08. Dezember 2020 / 15:34 Uhr

Erleichterung beim Chemnitzer FC: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Erleichterung beim Chemnitzer FC: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das «Stadion an der Gellertstraße», Heimspielstätte des Chemnitzer FC (CfC). Der Spielbetrieb ist aufgrund der Corona-Pandemie in der 3. Liga bis Ende April ausgesetzt.
Der Chemnitzer FC muss nur noch das Geld an die Gläubiger überweisen und dann ist der Club die Schulden los. © dpa-Zentralbild
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Der Chemnitzer FC kann aufatmen. Die große Mehrheit der Gläubiger hat dem im Oktober beim Amtsgericht eingereichten Insolvenzplan zugestimmt. Wenn alles nach Plan verläuft, dann gilt der CFC nach der Auszahlung des Geldes als schuldenfrei.

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Chemnitz. Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC hat den entscheidenden Schritt zur finanziellen Gesundung gemacht. Die Gläubigerversammlung stimmte am Dienstag bei einem Termin am Amtsgericht Chemnitz dem vom Verein vorgelegten Insolvenzplan mit großer Mehrheit zu. Kommt es innerhalb der nächsten 14 Tage zu keinen Einsprüchen, kann durch das Gericht die Planbestätigung erfolgen. Nach der Auszahlung des Geldes an die Gläubiger gilt der CFC als schuldenfrei, das Insolvenzverfahren kann somit im ersten Quartal 2021 aufgehoben werden.

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„Es fühlt sich unglaublich erleichternd an“, sagte die CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster nach der Gläubigerversammlung. „Die Entscheidung gibt uns Kraft für die Zukunft. Wir haben jetzt eine große Verantwortung, diesen Weg weiterzugehen.“

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Der Chemnitzer FC hatte am 10. April 2018 wegen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Nach der Trennung vom Insolvenzverwalter Klaus Siemon und dem Abstieg der Profimannschaft aus der 3. Liga drohte dem Club im Sommer das Ende. Bei einer Spendenaktion wurden 450.000 Euro gesammelt, um einen eigenen Insolvenzplan aufzustellen. Dieser wurde im Oktober beim Amtsgericht eingereicht und beinhaltete eine Gläubigerbefriedigungsquote von fünf Prozent.

Sebastian Wutzler, dpa