29. Dezember 2019 / 17:37 Uhr

Kommentar: Der Haaland-Transfer zum BVB kann dem gesamten Fußball Hoffnung machen

Kommentar: Der Haaland-Transfer zum BVB kann dem gesamten Fußball Hoffnung machen

Tom Vaagt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mit dem Wechsel zum BVB beweist Erling Haaland einen vorbildlichen Karriereplan, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt
Mit dem Wechsel zum BVB beweist Erling Haaland einen vorbildlichen Karriereplan, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt © imago images/GEPA pictures/Montage
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Die Entscheidung von Erling Haaland für den BVB deutet auf einen klugen Karriereplan hin. Ein Beispiel, das Schule machen sollte, meint SPORTBUZZER-Redaktionsleiter Tom Vaagt.

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Nicht Juventus Turin. Nicht RB Leipzig. Nicht Manchester United. Und auch kein anderer finanzkräftiger Klub aus der englischen Premier League. Erling Haaland heuert bei Borussia Dortmund an. Das ist beachtlich. Eines der begehrtesten Talente Europas entscheidet sich für die Bundesliga. Der Norweger beweist damit schon bevor er hierzulande erstmals gegen einen Ball getreten hat vor allem eines: Charakterstärke. Warum? Der 19-Jährige entschied sich für einen Klub, der ihn wirklich braucht. Bei dem er eine Lücke im Kader schließt. Und bei dem ihm in seinem jungen Alter Einsatzzeiten garantiert sind.

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Eine derartige Einstellung ist in der Branche längst nicht mehr selbstverständlich. Immer wieder wechseln hochveranlagte Kicker dorthin, wo die Kassen besonders laut klingeln und wo es am meisten schillert. Die persönliche Entwicklung? Zweitrangig, wenn nur das Konto voll genug oder der Name des neuen Klubs besonders klangvoll ist. Vielleicht prominentestes Beispiel: Haalands einst ebenfalls von unzähligen Vereinen umworbener Landsmann Martin Ødegaard, der 2015 schon im Alter von 16 Jahren dem Ruf von Real Madrid erlag - und seitdem auf Leihbasis in Europa herumgereicht wird.

Haalands Karriereplan sollte Schule machen

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Der SPORTBUZZER hat den Werdegang der ehemaligen Bundesliga-Talente Alen Halilović (l.), Pierre Emile Höjbjerg (m.) und Gianluca Gaudino (r.) genauer verfolgt. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER hat den Werdegang der ehemaligen Bundesliga-Talente Alen Halilović (l.), Pierre Emile Höjbjerg (m.) und Gianluca Gaudino (r.) genauer verfolgt. ©

Einen derartigen Wechsel-Fehler dürfte Haaland mit dem Transfer zum im Sturm chronisch unterbesetzten BVB vermieden haben. Er dürfte schon beim Start der Bundesliga-Rückrunde am 18. Januar im Spiel beim FC Augsburg von Beginn an auflaufen und sich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Ein - zumindest auf den ersten Blick - vorbildlicher Karriereplan, der Schule machen sollte. Und der gesamten Fußball-Branche Hoffnung geben kann.