23. Juli 2020 / 17:25 Uhr

Erst mal Sommerpause: Die neue eFootball-Saison in Gifhorn wird mit FIFA 21 gespielt

Erst mal Sommerpause: Die neue eFootball-Saison in Gifhorn wird mit FIFA 21 gespielt

Maik Schulze
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zieht sein Saison-Fazit: Gifhorns eFootball-Beauftragter Steven Melzian.
Zieht sein Saison-Fazit: Gifhorns eFootball-Beauftragter Steven Melzian. © VfL Wolfsburg/Privat
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High Noon am letzten Spieltag in der Kreisliga, Hitchcock zum Abschluss in der Kreisklasse. Die Premiere des eFootball-Ligenbetriebs im Kreis Gifhorn hielt ein Finale Furioso parat. eFootball-Beauftragter Steven Melzian fand’s klasse – und spricht über die kommenden Events.

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„Es war super spannend, besser geht’s doch nicht“, sagt Melzian mit Blick auf die letzten Spieltage in beiden Ligen. Erstmals überhaupt gab es mit Kreisliga und Kreisklasse das Ligensystem. Und die Titel- und Aufstiegskämpfe hatten es in sich. „Man hat gesehen, dass in der Kreisliga wirklich die stärksten Teams waren. Dass Wedelheine sich erst im letzten Spiel gegen Rötgesbüttel den Kreistitel holt und dass in der Kreisklasse am letzten Spieltag vier Teams in direkten Duellen die beiden Aufsteiger ausspielen, hat die Saison gekrönt“, freut sich Melzian über ein Finale wie gemalt in beiden Ligen.

Den Aufstieg sicherten sich letztlich der SV Dannenbüttel und der Wesendorfer SC. Für Gifhorns eFootball-Beauftragten kam das nicht von ungefähr. „Beide Teams hatten die Einstufung in die Kreisliga vor der Saison ja unglücklich verpasst. Da war klar, dass sie oben mitspielen werden.“

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Ärger um Spiel-Abbrüche

Die Saison ist nun Geschichte – und obwohl er sich erstmals um zwei Ligen kümmern musste, „war es super entspannt für mich. Ich hatte dank der Web-App und den Teammanagern kaum etwas zu tun“, so Melzian.

Es gab aber auch Grund zum Ärgern. Spiel-Abbrüche und Nicht-Antritte („Das ist frustrierend für die Gegner“), wie man sie auch vom Spielbetrieb im realen Leben kennt, haben in der virtuellen Welt längst Einzug gehalten. „Wir müssen klären, wie wir künftig damit umgehen. Ich habe mich da auch schon mit unserem Spielausschuss besprochen“, sagt der eFootball-Ansprechpartner. Disqualifikationen könnten im Wiederholungsfall die Folge sein. Google-Probleme gab’s auch beim Streaming auf Youtube, besser lief’s über Twitch. „Aber dafür benötigt man dann auch die App“, so Melzian, der sich jetzt wieder per Umfrage an die Teilnehmer wendet, um Verbesserungen abzufragen.

Wahrscheinlich ist, dass die Spieltage im Ligensystem in Zukunft im Wochenrhythmus ausgetragen werden. „Es gibt doch hier und da zeitliche Probleme. Wenn man dann sieben Tage Zeit hat, um ein Spiel zu terminieren, verlängert das zwar die Saison, entspannt aber die Umsetzung.“

Favoriten in der neuen Spielzeit ab 19. Juni: Jonas Höft (l.) und Sebastian Keier vom VfR Wilsche/Neubokel gewannen die vorhergehende Gifhorner eFootball-Kreisliga-Saison. Zur Galerie
Favoriten in der neuen Spielzeit ab 19. Juni: Jonas Höft (l.) und Sebastian Keier vom VfR Wilsche/Neubokel gewannen die vorhergehende Gifhorner eFootball-Kreisliga-Saison. © NFV-Kreis Gifhorn

Nächste Niedersachsen-Meisterschaft steht bevor

Bisher wurden alle Gifhorner Meisterschaften mit dem Playstation-Spiel FIFA 20 ermittelt, der Nachfolger FIFA 21 soll am 9. Oktober erscheinen. „Darauf warten wir alle. Mit FIFA 20 sind wird durch“, sagt Melzian schmunzelnd. Ist das Spiel veröffentlicht, kann wieder um Titel und Aufstiege gekämpft werden. „Wir müssen aber sehen, wann wir genau starten.“

Zuvor wird auch abgewartet, „wie der DFB und der NFV mit dem Thema eFootball umgehen und wie es dann auf die einzelnen Kreise runtergebrochen wird. Momentan kochen alle Kreise ihr eigenes Süppchen. Aber ich gehe davon aus, das unser Ligamodus bestehen bleibt.“

Sicher scheint, dass im November wieder zusätzlich die Kreismeisterschaft im Pokalmodus durchgeführt wird, um die Teilnehmer für die Niedersachsenmeisterschaft zu ermitteln. „Doch jetzt“, sagt Melzian „gehen die eFootballer erst einmal in die Sommerpause“.