09. November 2019 / 23:28 Uhr

Erstarktes FSV Gößnitz mit Heimsieg gegen Rüdersdorf

Erstarktes FSV Gößnitz mit Heimsieg gegen Rüdersdorf

Udo Zagrodnik
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Heimsieg! Der FSV Gößnitz I gewinnt gegen Rüdersdorf deutlich mit 3:0. © Udo Zagrodnik
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Der FSV Gößnitz II verbucht eine unglückliche 2:3-Niederlage gegen Weißenbach, die erste Mannschaft hingegen einen 3:0 Sieg gegen Rüdersdorf.

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Ostthüringen und die Karl-Ebhardt-Sportstätte im Dauer-Nieselregen. In der Kreisoberliga spielte der FSV Gößnitz (Rot-Schwarz) gegen den TSV 1880 Rüdersdorf (Blau), vor 35 Zuschauern. Die Gößnitzer erspielten sich auf dem Kunstrasen mehrere gute Torchancen, so durch Pierre Schlenzig (aus 20m übers Tor), Tim Stenzel, und nochmal Stenzel nach Paß von Phillip Matzander. Bei einigen Szenen stöhnte man an der Außenlinie. Die Gäste (kurz vorm Hermsdorfer Kreuz zu Hause) fuhren Gegenangriffe, ohne nennenswerte Torchancen zu erspielen. Und dann passierte es nachdem gut eine halbe Stunde gespielt war. Foul im Strafraum, Elfmeterpfiff, Steven Küchler schritt zum Punkt und markierte das überfällige 1:0 für seine Gößnitzer. Und das war noch der Spielstand, als von Schiedsrichter Carsten Östreich der Pausenpfiff ertönte. Assistiert wurde er an der Bahnseite von Jens Albrecht und an der Pleißenseite von Jonas Fischer. Die meisten Fans verweilten nun am Imbisshäuschen bei Getränken und Würstchen. Ehemalige Spieler (heutige Fans) erinnerten sich zurück an die achtziger Jahre und Testspiele der BSG Aktivist Regis-Breitingen (Braunkohlenwerk) gegen die BSG Motor Gößnitz (ortsansässige Industriebetriebe, einst Bezirk Leipzig). Da gab es Bergmannstage, da wurde nach dem Fußball in gemeinschaftlicher Runde, bei Speisen und Getränken, zusammengesessen. Ohja, da war manches Bier geflossen.

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff war der Autor (an einer Eckfahne) noch mit älteren Fans im Gespräch und es kam ein Doppelschlag. Zum 2:0 erhöhte Pierre Schlenzig mit einem Fernschuss und das 3:0 besorgte kurz danach Philliph Matzander. In der Folgezeit blieb die Elf um Trainer Andreas Schroeder (neuer Trainer) die aktivere Elf, weil die Gäste um ihren Trainer Karsten Janzon zu viel zu ließen. In den Schlussminuten landete noch ein Ball von Markus Birkholz am Rüdersdorfer Pfosten. Die Gäste erwachten zu spät, erspielten sich erst Torchancen, als die Begegnung schon entschieden war. Somit blieb es beim klaren 3:0 Heimsieg des FSV Gößnitz, dem früheren Motor. Und Mike Köhler war und ist der Stadionsprecher, mit fairen und klaren Ansagen zum jeweiligen Spiel.

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Eingefügt, der Blick auf die Tabelle sagt, dass Blau-Weiß Niederpöllnitz (3:1 Heimsieg gg. Osterland Lumpzig) Spitzenreiter bleibt, mit zwei Punkten Plus, vor dem SV Schmölln (3:1 Heimsieg gg. SG FC Altenburg). Gößnitz ist auf die Neun vorgerückt, doch am Sonntag spielen die Verfolger Wismut Gera II und Blau-Weiß Greiz gegeneinander.

Nach dem Schlusspfiff war ich noch kurz im Büro, hatte einzelne Gespräche, als im Computer das DFB-Programm mit der Statistik gefüttert wurde. Und bei einem Kabinenfoto kam, in meine Richtung, das Wort „Glücksbringer“. Da war mein Kameraobjektiv vom Dauer-Nieselregen noch beschlagen. Wenig später begab ich mich noch zum Imbisshäuschen, um mit der Fansszene noch ein Bierchen und einen Glühwein zu trinken. Fairness, auch der Schiedsrichter (aus dem nahen Schmölln) und ein Linienrichter gesellten sich dazu und man kam sportlich fair ins Gespräch, was ich auch aus meiner Heimatstadt kenne. Auch das ist Fußball. Und so sollte es auch auf den anderen Plätzen sein.

Meinerseits geht noch ein Glückwunsch an den FSV Gößnitz. Nach Ablauf der vorherigen Saison 2018/2019 wurden sie als fairste Mannschaft geehrt.

