17. Januar 2022 / 11:35 Uhr

Marco Rose über Debatte um BVB-Star Erling Haaland: "Das ist das für mich Entscheidende"

Marco Rose über Debatte um BVB-Star Erling Haaland: "Das ist das für mich Entscheidende"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BVB-Trainer Marco Rose (r.) verfolgt die Debatten um die Zukunft von Erling Haaland gelassen.
BVB-Trainer Marco Rose (r.) verfolgt die Debatten um die Zukunft von Erling Haaland gelassen. © IMAGO/Kirchner-Media (Montage)
Anzeige

Nach Angaben von Trainer Marco Rose hat die Debatte um die Zukunft von Superstar Erling Haaland keinerlei Auswirkungen auf die tägliche Arbeit. Er tausche sich mit dem Norweger über sportliche Dinge aus – und: Haaland sei dabei voll auf seine Aufgabe fokussiert.

Marco Rose verfolgt die jüngsten Entwicklungen im Poker um die Zukunft von Superstar Erling Haaland mit großer Gelassenheit. "Dass das Thema so groß gemacht wird, hat vor allen gingen etwas mit der medialen Berichterstattung zu tun. Für uns ist es kein großes Thema", sagte der Trainer von Borussia Dortmund auf der Pressekonferenz vor dem Achtelfinale des DFB-Pokals am Dienstagabend bei Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli: "Ich habe gestern mit Erling gesprochen - aber viel über Fußball. Über das, was kommt. Über das, was war. Das ist das Einzige, was mich interessiert."

Anzeige

Rose weiter: "Das ist eine Situation, die für uns nicht neu ist. Es wird ständig spekuliert und erzählt. Dementsprechend bin ich tiefenentspannt, es löst nichts in mir aus. Ich erlebe und sehe Erling jeden Tag. Er freut sich auf das Pokalspiel und die nächsten Aufgaben. Das ist das Entscheidende für mich als Trainer."

Haaland, der den Verein dank einer Ausstiegsklausel im kommenden Sommer verlassen kann, hatte den BVB-Bossen unmittelbar nach dem 5:1 am Freitagabend gegen den SC Freiburg vorgeworfen, ihn bei der Entscheidungsprozess unter Druck zu setzen. "In den vergangenen sechs Monaten habe ich entschieden, nichts zu sagen - aus Respekt vor Dortmund. Aber jetzt hat der Klub angefangen, mich zu einer Entscheidung zu drängen" sagte er dem norwegischen TV-Sender Viaplay Fotball: "Aber alles, was ich will, ist Fußball spielen. Aber sie machen mir Druck, dass ich jetzt eine Entscheidung über meine Zukunft treffen soll. Deswegen muss ich bald eine Entscheidung fällen."

Das mediale Echo auf diese Vorwürfe war groß. Auch der BVB regierte. Am Sonntag wies Lizenzspielerchef Sebastian Kehl die Aussagen des Norwegers zurück und erklärte das Dilemma des Klubs. "Erling ist eine extreme Persönlichkeit in diesem Verein geworden. Weil er so wichtig für uns geworden ist, muss für uns ab einem gewissen Punkt eine Planungssicherheit herrschen", sagte Kehl am Sonntag im "Doppelpass" von Sport1. Dies werde man mit Haaland-Berater Mino Raiola "besprechen müssen".

Man müsse bei "so einem wichtigen Spieler im Kader" wissen, ob er bleiben oder gehen werde. "Wie soll ich denn bitte meine Kaderplanung vorantreiben und wie sollen wir uns darüber Gedanken machen, wie wir Erling Haaland ersetzen könnten, wenn wir nicht ab einem gewissen Zeitpunkt eine Tendenz mitbekommen", sagte der frühere Nationalspieler. Es gebe "keine Deadline" und "kein Ultimatum". Man habe "sicher noch den einen oder anderen Tag Zeit" und setze den Spieler keinesfalls unter Druck.