30. September 2022 / 11:24 Uhr

Haaland-Doku enthüllt Transfer-Geheimnisse: FC Bayern war nach Manchester City die zweite Option

Haaland-Doku enthüllt Transfer-Geheimnisse: FC Bayern war nach Manchester City die zweite Option

Dennis Ebbecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erling Haaland wechselte im Sommer von Borussia Dortmund zu Manchester City.
Erling Haaland wechselte im Sommer von Borussia Dortmund zu Manchester City. © Getty Images
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Wäre Erling Haaland in diesem Sommer um ein Haar doch beim FC Bayern gelandet? Die Doku "The Big Decision" gibt diesen Spekulationen jedenfalls wieder neue Nahrung. Darin verrät Erlings Vater Alf-Inge, dass die Münchener in einem eigens aufgestellten Transfer-Punktesystem Zweiter hinter Manchester City wurden. 

Zwei Personalien erhitzten den vergangenen Transfersommer: Robert Lewandowski, den es nach langem Hickhack schlussendlich vom FC Bayern zum FC Barcelona zog, und Erling Haaland. Der Wechsel des Norwegers von Borussia Dortmund zu Manchester City war zwar etwas früher unter Dach und Fach, hatte aber ähnlich viel Spannung zu bieten - zumal beide Transfers stärker miteinander zusammenhingen, als das der eine oder andere bis dato für möglich gehalten hatte. Denn: In der Doku "The Big Decision", abrufbar beim skandinavischen Streamingdienst Viaplay, hat Erlings Vater Alf-Inge nun ein pikantes Geheimnis gelüftet. Die Bayern waren die zweite Option des begehrten Stürmerstars.

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Wie die Dokumentation offenbart, hat das Haaland-Team ein Punktesystem aufgestellt, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Neben Kriterien wie dem Spielstil der Mannschaft, der Klub-Historie sowie der Stadionkapazität ging es auch darum, ob der jeweilige interessierte Verein eine Nummer 9 benötigte. Das Gehalt spielte zwar ebenfalls eine Rolle, angeblich aber eher eine untergeordnete.

Bayern war Haalands zweite Option, Real die dritte und PSG die vierte

Haaland senior erläutert in der brisanten Doku nicht nur das Punktesystem, sondern verrät auch, wie die sieben, acht Klubs, die bis Ende Februar noch im Rennen waren, abgeschnitten haben. "In unserer Liste denke ich, dass Manchester City die beste Mannschaft ist. Bayern war die zweite Option, dann haben wir Real Madrid als Nummer drei, Paris Saint-Germain als Nummer vier. Wir haben auch einige andere englische Teams als City, die ziemlich gut sind. Liverpool und Chelsea. Außerdem gibt es Barcelona. Sie sind irgendwie in der gleichen Reihe", gewährt "Alfie" Haaland Einblicke in den Entscheidungsprozess.

Der Vater des 22 Jahre alten Goalgetters geht sogar noch mehr ins Detail und macht keinen Hehl daraus, dass die zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärte Lewandowski-Zukunft den wohl größten Ausschlag gegen einen Bayern-Wechsel gegeben hat. "City ist in dieser Hinsicht eine 10 von 10. Bayern München bekommt dafür einen Punkt, sie brauchen keine Nummer 9. Sie haben ihren besten Spieler als Nummer 9, aber wenn Lewandowski geht, dann haben sie keinen anderen. Es wäre ziemlich umstritten, nach München zu gehen, aber wenn wir es durchziehen, ist es eines der besten Teams", erklärt "Alfie".

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Auch bei den "Königlichen" gab es damals noch Unklarheiten, was die Personalien im Sturmzentrum betrifft. Real hatte bereits Karim Benzema und liebäugelte zudem mit einer Verpflichtung von PSG-Stürmer Kylian Mbappé. Daher habe Madrid in dieser Zeit aus Haaland-Sicht bei "5 oder 6 Punkten" gestanden. Am Ende wechselte der Shootingstar dann für rund 60 Millionen Euro vom BVB zu den "Citizens", unterschrieb dort einen Vertrag bis 2027. Ob er diesen erfüllen werde, lässt sein Vater in der Doku offen und sagt mit einem Augenzwinkern: "Ich glaube, Erling will in allen Ligen seine Fähigkeiten austesten. Dann kann er maximal drei bis vier Jahre in jeder Liga bleiben. Er könnte 2,5 Jahre in Deutschland, 2,5 in England und dann in Spanien, Italien, Frankreich verbringen, oder?"

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