13. Januar 2022 / 22:09 Uhr

Er pfiff zweimal zu früh ab: Afrika-Cup-Schiedsrichter ins Krankenhaus eingeliefert

Er pfiff zweimal zu früh ab: Afrika-Cup-Schiedsrichter ins Krankenhaus eingeliefert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Janny Sikazwe fiel am Mittwoch beim Afrika-Cup wegen zwei falschen Pfiffen auf.
Janny Sikazwe fiel am Mittwoch beim Afrika-Cup wegen zwei falschen Pfiffen auf. © IMAGO/ZUMA Wire (Archiv)
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Seine Pfiffe gingen um die Welt: Schiedsrichter Janny Sikazwe sorgte am Mittwoch beim Afrika-Cup für Wirbel, als er das Spiel zwischen Tunesien und Mali gleich zweimal zu früh abpfiff. Schiedsrichter-Verbandschef Essam Abdel-Fatah hat nun erklärt, dass Sikazwe kurz nach dem Spiel ins Krankenhaus eingeliefert worden ist.

Der Afrika-Cup setzt bisher noch keine spielerischen Glanzlichter, hat aber schon eine Kuriosität fabriziert. Schiedsrichter Janny Sikazwe sorgte am Mittwoch mit gleich zwei falschen Pfiffen bei der Partie zwischen Tunesien und Mali (0:1) für ein globales Medienecho. Der Referee beendete das Match nämlich gleich zweimal. Zunächst nach erst 85 gespielten Minuten. Nachdem die Spieler ihn davon überzeugen konnten, dass er einen Fehler gemacht habe, pfiff er schließlich 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit endgültig ab – und damit wieder zu früh. Nun wird klar: Die Schiedsrichter-Panne hat offenbar einen ernsten Hintergrund: Sikazwe hatte während des Spiels offenbar gesundheitliche Probleme.

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Schiedsrichter-Verbandschef Essam Abdel-Fatah erklärte das Verhalten seines Referees gegenüber dem ägyptischen TV-Sender MBC Egypt, dass Sikazwe während des Spiels einen Hitzschlag erlitten habe. Zudem sei er bei Temperaturen von 34 Grad und 65 Prozent Luftfeuchtigkeit im kamerunischen Limbe "stark dehydriert" gewesen. "Das hat dazu geführt, dass er den Fokus verloren hat", sagte Abdel-Fatah. Der Schiedsrichter sei nach dem endgültigen Abpfiff ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Nach der Partie gab es großen Ärger: Tunesiens Trainer Mondher Kebaier rannte auf Schiedsrichter Sikazwe zu und forderte ihn auf, das Spiel nochmals fortzusetzen, jedoch vergeblich. Kebaier wütete gegenüber Pressevertretern: "Er pfeift in der 85. Minute ab, in der 89. noch mal. Es hätte sieben bis acht Minuten Nachspielzeit geben müssen. Seine Entscheidung ist unerklärlich." Oder vielleicht eben doch ...