29. April 2021 / 20:00 Uhr

Erinnerungen an ein Interview mit RB Leipzigs neuem Trainer: Nahbar, schlagfertig, gut gelaunt

Erinnerungen an ein Interview mit RB Leipzigs neuem Trainer: Nahbar, schlagfertig, gut gelaunt

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Stephanie Riedel lernte Jesse Marsch aufgrund der Pandemie dann doch nur am Telefon kennen.
Stephanie Riedel lernte Jesse Marsch aufgrund der Pandemie dann doch nur am Telefon kennen. © dpa / Privat
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SPORTBUZZER-Reporterin Stephanie Riedel erinnert sich an ein Interview, das sie 2020 mit dem neuen RB-Coach führte. Dass es Jesse Marsch so schnell wieder zu RB Leipzig führen würde, konnte damals höchstens erahnt werden.

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Leipzig. Winterurlaub in Salzburg: Das lässt sich doch prima mit einem Interview bei RB Salzburg verbinden. Vor einem Jahr hatte der SPORTBUZZER einen Termin mit RB-Trainer Jesse Marsch arrangiert. Das im Salzburger Trainingszentrum geplante Gespräch musste wegen der sich verschärfenden Pandemie am Telefon geführt werden. Wir wollten wissen, wie der Amerikaner in Österreich zurechtkommt und welche Ziele er beim österreichischen Meister verfolgt. Damals natürlich nicht ahnend, dass der 47-Jährige 13 Monate später an die Pleiße zurückkehren wird.

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Das Team am Cottaweg kennt Jesse Marsch. Ralf Rangnick holte ihn 2018 aus New York nach Sachsen, wo Marsch ein Jahr lang im Trainerstab bei RB Leipzig arbeitete. Die Fans und Journalisten können sich auf einen sympathischen und nahbaren Trainer freuen. Denn der Coach ist zu allerlei Scherzen aufgelegt, kommt gut gelaunt und schlagfertig daher. Und Herr Marsch lacht viel.

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Er habe von Ralf Rangnick viel gelernt, sagte er am Telefon. „Es war eine super Vorbereitung auf den Cheftrainerposten bei Red Bull Salzburg.“ Die zahlte sich aus, denn der Trainer des Schwestenclubs besiegelte mit seinem Team den siebten Meistertitel in Folge und qualifizierte sich für die Gruppenphase der Champions League. Seine Truppe lief als Gruppendritter nun nicht mehr in der Königsklasse, sondern weiter in der Europa League auf. Im Sechzehntelfinale endete die europäische Reise. Aktuell hat der 47-Jährige mit seinem Team noch fünf Partien vor der Brust, darunter das Pokalfinale gegen den Linzer ASK am Wochenende. Zwei Titel sind möglich.

So empfahl sich Salzburgs Trainer für RB Leipzig. Marsch dürfte sich freuen. Die Rückkehr in die Messestadt reizte ihn sportlich bereits vor einem Jahr – daraus machte er kein Geheimnis. Aber auch persönliches Wohlfühlen ist ihm wichtig. „Leipzig ist eine tolle Stadt. Wir haben noch viele gute Freunde in Leipzig, mit denen wir in gutem Kontakt stehen.“ Mit denen kann sich Familie Marsch nun auch wieder treffen – zum Schlemmen von Leipziger Allerlei. Wiener Schnitzel dürfte nunmehr seltener auf der Speisekarte stehen.