24. November 2021 / 11:17 Uhr

Erneute Niederlage für die Lausitzer Füchse: Konstant ist nur die Unbeständigkeit

Erneute Niederlage für die Lausitzer Füchse: Konstant ist nur die Unbeständigkeit

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Christopher Straube muss mit seinen Lausitzer Füchsen wieder in die Spur kommen.
Trainer Christopher Straube muss mit seinen Lausitzer Füchsen wieder in die Spur kommen. © imago images/Kessler-Sportfotografie
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Es könnte besser laufen: Die Lausitzer Füchse rutschen in der DEL2 auf Platz zehn ab und müssen nun schauen, die Leistung wieder aufs Eis zu bringen - und das Spiel für Spiel.

Dresden. Der Start der Lausitzer Füchse nach der durch den Deutschland-Cup bedingten Punktspielunterbrechung ist missglückt. Zunächst ereilte die Blau-Gelben die Nachricht von der Absage des Sonntag-Heimspiels gegen Selb. Wegen diverser infizierter Cracks bekam der Aufsteiger die Mindestantrittsstärke (neun Feldspieler plus Torhüter) nicht auf das Eis. Dann erwiesen sich die Kassel Huskies als zu stark und gewannen beim EHC im Fuchsbau mit 3:1.

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Bitterer Torklau

Verkauften sich die Weißwasseraner gegen den letztjährigen Vizemeister noch ganz achtbar, so warf der folgende Auswärtsauftritt in Bad Tölz einmal mehr Fragen auf. „Wir müssen einfach konstanter werden“, hatte Trainer Chris Straube vor der Länderspielpause noch gefordert. Doch konstant ist bei den Ostsachsen nur die Unbeständigkeit. Dabei führten die Füchse in Bad Tölz nach zwei Dritteln – zugegebenermaßen etwas glücklich – mit 2:0. Doch anstatt den Vorsprung sachlich-nüchtern zu verwalten, das Spiel einfach zu halten und das Spielgerät kompromisslos aus der eigenen Defensivzone zu bringen, verfiel man in alte Muster und spielte es von hinten heraus zu kompliziert, verlor dabei ab und an die Ordnung und brachte die verunsicherten Tölzer Buam nach zuvor fünf Heimniederlagen in Folge zurück in das Match. Die ließen sich nicht bitten und siegten 4:3.

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Und dann gab es auch noch den „Torklau“. In der 54. Spielminute beim Stand von 2:2 übersahen die Referees zunächst, dass ein Nachschuss von Jens Baxmann vom hinteren mittleren Torgestänge zurück ins Feld sprang. Bei der nächstbesten Spielunterbrechung bemühten die Gestreiften aber den Videobeweis und sahen, dass die Scheibe definitiv hinter der Linie war. Als sich das Spielgerät den Weg ins Gehäuse bahnte, stand der Tölzer Keeper Jimmy Hertel dort, wo ein Schlussmann zu stehen hat, eben „normal“ zwischen den Pfosten. Die Schiedsrichter aber erkannten eine angebliche Torwartbehinderung, wonach Clarke Breitkreuz einen gegnerischen Akteur absichtlich gegen Hertel „geschoben“ habe. So blieb es beim zwischenzeitlichen Remis.

„Müssen dringend lernen, solche Spiele zu gewinnen“

„Wir haben heute nicht gut gespielt. Trotzdem waren wir auf bestem Wege, die drei Punkte mitzunehmen. Es war das zweite Spiel in Folge, bei dem wir in Führung lagen, aber nicht über 60 Minuten ordentlich dagegengehalten haben. Wir müssen es lernen, solche Partien nach Hause zu bringen“, machte Coach Straube nicht die umstrittene „Nicht-Tor-Entscheidung“ als Ursache für die völlig vermeidbare Niederlage aus. „Wir haben diesen Sieg gebraucht und wir haben ihn geholt. Wir hatten aber auch etwas Glück, dass das Tor der Füchse nicht gegeben wurde“, räumte Bad Tölz‘ Trainer Kevin Gaudet ein.

Unter dem Strich stehen für die Oberlausitzer so zwei Pleiten, das Abrutschen auf Rang zehn und der deutlich erhobene Zeigefinger von Routinier Jens Baxmann: „Wenn wir die Playoffs erreichen wollen, dann müssen wir als Mannschaft dringend lernen, solche Spiele zu gewinnen!“ Sebastian Matthieu