02. Februar 2021 / 18:52 Uhr

Erfurt Indoor der Leichtathleten: Farken macht das Tempo, Reuther fehlen ein paar Körner zum Rekord

Erfurt Indoor der Leichtathleten: Farken macht das Tempo, Reuther fehlen ein paar Körner zum Rekord

Frank Schober
Leipziger Volkszeitung
leichtathletik
Marc Reuther (l.) und Robert Farken beim Leichtathletik-Meeting Erfurt Indoor. © Sascha Fromm
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Am Dienstag waren die Trainingspartner Robert Farken und Marc Reuther beim Leichtathletik-Meeting Erfurt Indoor wieder vereint. Für eine neue Bestzeit hatte es aber nicht gereicht. Am Ende war der Hesse knapp eine Sekunde langsamer als bei seinem Lauf vor zwölf Monaten.

Erfurt/Leipzig. Im Trainingslager in Dubai war Marc Reuther auf sich allein gestellt und nutzte den Fahrrad fahrenden Trainer als Pacemaker. Beim Leichtathletik-Meeting Erfurt Indoor war das in Leipzig trainierende 800-Meter-Ass am Dienstag aber wieder mit Trainingspartner Robert Farken vom SC DHfK vereint. Der musste Anfang Januar eine Corona-Infektion auskurieren und machte nun in Thüringen 550 Meter lang das Tempo für seinen Kumpel. Am Ende fehlten Reuther beim Hallen-Auftakt auf der letzten Runde ein paar Körner, in 1:46,21 Minuten war der Hesse knapp eine Sekunde langsamer als bei seinem famosen Lauf vor zwölf Monaten in gleicher Halle.

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Frauen verpassten Norm

„Mit unserem Traumziel Deutscher Rekord hat es heute leider noch nicht geklappt. Wenn man es unbedingt will und alle drauf gucken, stimmt manchmal die Tagesform nicht ganz. Aber ich bin mir sicher, dass Marc es drauf hat“, sagte Robert Farken, der in 25,26 Sekunden über 200 und 51,15 Sekunden über 400 Meter ein ordentliches Tempo vorlegte. „Ich denke, dass ich meinen Job gut gemacht habe“, meinte der Leipziger. Trainer Thomas Dreißigacker ergänzte: „Sicher hätten wir auch etwas passiver anlaufen können. Aber man muss auch mal etwas riskieren. Marc wird sein Können in den nächsten Rennen noch abrufen.“ Ob sich Farken selbst noch in die Hallensaison reinkniet oder lieber auf den (olympischen) Sommer konzentriert, soll heute entschieden werden. Immerhin drei deutsche Männer knackten gestern die Hallen-EM-Norm über 800 Meter.

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Die Frauen verpassten auf dieser Strecke trotz deutscher Jahresbestleistung die Norm für die Hallen-EM im polnischen Torun. Keine Chance hatte Hindernisspezialistin Gesa Krause, die auf dem Weg nach Tokio ihre Schnelligkeit auf der Unterdistanz verbessern wollte – und mit 2:06 eine persönliche Bestmarke aufstellte.

Wie gewohnt knapp ging es über 60 Meter der Männer zu, wo Michael Pohl aus Wetzlar in 6,65 Sekunden den Lokalmatador und mehrfachen deutschen Meister Julian Reus um drei Hundertstel distanzierte. Olympia-Staffelkandidat Roy Schmidt (SC DHfK) lief als Fünfter zwei Mal 6,75 s und meinte: „Ich fühle mich gut, eine 6,68 ist drin – aber ich treffe zur Zeit den Start nicht.“ Klubkollege und 200-m-Spezialist Felix Straub war im B-Finale eine Hundertstel schneller, sieht aber auch noch Luft nach oben.