09. August 2022 / 17:56 Uhr

Er geht "als Held": So denkt Frankfurt-Trainer Glasner über den bevorstehenden Kostic-Abgang

Er geht "als Held": So denkt Frankfurt-Trainer Glasner über den bevorstehenden Kostic-Abgang

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Trainer Oliver Glasner (eingeklinkt) hat auf einer Pressekonferenz über den Abgang von Star-Spieler Filip Kostic gesprochen.
Frankfurt-Trainer Oliver Glasner (eingeklinkt) hat auf einer Pressekonferenz über den Abgang von Star-Spieler Filip Kostic gesprochen. © IMAGO/Beautiful Sports, Jan Huebner (Montage)
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Filip Kostic steht unmittelbar vor einem Transfer zu Juventus Turin. Der Offensivspieler wird Eintracht Frankfurt bereits am Mittwoch beim Supercup-Duell mit Real Madrid fehlen. SGE-Trainer Oliver Glasner adelt den scheidenden Kostic, schließt einen kurzfristigen Systemwechsel aber aus.

Das, worauf Tausende Fans von Eintracht Frankfurt seit der magischen Nacht von Sevilla hinfiebern, war für Filip Kostic nicht mehr reizvoll. Der 29 Jahre alte Leistungsträger fehlt den Hessen an diesem Mittwochabend (21 Uhr/RTL und DAZN [Anzeige]) im europäischen Supercup-Duell mit dem großen Real Madrid auf eigenen Wunsch – sein Wechsel zu Juventus Turin scheint nur noch Formsache. Der Serbe stehe "in finalen Gesprächen mit einem neuen Klub“, hieß es von den Hessen dazu am Dienstag. "Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge", sagte SGE-Trainer Oliver Glasner am Dienstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Madrilenen.

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Der Coach führte aus: "Klar ist, dass er die Offensive sehr geprägt hat. Dass wir so einen Spieler verlieren, das ist eine Schwächung, das ist ganz klar", sagte Glasner: "Ich habe auch ein lachendes Auge, weil ich weiß, wie letztes Jahr die Saison begonnen hat, mit Streik. Wir haben dann viele Gespräche geführt. Ich habe zu ihm damals gesagt: Wenn du mal Eintracht Frankfurt verlässt, sollst du das als Held verlassen", schilderte der Eintracht-Chefcoach. Nun verlasse Kostic die Hessen "als Held". Einen kurzfristigen Systemwechsel schloss Glasner für die Partie gegen die Königlichen aus. Dies sei aber in den nächsten Wochen eine Option.

Zugleich sieht Glasner durch den bevorstehenden Kostic-Abgang auch die Möglichkeit für andere Spieler, sich für die frei gewordene Position in der Startelf zu empfehlen. "Es wird für andere Spieler ein Chance geben, vielleicht auch eine Chance, das System zu verändern", so der 47-Jährige. "Diese Chance werden wir in den nächsten Wochen und Monaten bestmöglich nutzen." Dass die Hessen bis zum Ende des Transferfensters am 31. August noch einmal neues Personal verpflichten, sei indes nicht ausgeschlossen. "Es ist durchaus möglich", so Glasner.

Auch Keeper Kevin Trapp teilte seine Enttäuschung über den Vereinswechsel seines Noch-Teamkollegen. "Filip hat mit dem Verein Geschichte geschrieben", sagte der Schlussmann mit Verweis auf den Europa-League-Triumph in der Vorsaison – den ersten Europapokal-Sieg der Eintracht seit 1980: "Er geht als Held, der eine große Rolle gespielt hat". Dennoch zeigte er sich optimistisch, dass die Frankfurter auch in der Lage seien "ohne Filip Spiele zu gewinnen", sagte Trapp weiter. "Es ist schade, aber es ist nicht so, dass es uns aus der Bahn werfen wird oder uns schockiert hat."

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