29. September 2020 / 08:51 Uhr

Erst Daniel Kolbe bringt den Preetzer TSV in die Spur

Erst Daniel Kolbe bringt den Preetzer TSV in die Spur

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Jan Matti Seidel (Bildmitte) war Preetzer Torschütze zum 2:0 gegen Dersau, vergab aber auch einen Elfmeter.
Jan Matti Seidel (Bildmitte) war Preetzer Torschütze zum 2:0 gegen Dersau, vergab aber auch einen Elfmeter. © Karsten Freese
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In der Verbandsliga Ost verteidigte Rot Schwarz Kiel nach dem 4:1-Erfolg bei Dobersdorf/Probsteierhagen die Spitzenposition und ist neben Verfolger Preetzer TSV eines von zwei Teams ohne Punktverlust. Die ersten Saisonsiege feierten Laboe und die Probsteier SG.

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TSG Concordia Schönkirchen – TSV Gremersdorf 1:1

Gegen den leidenschaftlichen Aufsteiger tat sich Concordia lange schwer. „Das ist eklatant, gegen eine kampfstarke Mannschaft die Zweikämpfe zu meiden“, erklärte TSG-Coach Stefan Köpke, dessen Team vor dem Seitenwechsel nur zu einer Torchance kam, als Semih Aydemir per Kopf die Latte traf (28.). Gremersdorf spielte einfach, strukturiert und nutzte die beste Möglichkeit durch Dustin Gabbey zur 1:0-Führung (35.). Erst im zweiten Abschnitt wurde Concordia druckvoller und glich nach einem Eckball aus. Aydemir köpfte aus fünf Meter zum 1:1 ein (51.). Glück für die TSG als ein Ball einen halben Meter parallel vor der Torlinie entlang rollte, aber kein TSV-Akteur herankam (71.). „Nach vertorfter erster Halbzeit waren wir in der zweiten spielerisch besser. Das Ergebnis ist für beide gerecht“, resümierte Köpke.

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TSV Flintbek – Probsteier SG 1:6

Ersatzgeschwächte Flintbeker agierten eine Halbzeit lang ängstlich. Die PSG nutzte die Chancen abgeklärt und führte zur Halbzeit mit 3:0 (12., 34., 45.). Nach der Umstellung auf eine Dreierkette kam Flintbek besser ins Spiel. „Wir wollten den 0:3-Rückstand nicht verteidigen, sondern Fußball spielen“, begründete TSV-Trainer Wolfgang Szellas, dessen Team einen Strafstoß erzwang und durch Schemborski auf 1:3 verkürzte (55.). „Das hätte noch ein interessantes Spiel werden können. Der Platzverweis machte uns einen Strich durch die Rechnung“, so Szellas. Friedrich Erasmi sah Gelb-Rot (63.). Als Flintbeks Kräfte schwanden, hatte Probstei leichtes Spiel und erhöhte auf 6:1 (80., 83., 86.).

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SG Dobersdorf/Probsteierhagen – SSG Rot-Schwarz Kiel 1:4

Die Initiative übernahmen die Rot-Schwarzen. Die SG hielt kämpferisch dagegen, überstand die erste halbe Stunde unbeschadet. Dann folgte ein Doppelschlag der Gäste. Erst konnte Nicola Soranno einen Fehler von SG-Keeper Rühr nutzen, nur drei Minuten später war Andre Bock nach einem Freistoß per Kopf zur Stelle. Zwar verkürzte Nico Baldowsky per Strafstoß auf 1:2, doch die Rot-Schwarzen konnten in der Schlussviertelstunde durch Treffer von Tobias Nehren und Jonathan Suchocki nachlegen. „Rot-Schwarz konnte mit Nehren einen Goalgetter einwechseln, der das Spiel entschied. Uns fehlten vor dem Anpfiff schon vier Stammspieler und mit Alexander Klaus und Lukas Heinath mussten noch zwei Akteure verletzungsbedingt ausgewechselt werden“, bedauerte SG-Coach Kjell Gonda.

TSV Plön – FSG Saxonia 1:1

Einen Blitzstart legten die Plöner hin, die nach 30 Sekunden mit 1:0 in Führung lagen. „Ich war noch auf dem Weg zur Bank, da hat es schon geklingelt“, erklärte Plöns Trainer Danilo Blank. Nach eigenem Anstoß kam Timo Falk an den Ball, der die Abwehrkette der Gäste mit einem Heber überspielte und Henningsen in Position brachte. Der Angreifer nahm das Leder mit und schob ins rechte untere Eck ein (1.). Danach gab es von den Hausherren nicht mehr viel zu sehen. „Das ist die Krux des frühen Tores. Wir haben uns darauf beschränkt, das Tor zu verteidigen. Saxonia dagegen war extra motiviert“, schilderte Blank. Klare Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Für den verdienten Treffer der FSG musste ein Elfmeter herhalten. In einem Zweikampf hatte Plöns Mats Böckmann Körperkontakt mit Arne Duggen, der zu Fall kam. „Den kann man geben, muss man aber nicht. Von Duggen war das clever gemacht“, so Blank. Christopher Kroll verwandelte zum 1:1-Ausgleich (55.). Erst jetzt wurden die Plöner wacher und erhöhten das Tempo. Nach einem Zuspiel von Sherko Mohamad Ali kam Henningsen an den Ball, der nur Alu traf (59.). „Ich bin zufrieden mit dem Punkt. Saxonia war über weite Strecken die bessere Mannschaft. Wir waren zu ängstlich und haben oft den Zugriff nicht gefunden“, resümierte Danilo Blank.

Preetzer TSV – ASV Dersau 5:0

Selbst nach dem Platzverweis von Dersaus Philip Popall (31.) kamen die Hausherren trotz bester Chancen nicht zum Torerfolg. Jan Matti Seidel vergab gleich zwei Riesen. Zunächst scheiterte der Neuzugang aus kurzer Distanz an Dersaus Schlussmann Leon Besold (19.), dann vergab er einen Elfmeter, den der ASV-Torwart parierte (35.). Erst ein Sonntagsschuss von Daniel Kolbe, der aus 22 Meter in den Winkel traf (45.), brach den Bann. „Das war der Brustlöser. Danach lief alles rund“, meinte PTSV-Trainer Andreas Möller.

VfR Laboe – Inter Türkspor Kiel II 6:0

Es begann optimal für den VfR, der nach fünf Minuten durch einen von Rene Puls verwandelten Strafstoß führte. „Danach gab es jedoch eine viertelstündige Phase in der wir die Bälle zu schnell hergeschenkt haben. Zum Glück konnte Türkspor daraus keine Chance kreieren“, stellte VfR-Coach Miki Mladenovic fest. Nach dem 2:0 durch Geisbauer fand sein Team in die Spur. Türkspors Verteidiger Kosovar Morina flog nach einer Tätlichkeit vom Feld (32.). Noch vor der Pause traf Maximilian Ehle zum 3:0. Nach dem Wechsel verrichtete der VfR Defensivarbeit, konnte aber auch noch nachlegen. „Rene Puls hat ein sehr gutes Spiel gemacht und muss mit seinen drei Toren positiv hervorgehoben werden. Die gesamte Mannschaft hat die positiven Eindrücke aus den letzten Trainingseinheiten bestätigt“, so Mladenovic.