14. September 2022 / 23:48 Uhr

Hummels nach BVB-Niederlage bei Manchester City bedient: "...dann ist Erling Haaland eben Erling Haaland"

Hummels nach BVB-Niederlage bei Manchester City bedient: "...dann ist Erling Haaland eben Erling Haaland"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Artistisch: Erling Haaland bei seinem Siegtreffer für Manchester City gegen den BVB.
Artistisch: Erling Haaland bei seinem Siegtreffer für Manchester City gegen den BVB. © IMAGO/Colorsport
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Ausgerechnet Erling Haaland hat Borussia Dortmund im Champions-League-Spiel mit seinem Siegtor für Manchester City einen verdienten Punktgewinn doch noch entrissen. Im BVB-Lager sorgte das für mächtig Frust. Vor allem Mats Hummels war bedient, musste die Extra-Klasse des Norwegers aber anerkennen.

Knapp 80 Minuten lang hatte Borussia Dortmund die Offensiv-Power von Manchester City am zweiten Spieltag der Champions League gut im Griff - und dann führten zwei Unaufmerksamkeiten und eine artistische Aktion des ehemaligen BVB-Torjägers Erling Haaland doch noch zu einer unglücklichen 1:2-Niederlage der Schwarzgelben gegen den englischen Meister. "Der Frust sitzt sehr tief", sagte ein sichtbar aufgewühlter Mats Hummels beim Streamingdienst DAZN: "Es geht darum, zu gewinnen, ein Punkt wäre auch nicht schlecht gewesen. Wir hatten City. Wir haben uns aufgeopfert."

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Dass all das nicht genügte, lag zum einen am Distanzschuss von John Stones zum 1:1 (80.), zum anderen an der Weltklasse-Aktion von Haaland, der in eine Außenristflanke von Joao Cancelo hineinsprang und den Ball aus schier unmöglicher Position zum 2:1-Endstand für die "Citizens" versenkte (83.), sich beim Jubel mit Rücksicht auf seinen früheren Arbeitgeber aber zurückhielt. "Wir lassen die Flanke zu, gehen nicht drauf - und dann ist Erling Haaland eben Erling Haaland", musste Hummels die Klasse des Norwegers anerkennen, der für die Borussia in den vergangenen zweieinhalb Jahren vor seinem Wechsel nach Manchester mehrere ähnliche Treffer erzielt hatte. "Ich wusste es, wenn ich ehrlich bin", sagte Dortmunds Torschütze Jude Bellingham zu der Tatsache, dass ausgerechnet der Ex-Teamkollege den Westfalen einen möglichen - und verdienten - Punktgewinn noch streitig machte.

Kurz vor dem ersten Gegentor hatte BVB-Trainer Edin Terzic mit der Hereinnahme von Nico Schlotterbeck für Angreifer Anthony Modeste die Abwehr stärken wollen. Schlotterbeck war dann auch einer der Dortmunder, der Haaland bei seinem Treffer nicht entscheidend bedrängen konnte. Doch Hummels wollte weder die taktische Umstellung seines Coaches ("Das ist eine Ausrede!") noch das Verhalten der beteiligten Mitspieler in der entscheidenden Szene als Erklärung hernehmen. "Es soll niemand auf die Idee kommen, da irgendeinem eine Schuld zu geben, 'Schlotti' oder so, denn das ist nicht zu verteidigen", bekräftigte der Weltmeister von 2014. Mit Blick auf mögliche Kritiker aus den Medien legte er nach: "Wenn ich irgendjemanden lese, der sagt, wir gehen nicht in den Zweikampf, der kann sich direkt vom Sportjournalismus abmelden."

Auch Terzic konnte nicht anders, als die Extraklasse des Stürmers, den er in seiner Rolle als Interimstrainer im ersten 2020/2021 bereits selbst betreut hatte, einzugestehen. "Es gibt nicht viele Spieler auf der Welt, die den dann auf dieser Höhe reinmachen", kommentierte der 39-Jährige den artistischen Siegtreffer seines früheren Schützlings. Mit Blick auf das gefürchtete Offensivspiel von Man City ergänzte er: "Wir wissen ganz genau, was auf uns zukommt. Trotzdem kannst du es nicht verhindern." Und so fand der Trainer das Ergebnis letztlich "richtig bitter, weil die Jungs sich mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten".

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