12. Oktober 2021 / 16:59 Uhr

Erst Mammutreise, jetzt fast vor der Haustür: MSV Neuruppin trifft auf den SV Altlüdersdorf

Erst Mammutreise, jetzt fast vor der Haustür: MSV Neuruppin trifft auf den SV Altlüdersdorf

Christoph Brandhorst und Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
MSVAlü
Die Lila-Weißen vom SV Altlüdersdorf empfangen im Pokal-Viertelfinale den MSV Neuruppin. © Marius Böttcher
Anzeige

Landespokal Brandenburg: Beim Viertelfinal-Duell zwischen dem SV Altlüdersdorf und dem MSV Neuruppin kommt es zum Wiedersehen alter Bekannter. Die Fontanestädter wollen nach der Enttäuschung im Vorjahr unbedingt ins Halbfinale - doch auch das Team aus Oberhavel rechnet sich etwas aus.

Für die fast vierstündige und rund 230 Kilometer lange Achtelfinal-Reise nach Hohenleipisch (4:0) werden die Neuruppiner Oberliga-Fußballer im Viertelfinale des AOK-Landespokals entschädigt. Zumindest liegt der Gegner in der Runde der letzten Acht, den die Auslosung am Dienstagmorgen den Fontanestädtern um ihren Coach Henry Bloch bescherte, fast um die Ecke: Es geht zum Brandenburgligisten SV Altlüdersdorf – und vielen bekannten Gesichtern.

Anzeige

„Natürlich freuen wir uns auf das Los. Die Begegnung hat einen lokalen Charakter und es gibt ja auch den einen oder anderen Spieler mit Vergangenheit“, sagt Bloch. Die Riehl-Zwillinge Alexander und Florian trugen ebenso einst das MSV-Jersey wie Tobias Völkel und Keeper Angelo Kempf. Neuruppins brasilianischer Stürmer José Silva Magalhaes kickte hingegen 2016 mal ein halbes Jahr lang an der Altlüdersdorfer Gasse, wo am Wochenende 13./14. November das begehrte Halbfinal-Ticket vergeben wird. Ein kurzes Intermezzo beim MSV hatte in diesem Sommer zudem Niclas-Florian Junge.

In Bildern: Oranienburger FC unterliegt dem SV Altlüdersdorf im Pokalderby.

<b>Landespokal-Achtelfinale: Oranienburger FC Eintracht – SV Altlüdersdorf 0:1 (0:1).</b> Tor: 0:1 Balla Keita (32.). Zuschauer: 322. Zur Galerie
Landespokal-Achtelfinale: Oranienburger FC Eintracht – SV Altlüdersdorf 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Balla Keita (32.). Zuschauer: 322. © Robert Roeske

„Wichtig ist, dass die Entscheidung auf dem grünen Rasen fällt – und wir nicht wieder vom Verband rausgenommen werden“, erinnert sich Bloch noch gut an die Pokalsaison 2020/21, als man auch im Viertelfinale stand, der Cup-Wettbewerb dann pandemiebedingt aber nur mit den vier Regionalligisten beendet wurde. Jetzt wolle man sich „das Highlight Halbfinale erarbeiten“, so Bloch. „Wir wussten ja, dass wir als Oberligist relativ oft in der Favoritenrolle sein werden, bisher haben wir das gut wahrgenommen“, sagt der MSV-Coach, der weiß, dass sein Team auch in Altlüdersdorf viel den Ball besitzen wird, dann aber auch etwas damit anfangen muss. „Die Chance auf das Halbfinale ist aber Motivation genug.“

Nächstes Derby für den SVA

Die Lila-Weißen aus Altlüdersdorf dürfen im Viertelfinale erstmals in dieser Pokalsaison auf heimischem Geläuf ran. Und wie schon beim 1:0 im Oberhavel-Derby gegen den Oranienburger FC Eintracht im Achtelfinale ist es fast ein Nachbarschaftsduell. „Ich freue mich schon auf das Spiel. Der MSV Neuruppin ist als Oberligist ein attraktiver Gegner für uns und wir rechnen uns durchaus Chancen auf das Weiterkommen aus“, sagt Jeffrey Maaß, Co-Trainer der Altlüdersdorfer, der zur Zeit den erkrankten Chefcoach Hans Oertwig vertritt. „Es ist schon ein kleines Derby.“ Beide Orte liegen nur knapp 30 Kilometer auseinander.

„Es sollte auf alle Fälle ein schönes Nachbarschaftsduell werden“, sagt Maaß. „Wir hoffen auf den ein oder anderen Zuschauer, da es immerhin unser erster Pokal-Heimauftritt dieser Saison ist. Doch jetzt gilt unser Fokus erstmal der Liga.“