04. Mai 2021 / 18:31 Uhr

Erfolgreichste Saison seit 21 Jahren: Ehrungen für Leipziger Schwimmer

Erfolgreichste Saison seit 21 Jahren: Ehrungen für Leipziger Schwimmer

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
Marie Pietruschka erhielt in Neckarsulm ihre Danksagungen digital über Skype - freute sich aber nicht minder über die Geste des SSG Leipzig.
Marie Pietruschka erhielt in Neckarsulm ihre Danksagungen digital über Skype - freute sich aber nicht minder über die Geste des SSG Leipzig. © Jo Kleindl
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Dank und eine schöne Geste an die Leipziger Schwimmerinnen und Schwimmer: Die für Olympia und EM qualifizierten Asse wurden vom SSG-Vorstand mit einem Blumengruß überrascht.

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Leipzig. Am größten war die Überraschung im gut 400 Kilometer entfernten Neckarsulm. In der dortigen Schwimmhalle zieht eine junge Leipzigerin seit Herbst ihre Bahnen – Ende April erfüllte sie sich in Berlin mit dem Olympiaticket ihren größten sportlichen Traum. Am Samstag stieg Marie Pietruschka nichts ahnend aus dem Becken – und war wenig später zu Tränen gerührt. Denn der Vorstand ihrer Leipziger Schwimmstartgemeinschaft hatte der 25-Jährigen einen Blumengruß nach Baden-Württemberg geschickt und gratulierte der angehenden Psychologin via Skype zu ihren jüngsten Bestzeiten sowie der beiden Tokio-Staffelplätze über 4x100 und 4x200 m Freistil.

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Wenige Minuten später wiederholte sich die Szene live und in Farbe vor der Leipziger Uni-Schwimmhalle. „Danke für die Wertschätzung. In diesen Tagen und Wochen der Pandemie fallen ja leider alle Bälle und Empfänge aus“, sagte Trainer Frank Embacher, der sich ebenso wie seine Assistentin Katrin Seitz sowie die qualifizierten Schwimmer David Thomasberger (Olympia), Marek Ulrich (EM), Timo Sorgius (Junioren-EM) sowie Universiade-Kandidat Yannis Willim über den schönen Blumenstrauß sowie die anerkennenden und motivierenden Worte freute. Alle zeigten sich zugleich happy, dass Marie Pietruschka trotz des neuen Trainingsort der SSG treu geblieben ist.

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„Wir erleben für Leipzig gerade die erfolgreichste Schwimm-Saison seit 21 Jahren“, sagte der SSG-Vorsitzende Thomas Schneiderheinze, der zwar vollstes Vertrauen in die Motivation und den Kampfgeist seiner Schwimmerinnen und Schwimmer hatte, aber mit diesen deutlichen Steigerungen sowie zahlreichen Normen nicht gerechnet hatte: „Es war eine gewisse Verunsicherung zu spüren. Das Höhentraining musste wegen Corona ausfallen, ebenso der Start in Stockholm. Lange Zeit wusste keiner, ob alle drei Quali-Wettkämpfe stattfinden können. Für eine Leistung auf dem Niveau muss vieles passen, das ist eine sehr sensible Angelegenheit.“

Als Erster des Top-Quartetts darf Marek Ulrich nun auch international seine Klasse zeigen – er ist Mitte Mai im EM-Becken von Budapest über 50 und 100 m Rücken gefordert. „Das wird in der Kürze der Zeit nicht einfach, die letzten Wochen haben physisch und mental viel Kraft gekostet“, sagte der 24-Jährige, der vielleicht doch noch auf den Tokio-Flieger aufspringen kann. Die Bundestrainer haben dem gebürtigen Dessauer versichert, ein Wort für ihn einzulegen. Der DOSB entscheidet genau während der EM-Woche über das olympische Schwimm-Team.