06. Februar 2020 / 14:45 Uhr

Erst reist die BG Göttingen nach Berlin, dann kommt der FC Bayern

Erst reist die BG Göttingen nach Berlin, dann kommt der FC Bayern

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Dylan Osetkowski (l.) war in der ausverkauften Sparkassen-Arena Anfang Januar einer der Matchwinner gegen Alba Berlin.
Dylan Osetkowski (l.) war in der ausverkauften Sparkassen-Arena Anfang Januar einer der Matchwinner gegen Alba Berlin. © Swen Pförtner
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Gegen zwei Topteams der Basketball-Bundesliga muss die BG Göttingen binnen drei Tagen antreten. Am Sonntag, 9. Februar, treffen die Veilchen in der Bundeshauptstadt auf Alba Berlin (15 Uhr), bereits am Dienstag, 11. Februar, kommt der amtierende Deutsche Meister, FC Bayern München nach Göttingen.

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Gegen zwei Topteams der Basketball-Bundesliga muss die BG Göttingen binnen drei Tagen antreten. Am Sonntag, 9. Februar, reisen die Veilchen in die Bundeshauptstadt um dort in der Mercedes-Benz Arena gegen Alba Berlin zu spielen (15 Uhr), bereits am Dienstag, 11. Februar, kommt der amtierende Deutsche Meister, FC Bayern München, in die Sparkassen-Arena (20.30 Uhr).

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Es gab Zeiten, da wären sich bei dem Satz „Das sind die einfachsten Spiele der Saison, da hat Göttingen nichts zu verlieren“ alle einig gewesen. Inzwischen haben sich die Vorzeichen aber ein wenig verändert, wenngleich Berlin als Tabellendritter und der FC Bayern als Spitzenreiter natürlich noch immer zu den absoluten Topteams der Bundesliga gehören.

Osetkowski startet Double-Double-Serie

Gegen beide Mannschaften gab es in der Hinrunde knappe Ergebnisse. Der 72:71-Erfolg gegen Alba Berlin Anfang Januar war bereits der zweite Heimsieg in Folge gegen die Albatrosse. Das Parkett der Sparkassen-Arena wird von den Berlinern als ein „seit jeher schwieriges Pflaster für Alba-Mannschaften“ bezeichnet. Die Offensivrebounds – vor allem in der umkämpften Schlussphase – waren der Schlüssel zum Erfolg für die Göttinger. Dylan Osetkowski erreichte in dieser Partie sein erstes Double-Double (22 Punkte/11 Rebounds).

BG Göttingen - ALBA BERLIN, BBL 2019/20

BG Göttingen - ALBA BERLIN, BBL 2019/20 Zur Galerie
BG Göttingen - ALBA BERLIN, BBL 2019/20 © Pförtner

Allerdings war das Team von Alba-Headcoach Aito Garcia Reneses im Hinspiel auch noch von Verletzungen gebeutelt. Der deutsche Center Johannes Thiemann und US-Forward Tyler Cavanaugh waren gerade erst in den Kader zurückgekehrt, US-Guard Peyton Siva fehlte komplett. Alle drei sind nun wieder fit. „Mit der Rückkehr von Siva hat Berlin jetzt einen weiteren dominanten Aufbauspieler. Das ändert für uns einige Matchups, aber ihren Basketball-Stil beeinflusst das nicht“, erklärt BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep.

Die Berliner befinden sich im Dauerstress. Am Dienstag haben sie in Mailand gewonnen, sind Mittwoch aus Norditalien zurückgekehrt und haben am Donnerstagabend in der EuroLeague mit Real Madrid einen der Titelfavoriten empfangen. Freitag und Sonnabend bleiben dann zur Regeneration, ehe das Heimspiel gegen die Göttinger auf dem Spielplan steht. „Wir sind schon gereift. Mit den ganzen Verletzungen dauert dieser Prozess aber länger“, sagte Alba-Manager Marco Baldi nach dem Sieg in Mailand. „Wir waren in dieser Saison fast immer auf Augenhöhe, aber außer Lob blieb oft nichts hängen. Deshalb hat dem Team das richtig gut getan.“

Pokalfinale eine Woche später

Nach dem Spiel gegen Göttingen wartet für die Berliner schon am Dienstag das Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm, ehe am Sonntag, 16. Februar, in der heimischen Arena um den ersten Titel der Saison gespielt wird. Das Pokalfinale gegen die EWE Baskets Oldenburg steht an, die Generalprobe in Oldenburg haben die Berliner allerdings am vergangenen Sonntag knapp mit 88:93 verloren.

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Beim Blick auf die Statistiken erreicht Alba in einigen Kategorien Liga-Topwerte und steht oft wesentlich besser da als die BG Göttingen. Die Berliner erzielen durchschnittlich mehr Punkte als die Veilchen (98,8/80,8), treffen mehr Dreier (42,6 Prozent/34,5) und sind reboundstärker (37,4/32,6). Dagegen steht die Mannschaft von Headcoach Johan Roijakkers im Ranking der Freiwürfe (80,8/80,2) und Ballverluste (13,1/13,9) etwas besser da. Gleich sechs Spieler im Team der Albatrosse punkten durchschnittlich zweistellig. Der Isländer Martin Hermannsson (13,3) führt diese Statistik ebenso an wie die der Spielzeit (24:44 Minuten). Marcus Eriksson (12,9), Rokas Giedraitis (12,3), Niels Giffey (10,5) , Peyton Siva (10,4) und Landry Nnoko (10,3) zeigen, wie ausgeglichen der Kader besetzt ist.