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Der FSV Gößnitz gewinnt sein Heimspiel gegen den TSV aus Rüdersdorf mit 3:0. Zur Galerie
Der FSV Gößnitz gewinnt sein Heimspiel gegen den TSV aus Rüdersdorf mit 3:0. © Udo Zagrodnik

Torreiches Vorspiel mit unglücklicher Niederlage von Gößnitz II

Ostthüringen, 1.KK, St. A. Ich sah auch das Vorspiel in voller Länge. Der FSV Gößnitz II (Rot-Weiß) hatte als Gast die SG Weißbacher SV (Gelb-Blau, OT von Schmölln). Nach rund einer Viertelstunde fiel das 0:1, Torschütze Manuel Pucknat aus Nahdistanz und spitzem Winkel. Die Gäste waren zunächst die spielbestimmende Mannschaft, ohne daraus weiteres Kapital zu schlagen. Es bleib bei einem Tor und vom Schiedsrichter Jonas Fischer kam der Pausenpfiff.

Mit dem Wiederanpfiff drehte die Gößnitzer Zweite diese Begegnung. Den 1:1 Ausgleich erzielte Nico Schmitt und das 2:1 besorgte Patrick Andersch. Als mancher schon an einen Heimsieg glaubte, da kam die Schlussphase dieser Begegnung. Fünf Minuten vorm offiziellen Schluss erzielte Steve Seidel den 2:2 Ausgleich. Und René Wolf schoss Weißenbach kurz vorm Schluss zum 2:3-Auswärtssieg. Da zeigte die Uhr des Schiedsrichters schon die zweite Nachspielminute an. Trainiert werden die Gößnitzer von ihrem Vereinschef Lutz Goerke, der auch ein ortsansässiges Reisebüro betreibt. Und Matthias Baunack ist der Weißbacher Trainer. Etwas hart ist der Ausgang einer anderen Begegnung, einem Stadtderby. Die Roten Sterne Altenburg erlitten eine hohe 1:12 Heimniederlage gegen Einheit Altenburg (ist Spitzenreiter).

Am Rande des Vorspiels kam der Autor (aus Regis-Breitingen) mit dem Weißbacher Bernd Haubold ins Gespräch, mit Funktion im Ostthüringischen Fußball. Auch hier gibt es vieler Orte die Problematik von Spielermangel und das haben die Verbandsoberen registriert. Aktuell diskutiert man zum Thema und hat die Überlegung auch in der Landesliga Thüringen Spielgemeinschaften zuzulassen. Doch das muss noch beschlossen werden. Bisher ist das nur in den Kreisligen zulässig. Ich will das nicht weiter ausmalen, weil es in der Chefetage und drunter in den Regionalverbänden noch in der Diskussion ist. In meiner Heimatregion Muldental/Leipziger Land (Sachsen) sind Spielgemeinschaften nur unterhalb der Kreisoberligen zugelassen.

Jeder Fußballtag (und war er noch so schön) hat mal ein Ende. Ich war per Fahrrand noch schnell bei einem vietnamesischen Imbiss, der bei den Einheimischen einen guten Namen hat, wegen seiner Qualität und des Preis-Mengen-Verhältnisses. Heimwärts fuhr „meine“ S-Bahn über Altenburg bis Regis-Breitingen nach Plan und dann weiter Richtung Leipzig und Halle/Saale.

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Die Zweite des FSV Gößnitz verliert gegen den Weißbacher SV mit 2:3. Zur Galerie
Die Zweite des FSV Gößnitz verliert gegen den Weißbacher SV mit 2:3. © Udo Zagrodnik

Die Vorschau und wenige Kilometer die Pleiße flussabwärts

Die KOL MTL/LL. Der Bornaer SV (2:2 Unentschieden beim Döbelner SC) ist auf den Spitzenplatz vorgerückt mit einem Punkt Plus zum SV Ostrau (hat noch zwei Nachholer), gefolgt von Einheit Frohburg (noch einen Nachholer). Die Ansetzer sorg(t)en für ein Kuriosum. Regis-Breitingen spielt am Sonntag auswärts bei Klinga-Ammelshain und hat danach drei Heimspiele in Folge.

Die Vorschau:

Sonntag, 10.11.2019, SV Klinga-Ammelshain (An der A14) gegen SV Regis-Breitingen, Anstoss 14 Uhr

Samstag, 16.11.2019, TSV Rüdersdorf gegen SV Roschütz (OT Gera) und Blau-Weiß Greiz (Vogtland) gegen FSV Gößnitz (Altenburger Land), Anstoss 14 Uhr

https://www.sportbuzzer.de/leipzig/ und UDO ZAGRODNIK: Infos und Inhalte zum Autor - Sportbuzzer.de (meine Handschrift). Und nicht verpassen die https://www.lvz.de/ (Leipzig und Osterland/Altenburg und mehr) zu lesen.

U.Zag./10.11.2019

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