06. März 2022 / 13:40 Uhr

Freiburg-Stürmer Ermedin Demirovic entschuldigt sich für militärischen Jubel: "Haben nicht nachgedacht"

Freiburg-Stürmer Ermedin Demirovic entschuldigt sich für militärischen Jubel: "Haben nicht nachgedacht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ermedin Demirovic hat sich zu seinem Jubel im Spiel gegen Leipzig geäußert.
Ermedin Demirovic hat sich zu seinem Jubel im Spiel gegen Leipzig geäußert. © IMAGO/Jan Huebner/Passion2Press (Montage)
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Der militärische Gruß der beiden Freiburger Ermedin Demirovic und Lucas Höler nach dem Führungstreffer im Spiel bei RB Leipzig löste bei vielen Beobachtern Kopfschütteln aus. Demirovic entschuldigt sich für die Geste und betont, dass es keinerlei Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gibt.

Ermedin Demirovic hat sich für den umstrittenen Jubel nach seinem Führungstreffer im Bundesliga-Spiel am Samstag bei RB Leipzig (1:1) entschuldigt. "Im Nachhinein tut uns das auf jeden Fall leid. Wir haben nicht nachgedacht", sagte der Stürmer des SC Freiburg, der sich nach seinem Tor zum 1:0 salutierend mit Lucas Höler gegenüberstand, in einem auf der Klub-Homepage veröffentlichten Video: "Wir machen das schon einige Zeit - auch schon vor dem Krieg." Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine und dem nun schon gut eine Woche andauernden Krieges war die Geste von vielen Beobachtern als unpassend empfunden worden: "Das war auf jeden Fall nicht unsere Absicht."

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Auch SC-Trainer Christian Streich war auf der Pressekonferenz nach der Partie auf den Vorfall angesprochen worden und hatte eine Aufarbeitung mit den beiden Profis angekündigt. "Ich muss es mir anschauen und wenn es solche Sachen sind, sprechen wir darüber, das ist klar", sagte Streich. Die Geste wäre nicht angebracht, fügte er hinzu. Ob der angekündigte Austausch zwischen dem Coach und seinen Spielern vor Demirovic' Interview am Sonntag bereits stattfand, ist nicht bekannt.

Auch Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hatte sich am Samstag im Sky-Studio zu dem militärisch anmutenden Jubel geäußert. "Unsensibel in der heutigen Zeit. Ich gehe davon aus, wenn er mit ihnen spricht, werden sie es auch selber einsehen, dass es in der jetzigen Zeit und Situation nicht passend ist.", sagte der TV-Experte: "Ich gehe davon aus, dass er wenn er nächste Woche trifft, anders jubelt."

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