27. November 2020 / 14:50 Uhr

Erleichterung in der Abwehr: RB Leipzigs Halstenberg trainiert wieder

Erleichterung in der Abwehr: RB Leipzigs Halstenberg trainiert wieder

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - OCTOBER 03: Marcel Halstenberg of Leipzig runs with the ball during the Bundesliga match between RB Leipzig and FC Schalke 04 at Red Bull Arena on October 03, 2020 in Leipzig, Germany. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
Ein Kandidat gegen Arminia Bielefeld: RB Leipzigs Marcel Halstenberg kann nach längerem Ausfall wieder mit der Mannschaft trainieren und wird im Heimspiel gegen die Arminen wahrscheinlich antreten. © Alexander Hassenstein/Getty Images
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RB Leipzigs nächster Gegner in der Bundesliga heißt Arminia Bielefeld. Am Samstag (15.30 Uhr) erwarten die Roten Bullen die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus in der Red-Bull-Arena. Beim ersten Heimspiel nach der Länderspielpause steht nur ein Sieg zur Diskussion.

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Leipzig. Ein bisschen kann RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann in Sachen Personal aufatmen. Denn Marcel Halstenberg soll am Freitag wieder ins Training einsteigen. Er habe die letzten Tage genutzt, um sich zu erholen und sein Reha-Programm weiterzuführen. „Stand jetzt hat er keine Beschwerden mehr“, meldete Nagelsmann. „Er wird auch ein Kandidat gegen Bielefeld sein, weil wir gerade in Defensivpostionen nicht allzu viele Spieler haben und die Belastung steuern müssen.“ Insbesondere im Hinblick auf das, was in der Bundesliga und in der Champions League nach der Partie gegen die Arminia am Samstag (Anpfiff 15 Uhr) folgen wird.

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Fortschritte bei Klostermann

Positive Neuigkeiten gibt es auch von Hee-chan Hwang, der voraussichtlich am 2. Dezember aus der Quarantäne entlassen wird. „Wenn der CT-Wert die entsprechende Marke erreicht hat, wonach es derzeit aussieht, kann er dann zurückkehren.“ Der Südkoreaner war nach den Länderspielen mit seiner Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet worden und musste sich in Quarantäne begeben.

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Mindestens zuversichtlich stimmen den Trainer die Heilungsfortschritte von Lukas Klostermann. „Es sieht gut aus, besser als erwartet. Er hat schon wieder gute Bewegungen auf dem Platz und wird – wenn alles normal läuft – noch vor Weihnachten ins Mannschaftstraining zurückkehren.“ Dieses Jahr werde er aber natürlich kein Spiel mehr bestreiten.

Das war es dann aber auch schon mit den guten Neuigkeiten aus dem Lazarett. Denn bei Konrad Laimer sei nach wie vor keine großartige Verbesserung des Schmerzbildes zu vermerken. Demnach gebe es auch keine Prognose über seinen möglichen Wiedereinstieg. Auch der Ausfall von Benjamin Henrichs verursacht Sorgenfalten. "Die Patellasehne bereitet ihm weiterhin Schmerzen. Deshalb nehmen wir ihn auf unbestimmte Zeit aus dem Training", so Nagelsmann. „Wir werden den Heilungsverlauf abwarten. Die Schmerzen lassen kein richtiges Spielen zu, entsprechend auch keine Performance an seiner Leistungsgrenze.“ Da helfe nur Ruhe. Auch ein reduziertes Training ergebe keinen Sinn, denn auch da würde die Sehne immer wieder belastet werden.

Laufstärkste Mannschaft der Liga

Ausfälle hin oder her, der Spielplan ist unbarmherzig. Gegen Arminia Bielefeld tritt RB Leipzig nach der Länderspielpause erstmals wieder auf eigenem Rasen an. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus gastiert am Samstag (15.30 Uhr) in der Red-Bull-Arena. Auch wenn Nagelsmann natürlich auf einen Sieg gegen die „Fahrstuhlmannschaft“ setzt, weiß er genau, was auf ihn und sein Team zukommt.

„Sie sind aktuell die laufstärkste Mannschaft in der Liga mit durchschnittlich 120,4 gelaufenen Kilometern. Das ist extrem fleißig. Außerdem sind sie die Truppe, mit der tiefsten Kette“, analysiert er die Arminen. Zum Vergleich: RB Leipzig ist die Mannschaft mit der höchsten Kette. In den vergangenen Partien haben die Roten Bullen gegen Mannschaften gespielt, die tief stehen. „Das lief mal besser, mal schlechter. Aber grundsätzlich sind wir daran gewöhnt, dass unsere Gegner tiefer verteidigen.“

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Ein Sieg, ein Unentschieden und sechs Niederlagen verbucht Bielefeld bisher in der Bundesliga, steht mit vier Punkten auf dem 16. Tabellenplatz. Dennoch: „Sie haben versucht den offensiven Ballbesitzansatz aus der zweiten Liga, wo sie mit etwas Abstand die gefährlichste Offensivmannschaft waren, zu übernehmen“, analysiert Nagelsmann den kommenden Gegner. Zu Beginn der Saison habe das gut funktioniert. Mittlerweile seien sie ein Team, „das extrem viele lange Bälle spielt, statistisch gesehen die meisten. Das machen sie nicht planlos. Dahinter steckt schon eine Idee.“

Die Defensivstrukur der Arminen bewertet er als stabil, denn: „Auch wenn sie mal ein paar mehr Gegentore kassieren – ihre Abwehr ist sehr kompakt, sehr eng, man hat nicht allzu viele Räume.“ Dennoch habe Nagelsmann mit seinen Schützlingen eine Idee entwickelt, um dem Gegner sowohl defensiv, als auch offensiv wehtun zu können. „Ich gehe auch davon aus, dass das ganz gut funktioniert und hoffe, dass sie ihre Offensivstärke nicht unbedingt in diesem Spiel wiederfinden.“