16. Dezember 2020 / 22:25 Uhr

Erste Chance bringt den Sieg: RB Leipzig holt 1:0 bei Hoffenheim

Erste Chance bringt den Sieg: RB Leipzig holt 1:0 bei Hoffenheim

Guido Schäfer
Leipziger Volkszeitung
Der Dank geht nach oben. Yussuf Poulsen trifft zum 1:0 für RB und jubelt.
Der Dank geht nach oben. Yussuf Poulsen trifft zum 1:0 für RB und jubelt. © Picture Point
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Der nächste Sieg ist unter Dach und Fach. Ein Treffer von Yussuf Poulsen sichert RB Leipzig drei Punkte bei der TSG 1899 Hoffenheim. Wer einen munteren Schlagabtausch zwischen beiden Teams erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht.

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Sinsheim. Yussuf Poulsen ist seit 2013 ein Roter Bulle, hat die Aufstiege von der dritten Liga in die Bundesliga federführend betreut, ist Fan-Liebling und Mann wichtiger Tore. Am Mittwochabend traf der unverwüstliche Däne zum 1:0-Sieg in Hoffenheim (60.), hält sich und die Seinen auf der Welle des Erfolges. RB ist Dritter in der Liga und mehr als im Soll.

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Perfekt: Der ungarische Ball-Virtuose Dominik Szaboszlai wechselt von Red Bull Salzburg nach Leipzig. Ablöse: 20 Millionen Euro. Der 20-jährige Mittelfeldspieler erweitert die Beinfreiheit von Julian Nagelsmann, könnte schon beim Spiel in Stuttgart am 2. Januar mitmischen. Szaboszlai ist auch in der Champions League spielberechtigt.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Spiel

Nicht sehr ansehnlich aber erfolgreich: RB Leipzig setzt sich bei der TSG 1899 Hoffenheim dank eines Treffers von Yussuf Poulsen mit 1:0 durch. Zur Galerie
Nicht sehr ansehnlich aber erfolgreich: RB Leipzig setzt sich bei der TSG 1899 Hoffenheim dank eines Treffers von Yussuf Poulsen mit 1:0 durch. ©

Rein ins Spiel. In der 14. Minute fällt fast die Leipziger Führung. Angeliño flankt, Kasim Adams lenkt knapp neben das Tor. Adams spielt für Hoffenheim und ist Yussuf Poulsens Gegenspieler. Dem Dänen fehlt kurz später eine Fußspitze, um eine Hereingabe von Marcel Sabitzer zu veredeln. In der 23. Minute muss die TSG in Führung gehen. Sebastian Rudys gefühlvoller Ball landet auf dem Kopf von Adams, der aus zwei Metern neben den linken Pfosten köpft.

Die Gastgeber machen einen griffigeren Eindruck, stören früher als früh, profitieren von diversen RB-Fehlern im Aufbau, gewähren den Gästen bis zur Halbzeit keine weitere Chance. Die Kreativ-Abteilung der Roten Bullen kommt nicht zur Geltung, weder Emil Forsberg noch Dani Olmo finden statt. Darunter leidet Poulsen, dem in Ermangelung an Ballsicherheit und Durchsetzungsvermögen seiner Vorderleute die berühmt-berüchtigte Bindung fehlt. Hoffenheim ist geringfügig besser und kommt eine Minute vorm Pausengang zur zweiten Chance. Die vereitelt Dayot Upamecano, der vorm einschussbereiten Andrej Kramaric rettet.

Halbzeit. Es gab schon attraktivere Fußballspiele. RB ist geistig und körperlich (noch) nicht auf der Höhe, einige Cracks finden zudem stollentechnisch keinen Halt. Ein Torschuss in 45 Minuten ist nicht RB-like.

Wiederbeginn. Nagelsmann stellt auf Viererkette um, bringt Marcel Halstenberg und Justin Kluivert für Forsberg und Mukiele. Erster Aufreger: Willi Orban, jetzt Rechtsverteidiger, spielt mit einem Hoffenheimer Flipper, der Ball geht neben das Sinsheimer Tor. Zweiter Aufreger: Angeliño flankt perfekt auf Sabitzer, der per Kopf perfekt auf Poulsen, 1:0 (60.). Ja, aus heiterem Himmel.

DURCHKLICKEN: Guido Schäfers Noten für die RB-Elf

(1) Peter Gulacsi: Fingert einen Kopfball von Baumgartner über die Latte, ist ansonsten gnadenlos unterbeschäftigt. Note 2. Zur Galerie
(1) Peter Gulacsi: Fingert einen Kopfball von Baumgartner über die Latte, ist ansonsten gnadenlos unterbeschäftigt. Note 2. ©

Die Statik des Spiels ändert sich, TSG-Keeper Oliver Baumann lenkt einen Upamecano-Srahl übers Tor. Hoffenheim ist weniger präsent, hat aber eine Top-Chance zum 1:1. Christoph Baumgartner scheitert mit einem Kopfball an Peter Gulacsi. Nagelsmann bringt mit Amadou Haidara und Tyler Adams frische Kräfte. Kluivert muss verletzt weichen, Sabitzer braucht Schonung. Die letzte viertel Stunde bricht an. Hoffenheim drängt auf den Ausgleich, RB stemmt sich gegen selbigen. Dann ist es vorbei. Nächster Halt: Am Sonnabend, 15.30 Uhr, spielt der 1. FC Köln in Leipzig.