05. Dezember 2020 / 13:42 Uhr

Erfolgreicher Mädchen-Trainer und zuverlässiger Platzwart in Falkensee

Erfolgreicher Mädchen-Trainer und zuverlässiger Platzwart in Falkensee

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Die in der Landesliga sehr erfolgreichen C-Juniorinnen vom SV Falkensee-Finkenkrug mit ihrem Trainer Walter Schulz (r.).
Die in der Landesliga sehr erfolgreichen C-Juniorinnen vom SV Falkensee-Finkenkrug mit ihrem Trainer Walter Schulz (r.). © Verein
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Treue Seele: Der 69-jährige Walter Schulz kam vor sechs Jahren aus Bernau zum SV Falkensee-Finkenkrug

Fußballspieler und -trainer Walter Schulz kam erst recht spät zum SV Falkensee-Finkenkrug, was ihn aber nicht davon abhielt, sich in dem Verein wohl zu fühlen und für ihn zu engagieren. „Aus familiären Gründen bin ich im Jahr 2010 nach Falkensee gezogen. Vier Jahre später wurde ich dann Rentner und hatte wieder mehr Zeit für den Sport. Wenn, dann will ich etwas richtig machen, und nicht mehrmals in der Woche aus beruflichen Gründen nicht können“, sagte der 69-Jährige, der beruflich als Installateur gearbeitet hatte.

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Walter Schulz schloss sich den Oldiekickern der Ü60 von FF an, weil er selbst noch etwas Fußball spielen wollte und wurde sehr gut aufgenommen. „Dort habe ich ein Vereinsleben vorgefunden, wie ich es schon von früher kannte und was mir sehr gefällt. Die Mitspieler der Altherrenmannschaft sind alle sehr aktiv, was die Instandhaltung des Sportplatzes Leistikowstraße und alle möglichen anfallenden Arbeiten dort angeht und da habe ich natürlich von Anfang an mitgemacht“, erzählte Walter Schulz.

Als Spieler und Trainer in Wandlitz aktiv

Zuvor hatte der gebürtige Mecklenburger viele Jahre in Bernau gelebt. Fußball gespielt hat er aber im Nachbarort Wandlitz, „weil es in ganz Bernau zu meinen aktiven Zeiten nur einen einzigen schwarzen Schlackeplatz gegeben hat – am Wasserturm, wo heute der Brandenburgligist Einheit Bernau seine Heimspiele austrägt – und ich darauf aber nicht spielen wollte“, so Walter Schulz. So kickte er zunächst bei Einheit Wandlitz, das später in Eintracht Wandlitz umbenannt wurde. „Dort bin ich dann auch Trainer gewesen. Ab der Saison 1991/92 war ich für sechs Jahre für die erste Männermannschaft verantwortlich. Danach habe ich ein Jahr Pause gemacht. Und dann habe ich dort auch noch zwei Jahre die auf dem Großfeld spielende Frauenmannschaft trainiert“, erläutert Walter Schulz.

Damit war mehr oder weniger vorgezeichnet, dass er nach seinem Einstieg beim SV Falkensee-Finkenkrug auch wieder als Trainer tätig sein würde. „Ich habe zunächst die Jungs der F-Junioren übernommen, die ich bis zu den D-Junioren geführt habe. Dann habe ich mit ihnen aufgehört und bin zu den Mädels gewechselt, wo ich heute noch bin“, erzählte Walter Schulz.

Als Coach von den Jungs zu den Mädchen gewechselt

Inzwischen ist er das zweite Jahr für die C-Juniorinnen des Vereins verantwortlich – und das sehr erfolgreich. In der vorigen wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Saison ist die FF-Mannschaft in der Landesliga als einzige Vertretung ohne Niederlage geblieben und kam mit 77:5 Toren und 26 Punkten mit vier Zählern Vorsprung vor den Verfolgern Turbine Potsdam II und Brandenburger SC Süd 05 auf den ersten Platz. Die Arbeit mit den Mädels macht ihm großen Spaß. „Die Mädchen sind beim Training und den Spielen mit großem Elan bei der Sache. Sie sind sehr lernbegierig und aufnahmebereit für alle möglichen Dinge“, äußert sich der Trainer sehr lobend über seine Schützlinge. Auch in der zweiten Saison stehen die Falkenseer C-Juniorinnen schon wieder mit ganz vorn in der Tabelle (siehe Artikel rechts). Sehr positiv äußerte sich Walter Schulz über die Unterstützung durch die Eltern. „Das muss unbedingt in den Artikel. Denn die Fahrtwege in der Landesliga sind sehr weit und es wäre schwierig, wenn sie mal nicht so oft fahren könnten. Aber sie machen da sehr gut mit, es gibt keine Probleme. Ein Vater hat sogar einmal, als seine eigene Tochter wegen Krankheit nicht konnte, eine andere Spielerin ziemlich weit zu einem Spiel gefahren“, erzählte der Trainer.

Trotzdem will Walter Schulz, der am Silvestertag seinen 70. Geburtstag feiert – die große Feier ist auf das nächste Jahr verschoben – nach der Saison als Trainer zurückziehen. „Gegenwärtig bin ich dabei, mit meinem Co-Trainer Justin Schneider einen jungen Mann als Nachfolger heran zu führen. Er ist dabei sehr engagiert und macht das gut. Ich bin sowieso der Meinung, dass sehr viel mehr junge Leute für solche Sachen begeistert werden müssen“, meint Walter Schulz.


Fast täglich auf dem Sportplatz Leistikowstraße tätig

Weiterhin tätig wird er aber als Platzwart auf der Sportanlage an der Leistikowstraße sein, wozu ihn der Verein vor fünf Jahren überreden konnte. „Ich mache das gern, denn ich habe kein Grundstück“, so Walter Schulz, der derzeit fast täglich zusammen mit seiner Frau auf dem Sportplatz nach dem Rechten schaut. Zuletzt hatten sie vor allem viel mit der Laubbeseitigung zu tun. In den nächsten Tagen wird die Anlage dann auch winterfest sein und dann wartet auch Walter Schulz wie so viele Falkenseer mit Spannung darauf, wann wieder Fußballspiele möglich sein werden.