25. September 2020 / 15:02 Uhr

Equords Trainer mahnt: „Müssen noch eine Schippe drauflegen“

Equords Trainer mahnt: „Müssen noch eine Schippe drauflegen“

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Stephan Klemke ist erst seit dem Winter Trainer beim SV Herta Equord in der Fußball-Kreisliga.
Stephan Klemke ist erst seit dem Winter Trainer beim SV Herta Equord in der Fußball-Kreisliga.
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Aus dem Auftaktspiel gegen den TSV Eixe will der SV Herta Equord seine Lehren gezogen haben. Am Sonntag gastiert Aufsteiger VfL Woltorf bei der Herta und da wollen die Equorder den ersten Saisonsieg einfahren. Für den neuen Trainer Stephan Klemke wäre es eine Premiere.

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Auf einen Mann aus den eigenen Reihen haben in der zurückliegenden Winterpause Equords Fußball-Verantwortliche gesetzt, als sie Stephan Klemke zum Nachfolger des zurückgetretenen René Görke erkoren, der bis dato die Herta-Kreisliga-Mannschaft trainierte. Klemke, der zuvor viele Jahre Trainer der Equorder Reserve war, hat mit seinem jetzigen Team am Sonntag den Aufsteiger aus Woltorf zu Gast.

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„Die Woltorfer sind für mich ein unbeschriebenes Blatt. Doch sie sollen in ihrem ersten Punktspiel gegen Schwicheldt überzeugt haben. Deswegen denke ich, dass wir eine Schippe drauflegen müssen, um zu gewinnen“, erklärt Klemke, der mit seiner Elf in der Kreisliga-Auftaktpartie gegen Eixe ein Remis (2:2) einfuhr. „Da haben wir gut begonnen. Aber fußballerisch war das insgesamt zu wenig.“

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Nichtsdestotrotz lässt er auf die Seinen nichts kommen. „Seit ich im Amt bin, war die Trainingsbeteiligung immer gut. Die Jungs ziehen mit, auch wenn es manchmal bei Konditionsübungen weh tut – ihre Eigeninitiative ist groß“, lobt der 38-Jährige, dessen langjähriges Engagement als Trainer von Equords zweiter Herren 2019 endete.

Selbst die Stiefel geschnürt hat der gebürtige Bierbergener, der seit 1986 in Equord zu Hause ist, auch. Seine ersten Fußball-Schritte machte er bei der JSG Rosenthal/Schwicheldt, im B-Jugend-Alter folgte der Wechsel zur Herta. Bis 2017 spielte der bei der Sparkasse arbeitende Finanzfachwirt für seinen Stammverein in verschiedenen Teams. „Dann war für mich Schluss mit Fußball, weil mein Meniskus nicht mehr mitspielte. Der behandelnde Arzt sagte, ich sollte es mit dem Kicken besser sein lassen“, bedauert der Anhänger des Zweitligisten Hamburger SV. „Beim Training den Ball ablegen oder im Gammel-eck mitspielen – das lässt das Knie noch zu. Aber auch nicht immer, manchmal habe ich am folgenden Tag Probleme, die Treppe runterzusteigen.“

Freiwillig ausgestiegen ist Klemke dagegen aus der Kommunalpolitik. Vier Jahre saß er für die CDU im Hohenhamelner Gemeinderat, zuvor mischte er eine Legislaturperiode im Ortsrat Equord mit. „2016 habe ich das Mandat niedergelegt. An den Mitstreitern vor Ort hat das aber nicht gelegen, vielmehr war ich beruflich seinerzeit zu sehr eingespannt, um weiter Sitzungs- und Ausschussarbeit leisten zu können.“ Ein weiterer Grund für meinen Rücktritt war die Wirtschaftspolitik der Bundes-CDU. Was in diesem Bereich abgelaufen ist, darüber habe ich massiv geärgert“, erläutert Klemke, ohne ins Detail zu gehen.

Mehr Einfluss in Sachen Finanzen hat der Equorder hingegen bei seinem Sport-Klub, denn für die Herta ist er nicht nur als Coach, sondern außerdem auch noch als Kassenwart aktiv. Große Sprünge wird seiner Ansicht nach die Fußball-Abteilung des insgesamt 230 Mitglieder zählenden Vereins jetzt und auch zukünftig kaum unternehmen können. „Denn unsere Mittel sind begrenzt. Trotzdem haben wir immerhin zwei Herren-Mannschaften. Und schön ist, dass sich unsere Erste schon so lange in der Kreisliga hält – allein das ist ein Erfolg für uns. Mit dem jetzigen Zustand können wir gut leben“, betont Stephan Klemke, der für die PAZ den dritten Kreisliga-Spieltag tippt.

Die Kreisliga-Tipps von Stephan Klemke

TSV Wendezelle II – Bosporus Peine 4:0. „Ich rechne damit, dass für die Wendezeller einige Spieler aus der ersten Herren auflaufen.“

TSV Edemissen – TSV Hohenhameln 3:0. „Edemissen ist Favorit.“

TSV Münstedt – TSV Dungelbeck 2:2. „Dungelbeck holte zwei Auftaktsiege, aber ich sehe Münstedt stark genug zu punkten.“

Fortuna Oberg – Arminia Vechelde II 3:1. „Oberg ist einfach besser.“

SSV Stederdorf – TSV Eixe 2:1. „Die Stederdorfer schlugen zu Hause die hocheingeschätzten Broistedter. Daher können sie auch gegen Eixe gewinnen.“

TB Bortfeld – TSV Sonnenberg 1:1. „Sonnenberg ist Favorit, aber ich traue Bortfeld einen Punkt zu.“

Rot-Weiß Schwicheldt – Pfeil Broistedt 3:0. „Die Schwicheldter sind Aufstiegsanwärter, sie werden sich durchsetzen.“

Herta Equord – VfL Woltorf 3:2. „Wir werden aus den Fehlern aus unserem Spiel gegen Eixe lernen und gewinnen.“