10. Juni 2019 / 19:23 Uhr

Enttäuschung, Freude und Spannung: So lief der Galopp-Renntag auf der Neuen Bult 

Enttäuschung, Freude und Spannung: So lief der Galopp-Renntag auf der Neuen Bult 

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Den 16.200 Zuschauern wurden am Pfingstmontag spannende Rennen auf der Neuen Bult geboten. 
Den 16.200 Zuschauern wurden am Pfingstmontag spannende Rennen auf der Neuen Bult geboten.  © Florian Petrow
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Am Pfingstmontag stand wieder mal ein Galopp-Renntag auf der Neuen Bult auf dem Programm. In insgesamt elf Rennen wurde den 16.200 Zuschauern ordentlich Spannung geboten. Wir haben die besten Momente für euch festgehalten. 

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Kopfschüttelnd betrat Hans-Jürgen Gröschel den Absattelring auf der Neuen Bult. Der Langenhagener Galopptrainer ärgerte sich hörbar über den Verlauf des Hauptrennens in Langenhagen am Pfingstmontag. Die von ihm vorbereitete Stute Serena hatte im Großen Preis der Hannoverschen Volksbank, einem Listenrennen, nur den vierten Platz belegt.

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Gröschel ist bedient

Gröschels Galopper, mit frischem Siegerruhm aus Baden-Baden angereist, sicherte seinem Besitzer zwar noch das letzte Platzgeld (1500 Euro), aber der Trainer wirkte bedient und nahm Jockey Martin Seidl ins Visier: „Seidl kannte das Pferd nicht. Marco Casamento, der in Baden-Baden im Sattel saß, war leider gesperrt“, sagte der 75-Jährige.

Gröschel ergänzte aber auch schimpfend: „So kann man doch nicht reiten. Da kommt er gut weg und hängt dann doch hinterher. Und dann muss sich Serena in Positionskämpfen aufreiben.“

Das raubte der Stute alle Siegchancen in einem unruhigen Rennen. Erst führte Wolwedans, dann preschte Abadan davon, und am Ende gewann Außenseiterin Eleni, trainiert von Waldemar Hickst. Noch vor Serena wurden Akua’rella aus dem Gestüt Brümmerhof und Jockey Wladimir Panov Dritte – zum dritten Mal in Folge in einem Listenrennen. Die Stute wird in Langenhagen von Dominik Moser trainiert. „Ein braves Pferd“, sagte Besitzer Gregor Baum, der Präsident des Hannoverschen Rennvereins. „Sie kämpft gut und beständig.“

Bilder vom Galopp-Renntag auf der Neuen Bult (10. Juni 2019):

So lief der Galopp-Renntag auf der Neuen Bult am Pfingstmontag. Zur Galerie
So lief der Galopp-Renntag auf der Neuen Bult am Pfingstmontag. ©

Erst das Zielfoto entscheidet

Den 16 200 Zuschauern bot das zweite Listenrennen des Tages, der Große Preis der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, ebenso viel Spannung. Dort setzte sich die Favoritin Shafran Mnm durch, allerdings kürte erst das Zielfoto den Sieger. Dort war erkennbar, dass die Stute Joplin trotz eines tollen Schlussspurts doch geschlagen war. In diesem Rennen gab es wieder den vierten Rang und das letzte Geld für eine Gröschel-Stute, Cabarita.

Der Trainer-Routinier stockte sein Saisonsiege-Konto gestern dennoch auf: Irida gewann die Recken-Trophy (Kategorie D), und Gröschel erhielt Glückwünsche vom Kollegen Carlos Ortega, der mit nahezu dem kompletten Kader des Handball-Bundesligisten als Gast dem Renntag der Hannoverschen Volksbank beiwohnte. Über Iridas Sieg freuten sich auf der Bahn auch Besitzer Jürgen Frey und Züchterin Erika Buhmann, aus ihrem Gestüt Evershorst stammt auch Iquitos, der zweimalige Galopper des Jahres. „Sie hat das zum Schluss gut gemacht“, sagte Frey mit ordentlich Understatement über den famosen Schlussgalopp seines Pferdes.

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Panov absolviert Mammutprogramm

Einen Heimsieg feierte Bohumil Nedorosek mit Chesnee im elften Rennen des Tages. Moser blieb das i-Tüpfelchen verwehrt, er verbuchte aber außer Akua’rellas starkem Auftritt im Listenrennen zweite Plätze mit Lenotti, Newton, Karlamaria und Anno Mio. Im Sattel aller Pferde saß Bult-Jockey Panov, der mit zehn von elf Rennen (sechs zweite Plätze) ein Mammutprogramm absolvierte.