20. November 2017 / 22:29 Uhr

Entsetzen an der Lennéstraße - Dynamo Dresden unterliegt dem 1. FC Kaiserslautern mit 1:2

Entsetzen an der Lennéstraße - Dynamo Dresden unterliegt dem 1. FC Kaiserslautern mit 1:2

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo hatte den 1. FCK zu Gast in Dresden (22) (dpa)
Dynamo Dresden stand gegen Kaiserslautern am Ende mit leeren Händen da. © Imago
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Dynamo Dresden hat das so wichtige Zweitliga-Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren. Vor 27.244 Zuschauern im DDV-Stadion führten die Spieler von Trainer Uwe Neuhaus zwar bis zur 85. Minute mit 1:0, doch in der Schlussphase kassierten die Dresdner noch zwei Gegentore. Nach der bitteren 1:2-Pleite bleiben die Schwarz-Gelben in der Abstiegszone kleben.

Dresden. Dynamo-Coach Neuhaus ließ seine Mannschaft im gewohnten 4-3-3-System beginnen, doch er stellte gegenüber dem 0:3-Debakel in Kiel personell um. Im Sturmzentrum begann Lucas Röser anstelle von Peniel Mlapa, der zuletzt arg enttäuscht hatte. Auf der rechten Seite durfte Patrick Möschl ran, Niklas Kreuzer rückte nach hinten auf die Rechtsverteidiger-Position, die Paul Seguin in Richtung defensives Mittelfeld verließ, um den verletzten Manuel Konrad zu ersetzen. Der wiedergenesene Kapitän Marco Hartmann blieb zunächst auf der Bank, auch Niklas Hauptmann, für den Rico Benatelli den Vorzug erhielt. Der Ex-Würzburger besetzte neben Andreas Lambertz die zweite Achterposition.

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Dynamo hatte den 1. FCK zu Gast in Dresden (4) (Imago) Zur Galerie
Dynamo hatte den 1. FCK zu Gast in Dresden (4) (Imago) ©

Bei den Lauterern kehrte Kapitän Daniel Halfar nach langer Pause in die Startelf zurück, doch vom Pfälzer Hoffnungsträger war ebenso wie vom Rest der Gastmannschaft in der ersten Halbzeit wenig zu sehen. Defensiv standen die Roten Teufel anfangs noch ganz gut, doch nach vorn ging nicht viel. Dynamo hatte zunächst auch Probleme, hinter die Abwehr der Lauterer zu kommen, doch eine weite Hereingabe des stark aufspielenden Haris Duljevic leitete das ersehnte 1:0-Führungstor ein: Florian Ballas legte den Ball am zweiten Pfosten per Kopf zurück – und Röser drückte die Kugel mit dem rechten Bein über die Linie (15.).

Röser mit der Führung

Rösers dritter Saisontreffer gab der Neuhaus-Elf mächtig Auftrieb, denn jetzt kamen die Schwarz-Gelben immer öfter gefährlich vor das Tor des FCK. Möschl dribbelte Ziegler schwindlig und schoss, doch Marius Müller parierte (18.). Duljevic, der sich oft auf die rechte Seite davonschlich, probierte es aus gleicher Position, schoss nur knapp am kurzen Pfosten vorbei (21.). Weil das über rechts so gut klappte, versuchte es Möschl noch einmal, doch Müller im Tor der Gäste war auf dem Posten (33.). Von dessen Vorderleuten war bis kurz vor der Halbzeit nicht viel zu sehen, erst in der 44. Minute konnten die Offensivkräfte ein Loch in die Dynamo-Deckung reißen, doch der gut angespielte Brandon Borello nutzte seine Chance nicht, sein Pass in die Mitte fand den mitgelaufenen Sebastian Andersson nicht.

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Florian Ballas (Dynamo Dresden): Solche Spiele verlierst du eben, wenn du im Abstiegskampf drin bist. Wir hatten uns viel vorgenommen vorm Spiel und wussten, dass Lautern sehr viel Wert auf die Defensive legt. 
Wir haben wieder ein Standardtor bekommen, was sehr ärgerlich ist, können aber auf jeden Fall noch ein, zwei Tore nachlegen. Die Chancen waren da. Es war ein sehr zähes Spiel. Nichtsdestotrotz dürfen wir uns das nicht so aus der Hand nehmen lassen. Zur Galerie
Florian Ballas (Dynamo Dresden): "Solche Spiele verlierst du eben, wenn du im Abstiegskampf drin bist. Wir hatten uns viel vorgenommen vorm Spiel und wussten, dass Lautern sehr viel Wert auf die Defensive legt. Wir haben wieder ein Standardtor bekommen, was sehr ärgerlich ist, können aber auf jeden Fall noch ein, zwei Tore nachlegen. Die Chancen waren da. Es war ein sehr zähes Spiel. Nichtsdestotrotz dürfen wir uns das nicht so aus der Hand nehmen lassen." ©

FCK schlägt kurz vor Ultimo zweimal zu

Nach dem Seitenwechsel beorderte FCK-Trainer Jeff Strasser Osei Kwadwo für den schwachen Ex-Unioner Benjamin Kessel in die Mannschaft, die jetzt auch in der Abwehr auf eine Viererkette umstellte. Damit kam Lautern besser in die Partie. Doch Dynamo hielt dagegen und hatte durch Benatelli (vorbei/68.) und den eingewechselten Hartmann (Kopfball gehalten/79.) gute Chancen auf das 2:0. Auf Lauterer Seite kam Andersson noch einmal gefährlich zum Abschluss, doch er traf nur das Außennetz (74.). Dann aber gab es die kalte Dusche: Erst köpfte Vucur das 1:1 (85.), dann traf auch noch Lukas Spalvis (88.) und schockte die Gastgeber.

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