01. September 2019 / 19:44 Uhr

Erfolgreiche WM-Starter beim Kanalsprint der Kanuten gefeiert

Erfolgreiche WM-Starter beim Kanalsprint der Kanuten gefeiert

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
15.Potsdamer Kanalsprint am 01.09.2019    Foto:Bernd Gartenschläger
15.Potsdamer Kanalsprint am 01.09.2019 Foto:Bernd Gartenschläger © Bernd Gartenschläger
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Kanurennsport: Bereits zum 15. Mal fand am Sonntagnachmittag der Kanalsprint der Kanuten in der Potsdamer Yorckstraße statt. Die erfolgreichen WM-Starter standen im Mittelpunkt.

Gerade noch hatten sie sich bei den Deutschen Meisterschaften auf dem Beetzsee in Brandenburg/Havel gemeinsam die Titel im Canadier-Zweier über 500 und 1000 Meter gesichert. Am Sonntag standen sich die Olympiasieger Jan Vandrey und Sebastian Brendel im Finale des 15. Kanalsprints ihres KC Potsdam gegenüber. Am Ende siegte Vandrey, der sich schon bei der DM Anfang August auf der Spree als Meister im Sprint entpuppte.

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Eigentlich beanspruchte diese Titulierung bisher Serienmeister Stefan Kiraj für sich. Doch der Indianerbootfahrer hat eine schwierige Saison hinter sich. Im Winter war er im Skilanglauflager in St. Moritz/Schweiz in Skischuhen auf der Treppe ausgerutscht. „Ich musste noch mal zurück, weil ich meine Uhr vergessen hatte. Dann ist es passiert“, berichtet Kiraj. Die rechte Schulter war in Mitleidenschaft gezogen. Erst schien alles konservativ reparabel, dann musste er Ende Mai doch unters Messer. Danach folgte die Reha und in dieser Woche meldete er sich mit Platz zwei bei der DM in Brandenburg über 200 Meter zurück.

Stefan Kiraj wird unfreiwillig zum Bademeister

Allerdings ereilte den 30 Jahre alten Polizeiobermeister am Sonntag im Halbfinale wieder ein Missgeschick, als er mit dem Stechpaddel am Start wohl auf den Startschuh schlug und es ihn mit dem ersten Paddelschlag prompt unfreiwillig ins Wasser katapultierte. „Diesmal hat meine linke Schulter leider was abbekommen“, gab „Bademeister“ Kiraj zähneknirschend zu Protokoll.

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Auch im Kajak-Einer gab es ein Potsdamer Finale. Ronald Rauhe setzte sich gegen Max Lemke durch, beide hatten in der Vorwoche WM-Gold im Vierer über 500 Meter gewonnen. Während im K1 der Frauen Tina Dietze (Leipzig) triumphierte, war im C1 der Frauen Lisa Jahn (Berlin) Siegerin vor Annika Loske (Potsdam).

Besonders gefeiert vom Publikum, das den Stadtkanal in der Yorckstraße dicht säumte, wurden die 13 WM-Teilnehmer des KC Potsdam, die mit viermal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze von der WM zurückgekehrt waren. Während ein Teil nun in den wohlverdienten Urlaub geht, reisen Brendel, Rauhe und Lemke am 9. September noch zu den vorolympischen Testwettkämpfen nach Tokio. „Das ist wichtig für uns, um sich mit den Gegebenheiten der Olympiastrecke bekannt zu machen. Da muss man schauen, wie ist das Wasser, wie der Wind, gibt es Wellen“, sagte Brendel. „Im Oktober geht dann schon die Vorbereitung auf die Olympia-Saison 2020 los.“ Dann will der diesjährige WM-Vierte gern nach 2012 und 2016 sein drittes Olympia-Gold in Folge im C1 über 1000 Meter holen.

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