17. Januar 2022 / 07:17 Uhr

"Reisende soll man nicht aufhalten": Warum BVB-Legende Kohler mit einem Haaland-Abschied rechnet

"Reisende soll man nicht aufhalten": Warum BVB-Legende Kohler mit einem Haaland-Abschied rechnet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jürgen Kohler geht von einem Abgang des BVB-Superstars Erling Haaland aus und hofft, dass die Dortmunder schnell Planungssicherheit erhalten.
Jürgen Kohler geht von einem Abgang des BVB-Superstars Erling Haaland aus und hofft, dass die Dortmunder schnell Planungssicherheit erhalten. © Getty Images
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Der Wirbel um die "Druck"-Vorwürfe von BVB-Superstar Erling Haaland hält an. Mit Jürgen Kohler schaltet sich nun eine BVB-Legende in die Debatte ein. Er hofft auf eine schnelle Haaland-Entscheidung, damit Borussia Dortmund möglichst früh Planungssicherheit besitzt.

Quo vadis, Erling Haaland? Mit seinen Vorwürfen an die BVB-Bosse in einem Interview im norwegischen Fernsehen sorgte der Stürmer-Star für das Aufreger-Thema des Wochenendes. Haaland, der den Verein dank einer Ausstiegsklausel im kommenden Sommer verlassen kann, fühlt sich nach eigenen Angaben unter Druck gesetzt, möglichst schnell eine Entscheidung über seine Zukunft zu treffen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zeigte in einer ersten Reaktion Unverständnis: "Es gibt aktuell weder Gespräche noch Termine, daher kann ich das nicht nachvollziehen", berichtete Watzke. Aussagen, die BVB-Legende Jürgen Kohler in seiner Kolumne für den Kicker zu einem Schluss kommen lassen: Haaland verlässt den BVB. Und damit hätte der Weltmeister von 1990 kein Problem.

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"Nach diesen Aussagen und der Reaktion von Hans-Joachim Watzke rechne ich damit, dass der Norweger im Sommer weg sein wird. So etwas sagst du als Spieler nur, wenn deine Entscheidung schon gefallen ist", schreibt der einstige "Fußballgott" des BVB. "Denn Haaland hat auch viel zu verlieren. Die BVB-Fans sind feinfühlig und empfindlich, wenn du sie verprellst, wird es schwer - egal, wie viele Tore du schießt."

Ob Haaland die BVB-Fans schon gegen sich aufgebracht hat? Seine Aussagen waren deutlich: "Die letzten sechs Monate habe ich beschlossen, aus Respekt vor Dortmund nichts zu sagen. Nun hat der Klub begonnen, mich zu drängen, eine Entscheidung zu treffen", klagte Haaland beim TV-Sender Viaplay. "Aber alles, was ich will, ist Fußball spielen. Aber sie machen mir Druck, dass ich jetzt eine Entscheidung über meine Zukunft treffen soll. Deswegen muss ich bald eine Entscheidung fällen."

Für Kohler ist klar, dass diese Entscheidung möglichst schnell her muss: "Reisende soll man nicht aufhalten, jeder ist ersetzbar. Je länger das Thema köchelt, desto mehr könnte es die Dortmunder Mannschaft beschäftigen - erst recht, wenn Spiele verloren gehen", vermutet der Ex-BVB-Star.

BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl bestätigte am Sonntag im Sport1-Doppelpass, dass sich die Borussia "auf gewisse Szenarien vorbereiten" müsse: "Wenn Erling Haaland irgendwann Richtung April oder Mai auf die Idee kommt, uns eine Entscheidung mitzuteilen", wolle er selbst nicht in die Situation kommen, auf dem Transfermarkt im kommenden Sommer "Schwierigkeiten zu bekommen", sagte Kehl und ergänzte: "Erling wird verstehen müssen, dass wir zu einem gewissen Zeitpunkt an einen Tisch kommen, um gemeinsam und sehr offen darüber zu sprechen. Denn wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu Erling. Es ist alles in Ordnung." Dass Haaland die aktuelle Gemengelage "vielleicht als Druck empfindet", müsse man "mit ihm persönlich klären".