Diesmal war Jager bei einem Nachschuss von Asselin machtlos – 2:1 in der 25. Minute. Ein Lattenschuss von Marcus Marsall (31.) verhinderte das 3:1. Pech besaßen aber in den Minuten danach auch die Scorpions. Zunächst vergaben Kolupaylo und Kabitzky aus aussichtsreicher Position, Jan-Niklas Pietsch scheiterte am Pfosten.

Dramatische Schlussphase

Im Schlussdrittel ließen beide Teams zunächst eine Überzahl ungenutzt. Die größte Chance zum Ausgleich besaß Mike Glemser, der Schmid in der Reihe mit Tomi Wilenius und Roman Pfennings ersetzte. Glemser vergab allein vor Linda das 2:2 (50.). Der Druck der Scorpions nahm sukzessive zu. Der Ausgleich gelang Julian Airich (54.), der nach einem Querpass von Robert Peleikis die Scheibe ins Netz lenkte.

Dramatisch liefen die finalen Minuten der regulären Spielzeit: Im Powerplay drängte Herne auf das Siegtor, die Scorpions fuhren aber einen Konter in Unterzahl und waren mit Kabitzky und Airich frei vorm Tor, Kabitzky versäumte aber den Querpass. Asselin erzielte 99 Sekunden vor Ende der Verlängerung das Siegtor.