12. November 2021 / 19:00 Uhr

Erneuter Schwindelanfall beim Spiel: Sorge um DHfK-Trainer André Haber

Erneuter Schwindelanfall beim Spiel: Sorge um DHfK-Trainer André Haber

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
DHfK Trainer André / Andre Haber
DHfK-Coach André Haber musste bereits während der Hannover-Partie ärztlich untersucht werden. © Christian Modla
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André Haber hatte, wie auch schon beim Stuttgart-Spiel, in der Partie gegen Hannover mit einem Schwindelanfall zu kämpfen. Mit der überstandenen Corona-Erkrankung hat dies Untersuchungen zu Folge nichts zu tun. Gegen Wetzlar will der Coach wieder auf der Bank sitzen.

Leipzig. Die meisten Fans des SC DHfK Leipzig haben es gar nicht mitbekommen. In der zweiten Halbzeit beim Spiel gegen Hannover-Burgdorf signalisierte Trainer André Haber in Richtung Mannschaftsarzt: Mit mir stimmt etwas nicht. Der Coach klagte über einen Schwindelanfall, musste sofort in die Kabine gehen und wurde dort untersucht, während draußen auf dem Parkett das Spiel weiter ging. Später zur Pressekonferenz vertrat ihn sein Co-Trainer Milos Putera.

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„Es geht mir wieder gut“, sagt der 35-Jährige am Tag danach. Er leitete auch schon wieder das Training. Die Sorge bleibt aber bestehen. Es ist bereits das zweite Mal in kurzer Zeit, dass der Übungsleiter während einer Partie ausgeknockt wird. Schon in der Partie gegen Stuttgart zu Hause vor einem Monat machten ihm Kreislaufprobleme zu schaffen. Auch damals musste er in der Kabine versorgt werden.

„Es war dieses Mal nicht so stark, ich wollte nur frühzeitig Bescheid geben“, sagt Haber. In der kardiologischen Abteilung der Leipziger Uni-Klinik wurde der Trainer inzwischen eingehend untersucht. „Es gab kein schlimmes Ergebnis“, so Haber erleichtert. Er habe in der Klinik jede erdenkliche Hilfe bekommen. Klar scheint zumindest im Augenblick: Mit seiner überstandenen Corona-Infektion habe der Anfall nichts zu tun. Die Untersuchungen gehen aber noch weiter.

Gegen Wetzlar auf der Bank

Am Sonntag gegen den Tabellennachbarn aus Wetzlar (Anwurf 16 Uhr in der Arena, es gilt die 2G-Regel) will er jedenfalls wieder auf der Bank sitzen. Und der Sieg gegen Hannover soll seinen Jungs Rückenwind geben. „Wir bekommen langsam Stabilität in die Mannschaft“, war Haber dann auch nach dem jüngsten 32:25-Erfolg zufrieden. Das Selbstbewusstsein in der Mannschaft ist nach der Klatsche beim Bergischen HC jedenfalls zurückgekehrt. Nationalspieler Luca Witzke: „Unser Ziel ist die drei wichtigen Spiele zu Hause so anzugehen, dass wir einen Sprung in der Tabelle machen können.“ Übersetzt heißt das: Drei Siege sollen gegen Hannover, Wetzlar und Melsungen her.

Wetzlar hat wie die Leipziger bisher neun Punkte eingesammelt, steht aber auswärts noch ohne Zähler da. Für Haber kann das so bleiben. Er weiß aber auch: Mit Benjamin Matschke haben die Nordhessen einen neuen Trainer, der im Angriff schnelle Abschlüsse sehen will. Vorbei sind die Zeiten in denen die HSG gern die Angriffe zwei Minuten ausspielte und damit versuchte, den Gegner einzuschläfern. „Am Sonntag wird es spannend und 40 Tore werden in dem Spiel nicht nur fallen“, wirbt Haber bei den Fans für ein attraktives Spiel.