10. Januar 2022 / 12:19 Uhr

Er ist schon in der Türkei: Wolfsburgs Mehmedi vor Wechsel zu Antalyaspor

Er ist schon in der Türkei: Wolfsburgs Mehmedi vor Wechsel zu Antalyaspor

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wechsel fix: Admir Mehmedi verlässt den VfL Wolfsburg und läuft künftig für Antalyaspor auf.
Wechsel fix: Admir Mehmedi verlässt den VfL Wolfsburg und läuft künftig für Antalyaspor auf. © Roland Hermstein
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Dass Admir Mehmedi den VfL Wolfsburg im Winter verlassen darf, stand schon länger fest. Nun scheint der Schweizer einen neuen Klub gefunden zu haben: Antalyaspor in der Türkei. Ein alter Bundesliga-Bekannter ist dort Spielertrainer.

Obwohl noch zwei Plätze im Spieltagskader frei gewesen wären, saß Admir Mehmedi beim 0:1 des VfL Wolfsburg am Sonntag in Bochum nicht einmal auf Bank - ein weiteres deutliches Zeichen, dass der Schweizer beim VfL sportlich keine Rolle mehr spielt. Über einen Winterpause-Wechsel wurde schon seit Wochen spekuliert, nun scheint es konkret zu werden: Laut Sky steht Mehmedi vor einen Wechsel zu Antalyaspor in die Türkei, wo er einen alten Bundesliga-Bekannten treffen würde: Nuri Sahin, Ex-Profi von Borussia Dortmund und Werder Bremen, ist dort seit Oktober Spielertrainer. Das Team von Sahin (gab einst in Wolfsburg sein Erstliga-Debüt) liegt in der Süper Lig auf Platz 15, Mehmedi soll im Abstiegskampf helfen.

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Am ersten Bundesliga-Spieltag im August war Mehmedi (wird im März 31) immerhin noch zu einem Kurzeinsatz für die Wolfsburger gekommen - es waren wohl seine drei letzten Minuten für den VfL. Unter Trainer Mark van Bommel blieb er im Konkurrenzkampf chancenlos, für die Champions League wurde er nicht einmal nominiert. "Ein Schock", wie er damals zugab. Auch unter van-Bommel-Nachfolger Florian Kohfeldt wurde es nicht besser, beim 1:0-Sieg gegen Augsburg saß Mehmedi wenigstens noch auf der Bank, anschließend war er nicht einmal mehr im Kader, ehe ihn vor Weihnachten muskuläre Probleme zusätzlich ausbremsten.

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Nach SPORTBUZZER-Informationen befindet sich der Offensiv-Mann (Vertrag läuft im Sommer aus) bereits in der Türkei, klärt dort die Details eines Eineinhalb-Jahres-Vertrags. Im Januar 2018 war er für rund 8 Millionen Euro Ablöse aus Leverkusen nach Wolfsburg gekommen, vorher spielte er für den SC Freiburg, Dynamo Kiew und den FC Zürich. Für seine drei Bundesliga-Klubs absolvierte Mehmedi 193 Spiele (32 Tore), aus der Nationalmannschaft der Schweiz trat er im Anschluss an die Europameisterschaft im vergangenen Sommer nach 76 Einsätzen zurück.

Mehmedi ist nicht der einzige Winterwechsel-Kandidat des VfL, auch Marvin Stefaniak und Daniel Ginczek (Verträge laufen ebenfalls im Sommers aus) dürfen gehen, wenn sich ein Abnehmer findet. Ginczek war zuletzt nach einer Infektion im familiären Umfeld in Corona-Quarantäne, am Montag stand er wieder auf dem Trainingsplatz.