16. September 2021 / 21:49 Uhr

Erst Königsklasse, jetzt Liga-Alltag: Kann Wolfsburg den Schalter umlegen?

Erst Königsklasse, jetzt Liga-Alltag: Kann Wolfsburg den Schalter umlegen?

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Auf Lille folgt Frankfurt: Laut Manager Jörg Schmadtke (l.) werden die Wolfsburger kein Problem damit haben, den Schalter von Königsklasse auf Bundesliga umlegen. 
Auf Lille folgt Frankfurt: Laut Manager Jörg Schmadtke (l.) werden die Wolfsburger kein Problem damit haben, den Schalter von Königsklasse auf Bundesliga umlegen.  © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der VfL Wolfsburg nach der Champions League und vor dem Bundesliga-Alltag - kriegt der Spitzenreiter den Schalter umgelegt? Ja, glaubt Jörg Schmadtke und begründet es mit Gegner Eintracht Frankfurt.

Der VfL nach einem Champions-League-Spiel und vor der Rückkehr in den Bundesliga-Alltag – diesen Spagat müssen die Wolfsburger Profis jetzt hinbekommen. Manager Jörg Schmadtke hat da keine großen Bedenken – und das hängt auch mit dem Gegner Eintracht Frankfurt zusammen. Und Schmadtke meint damit nicht die Rückkehr von Oliver Glasner…

Rechnet man das Fürth-Spiel noch dazu, hat der VfL sechs Partien in 21 Tagen zu absolvieren. Daher sei die Regeneration in dieser Zeit besonders wichtig. Das Thema Trainingssteuerung wird dann groß geschrieben. Aber ein allzu großes Thema könne das jetzt noch nicht sein, so Schmadtke, weil der VfL eben bereits am Dienstag gespielt habe und erst am Sonntagabend wieder spielen muss: „Daher ist das jetzt nicht so eng gepresst, um sich mit diesem Thema extremst lange auseinandersetzen zu müssen. Wenn ich an einem Donnerstag spiele und dann samstags oder sonntags wieder ran muss, ist das sicher komplizierter, aber Dienstag/Sonntag ist doch nichts Ungewöhnliches“, so der 57-Jährige, der selbst lange Profi war.

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Auch das Thema Physis spiele jetzt noch keine so große Rolle. Schmadtke: „Wir sind ja noch am Anfang der Saison. Es geht viel mehr um den Kopf.“ Der Manager geht ins Detail: „Ich will nicht despektierlich sein, aber wenn du jetzt zu einem Gegner müsstest, bei dem du nicht so oft spielst, der ein kleineres Stadion hat und krasser Außenseiter ist – da ist es schwieriger, das hinzubekommen.“ Hinzubekommen – damit meint er den Schalter von Königsklasse auf Bundesliga umzulegen. „Gegen Frankfurt wird das kein Thema sein. Alle wissen, das ist ein starker Gegner, das ist eine gute und robuste Mannschaft, gegen die wir eine gute Leistung abrufen müssen.“ Um in der Liga womöglich den fünften Sieg im fünften Spiel und damit die Tabellenführung verteidigen zu können.

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Übrigens: Weniger Zeit zur Regeneration bleibt der Eintracht, die erst am Donnerstagabend in der Europa League gegen Fenerbahce Istanbul ran gemusst hatte.

Auch Freiburg wollte Waldschmidt

Am letzten Bundesliga-Spieltag in Fürth hatte Luca Waldschmidt beim VfL debütiert, am Dienstag in der Königsklasse in Lille war er erneut von der Bank gekommen. Möglicherweise reicht es am Sonntag für den Neuzugang gegen Frankfurt für die Startelf, denn Trainer Mark van Bommel dürfte erneut rotieren lassen. Beim VfL sind sie froh, dass sie den Zuschlag des Stürmers bekamen, denn wie der Kicker schreibt, galt nicht nur die PSV Eindhoven als Waldschmidt-Interessent. Nein, auch Waldschmidts Ex-Verein SC Freiburg liebäugelte mit einer Rückholaktion des 25-Jährigen, der zuletzt bei Benfica Lissabon gespielt hatte.

Kreuzbandriss bei Jung

Sebastian Jung und das Verletzungspech – es hört einfach nicht auf. Der ehemalige Außenverteidiger der Wolfsburger, der nun beim Karlsruher SC kickt, hat erneut einen herben Rückschlag hinnehmen müssen: Der Rechtsverteidiger hat sich im Training des Zweitligisten das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Der ehemalige Nationalspieler blickt auf eine lange Leidenszeit zurück. Im Februar 2016 hatte er sich beim VfL einen Kreuzbandriss zugezogen – damals war es das linke Knie. Zudem hatte der Ex-Frankfurter mit zahlreichen weiteren Blessuren in seiner Wolfsburger Zeit zu kämpfen.