01. Mai 2021 / 11:29 Uhr

Brisante Aussagen über Real & Co: Raiola heizt Haaland-Gerüchte trotz BVB-Machtworts an

Brisante Aussagen über Real & Co: Raiola heizt Haaland-Gerüchte trotz BVB-Machtworts an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Berater Mino Raiola (rechts) sieht Erling Haaland schon bald bei einem anderen Verein.
Berater Mino Raiola (rechts) sieht Erling Haaland schon bald bei einem anderen Verein. © Getty Images/IMAGO/LaPresse (Montage)
Anzeige

Trotz eines Machtworts von Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc beschäftigt sich Berater-Star Mino Raiola weiterhin mit einem Sommer-Transfer von Superstar Erling Haaland. In einem Interview bekräftigte der Berater-Star, dass "alle 14 großen Vereine" am BVB-Star interessiert seien.

Anzeige

Kurz vor dem wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale von Borussia Dortmund gegen Holstein Kiel am Samstagabend (20.30 Uhr/ARD und Sky) hat Berater-Star Mino Raiola die Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied von Erling Haaland erneut massiv befeuert. Zwar habe der BVB ihm "deutlich" mitgeteilt, den 20 Jahre alten Stürmerstar im Sommer nicht verkaufen zu wollen, sagte Raiola in einem Interview mit der spanischen Zeitung Diario AS, ergänzte jedoch: "Aber ich habe eine andere Sicht auf die Dinge, ich denke, wenn eine gute Möglichkeit da und jeder damit glücklich ist, dann werden wir es auf den Tisch legen."

Anzeige

Der Berater-Star machte einmal mehr deutlich, wie begehrt sein Klient derzeit in Fußball-Europa sei. "Du bist nur bereit für einen großen Verein, wenn die großen Vereine an dir interessiert sind", so Raiola: "Man muss den Markt sprechen lassen." Und dieser, so bekräftigte Raiola auf Nachfrage, besage, dass Haaland für einen Spitzenklub bereit sei: "Alle 14 großen Vereine wollen ihn. Jetzt geht es darum, die beste Option für ihn zu finden."

Dem BVB, der Haaland im Januar 2020 dank einer Ausstiegsklausel für 20 Millionen Euro von Red Bull Salzburg gekauft hatte, dürften diese Aussagen kaum schmecken. "Wir haben die ganz klare Planung, mit Erling in die neue Saison zu gehen", hatte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc unlängst gegenüber der ARD-Sportschau betont. Dies hatten die Verantwortlichen der Borussia Raiola auch in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt.

"Kann Madrid es sich leisten, Haaland nicht zu kaufen?"

Dieser akzeptierte die klare Haltung des BVB - scheint im Hintergrund aber bereits einen Wechsel in diesem Sommer vorzubereiten. "Das ist das, was sie gesagt haben", erklärte er mit Blick auf die Zorc-Aussagen. "Jetzt lassen sie uns abwarten, ob dieser Wunsch bis zum 1. September Bestand hat." Dann schließt das Transferfenster. Haalands Marktwert wird von transfermarkt.de derzeit auf 110 Millionen Euro taxiert, in 56 Pflichtspielen gelangen ihm 53 Tore sowie 14 Vorlagen.

Doch können finanziell schwer angeschlagene Vereine wie Real Madrid sich Haaland überhaupt leisten? "Ich kann nicht sagen, ob sie es sich leisten können, weil ich ihre Bücher nicht kenne", sagte Raiola. "Aber ich denke schon. Ich denke, sie können es alle. Die Frage ist nämlich anders: Kann Madrid es sich leisten, Haaland nicht zu kaufen? Oder Barcelona?" Raiola verglich die Situation mit der eines Bahnhofs: "Ein Zug fährt vorbei, was tust du? Versuchst du, ihn zu bekommen oder lässt du ihn abfahren?" Mit Blick auf den Norweger und den nicht minder begehrten Kylian Mbappé fügte er hinzu: "Du hast nur eine Chance, sie zu verpflichten. Jetzt hat man die Möglichkeit, sie für die nächsten zehn Jahre zu verpflichten."

Raiola rechtfertigt umstrittenen Barcelona-Trip

Raiola bezog auch zu dem umstrittenen Trip nach Barcelona Stellung, den er gemeinsam mit Haalands Vater Alf-Inge unternommen hatte. "Sie würden nicht glauben, wenn ich ihnen die Gründe dafür nenne", sagte er. "Haalands Vater musste nach Marbella. Er wollte reisen und ich musste auch, um Laporta (dem neuen Barca-Präsidenten Joan Laporta, d. Red.) zu gratulieren und dann nach Madrid musste. Das haben wir alles in einem gemacht. 99 Prozent der Zeit weiß niemand wo ich bin, wenn ich reise."