11. Februar 2020 / 20:15 Uhr

Erneuter Umbruch bei den VfL-Frauen: Coach Lerch bleibt gelassen

Erneuter Umbruch bei den VfL-Frauen: Coach Lerch bleibt gelassen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bleibt gelassen: VfL-Coach Stephan Lerch.
Bleibt gelassen: VfL-Coach Stephan Lerch. © Boris Baschin
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Frauen-Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg steht erneut vor einem Umbruch: Mit Sara Gunnarsdottir, Noelle Maritz, Kristine Minde und Claudia Neto stehen im Sommer bereits vier Abgänge fest. Gunnarsdottir und Maritz haben Vertragsverlängerungen abgelehnt, Minde und Neto bekamen kein neues Arbeitspapier vom VfL vorgelegt. Trainer Stephan Lerch bereiten die zahlreichen Abgänge aber keine Sorgen.

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„Wenn man sieht, was in Europa los ist und wie viel Bewegung da drin ist, überrascht das nicht“, so Lerch. Sehr viele Vereine auf dem Kontinent haben an Qualität dazugewonnen und können „den Spielerinnen Möglichkeiten bieten. Vor einigen Jahren war das noch nicht so.“ Der Markt sei dementsprechend „hart umkämpft. Man hat viele Top-Vereine, aber nicht so viele Top-Spielerinnen und um die wird sich jetzt gestritten.“

Dass der VfL nun zwei Spielerinnen verliert, die „man gerne halten wollte“, sei vollkommen normal, so Lerch. „Das hatten wir letztes Jahr auch. Damit können wir umgehen, das macht mir keine Angst.“ Genauso sei es auf der anderen Seite auch üblich, dass sich mit Neto und Minde ein Duo verabschiedet, das „nicht so viel Einsatzzeit bekommen hat. Dass die sich dann umschauen und etwas Neues suchen, ist vollkommen normal.“

Testspiel: VfL Wolfsburg - Werder Bremen

Testspiel: VfL Wolfsburg - Werder Bremen Zur Galerie
Testspiel: VfL Wolfsburg - Werder Bremen © Boris Baschin
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Der nächste Gegner des VfL, 1899 Hoffenheim (Freitag, 19.15 Uhr, live auf Eurosport), setzt seit Jahren auf das Ausbilden von Talenten. Mit dieser Philosophie sind die Bundesliga-Zweiten aus Sinsheim VfL-Jägerinnen Nummer 1 geworden. Könnte so ein Weg auch beim VfL funktionieren?

Lerch lobt die VfL-Nachwuchsmannschaften, mahnt jedoch: „Man muss schauen, auf welchem Level die erste Mannschaft ist und wo sich dann die U20 oder die Mannschaften darunter bewegen. Dieser Sprung ist absolut enorm und deutlich größer als bei anderen Vereinen wie beispielsweise Hoffenheim.“ Aber: „Wir haben einige Talente bei uns, denen wir die Möglichkeiten bieten wollen und denen wir den Sprung in den Kader zutrauen.“ Im Winter-Trainingslager in Portugal waren unter anderem Lotta Cordes, Lisanne Gräwe und Julia Kassen aus der U20 dabei.

Schüller wechselt zum FC Bayern

Während sich der VfL auf Abgänge vorbereiten muss, hat Ligakonkurrent Bayern München bereits den ersten Neuzugang der kommenden Saison präsentiert: Sturmtalent Lea Schüller wechselt ablösefrei von der SGS Essen nach München, unterschrieb dort einen Vertrag bis 2023. Die 22-Jährige wurde auch mit Wolfsburg in Verbindung gebracht.

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