07. November 2021 / 17:56 Uhr

Enttäuschendes Spiel des SV Falkensee-Finkenkrug in Eisenhüttenstadt

Enttäuschendes Spiel des SV Falkensee-Finkenkrug in Eisenhüttenstadt

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Torwart Daniel Bittner, der noch der beste Falkenseer war, musste in Eisaenhüttenstadt zweimal hinter sich greifen.
Torwart Daniel Bittner, der noch der beste Falkenseer war, musste in Eisaenhüttenstadt zweimal hinter sich greifen. © Marius Böttcher/Archivbild
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Brandenburgliga: FF-Elf unterliegt dem zuvor sieglosen Schlusslicht mit 0:2

Die Kicker vom SV Falkensee-Finkenkrug haben am Sonnabend eine große Chance vertan, sich in der Brandenburgliga etwas von der Abstiegsregion abzusetzen. Nach einer enttäuschenden Leistung verlor die FF-Elf beim zuvor sieglosen Tabellenschlusslicht vom FC Eisenhüttenstadt mit 0:2 (0:1) und belegt weiter den 13. Platz, der am Saisonende nicht unbedingt zum Klassenerhalt reichen muss.

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Merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen

Eine Rolle spielte in Eisenhüttenstadt auch Schiedsrichter Steffen Seifert (Zinnitz), mit dem die Falkenseer schon in der Vergangenheit vor allem bei Spielen im Süden Brandenburgs keine guten Erfahrungen gemacht haben. Schon nach fünf Minuten zeigte er das erste Mal für die Gastgeber auf den Elfmeterpunkt, als Danny Grünberg im FF-Strafraum sehr leicht und aus Gästesicht keinesfalls elfmeterreif zu Fall gekommen war. Doch FCE-Kapitän Tony Wernicke setzte den Strafstoß an die Lattenoberkante. Mit weiteren merkwürdigen Entscheidungen sorgte Referee Seifert nicht gerade für Beruhigung auf dem Platz. So zeigte er nach mehreren ungeahndeten Fouls an Gästespielern im Mittelfeld dem zuvor schon verwarnten Falkenseer Dennis Hildebrand nach einem Ballwegschlagen die Gelb-Rote Karte (45.).

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Gastgeber vergeben zwei Elfmeter

Allerdings lag die Niederlage des Teams aus der Gartenstadt nicht allein am Schiedsrichter. Die Falkenseer waren gegenüber dem 1:1 im Heimspiel gegen Frankfurt nicht wiederzuerkennen. Nicht ein FF-Spieler mit Ausnahme von Torwart Daniel Bittner kam auch nur annähernd an die Form der Vorwoche heran. Vor allem in den Zweikämpfen agierten die Gäste viel zu zaghaft und verloren so immer wieder ganz schnell den Ball. Ein ordentlicher Spielaufbau war so bei ihnen kaum möglich und entsprechend wenig Chancen spielten sie sich heraus. So reichte Eisenhüttenstadt ein guter Seitfallzieher aus etwa 20 Metern von Carsten Hilgers (31.) zur 1:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel spielten die Falkenseer in Unterzahl engagierter nach vorn. Gute Torchancen ergaben sich für sie aber weiterhin kaum. In der Defensive wurden die Gäste dadurch etwas offener, was zu gefährlichen „Hütte“-Angriffen führte.

Die Gastgeber vergaben sogar noch einen zweiten Elfmeter durch Paul Moritz (68.). Das 2:0 in der 84. Minute des eingewechselten Bartosz Chojnacki nach vorherigem guten Solo von Hoang Sa Nguyen Ngoc war dann die Spielentscheidung. „Nach so einer Leistung brauchen wir von einem Platz im Mittelfeld erst gar nicht anfangen zu reden“, sagte ein enttäuschter Falkenseer Co-Trainer Lars Bendzmirowski.