05. November 2018 / 22:18 Uhr

Enzer müssen nach Spielabbruch auf die Punkte warten

Enzer müssen nach Spielabbruch auf die Punkte warten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SWE-Ihme
Alles ruhig: Beim Kellerduell SW Enzen gegen SV Ihme-Roloven kochen die Emotionen erst in der Nachspielzeit über. © uk
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SV Ihme-Roloven kündigt Konsequenzen an / Schiedsrichter fühlt sich nach Abbruch nicht ausreichend beschützt

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Der Spielabbruch des Fußballspiels in der Bezirksliga Staffel 3 zwischen dem TuS SW Enzen und dem SV Ihme-Roloven wird wohl auch für den Gastgeber Konsequenzen haben. Wenn auch nur in Sachen Ordnerdienst, denn der Schiedsrichter fühlte sich nicht ausreichend beschützt.

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An der Ursache des Konflikts hatten die Enzer keine Anteile, außer, dass Kevin Wöbbeking beim Versuch das 3:1 zu erzielen in der Nachspielzeit im Strafraum mit Macht ausgebremst wurde. Die Nummer 23 (Wöbbeking) von Enzen sei brutal von hinten, ohne Chance auf den Ball, in die Beine getreten worden, heißt es im Bericht des Schiedsrichters Fabian Benje (Seelze). Der verhängte daraufhin einen Strafstoß und zeigte Latif Ergec die Rote Karte. Der Spieler soll dem Unparteiischen einen Schlag vor die Brust versetzt haben, woraufhin dieser nach eigener Aussage mehrere Meter nach hinten gestolpert sei.

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Der Schiedsrichter brach das Spiel ab, der Strafstoß wurde nicht mehr ausgeführt. Es folgten Beleidigungen des Spielers, die sich dann am Sporthaus fortsetzten. Da kommen wieder die Gastgeber ins Spiel, denn das Gespann vermisste Rückendeckung der Ordner. Der Abbruch habe sich auf der entgegengesetzten Seite des Vereinshauses abgespielt, Ordner seien sofort unterwegs gewesen“, erklärt der Verein auf Nachfrage. Der Spielabbruch sei seitens des Schiedsrichters erst auf Nachfrage der Spieler kommuniziert worden, was die undurchsichtige Lage nicht erleichter habe.

Dem Ihmer Co-Trainer Mario Geric ist der Vorgang sehr unangenehm. „Das wird für unseren Spieler definitiv Konsequenzen haben. Wir lassen so etwas nicht durchgehen und entschuldigen uns in aller Form“, sagte er dem Sportbuzzer. Er wisse nicht, wie das Spiel gewertet werde. „Sollte es eine Neuansetzung geben, werden wir wahrscheinlich nicht antreten. Die Enzer haben uns verdient geschlagen, und wir wollen von dieser Aktion, die nicht zu tolerieren ist, nicht auch noch profitieren.“

Der Vorfall wird vor dem Bezirkssportgericht geklärt. Bis dahin landen die Punkte nicht auf dem Konto der Enzer, die Tabellenletzter bleiben.