28. September 2020 / 21:26 Uhr

Irre erste Halbzeit: HSV gibt 2:0-Führung gegen SC Paderborn aus der Hand - Führich dreht Spiel

Irre erste Halbzeit: HSV gibt 2:0-Führung gegen SC Paderborn aus der Hand - Führich dreht Spiel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Gegen den SC Paderborn mit Christopher Antwi-Adjej (links) hat der Hamburger SV um Khaled Narey (rechts) in der ersten Halbzeit überraschend das Nachsehen.
Gegen den SC Paderborn mit Christopher Antwi-Adjej (links) hat der Hamburger SV um Khaled Narey (rechts) in der ersten Halbzeit überraschend das Nachsehen. © imago images/Nordphoto
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Der Hamburger SV hat eine irre erste Halbzeit im Montagsspiel der 2. Bundesliga erlebt. Nach einer 2:0-Führung hat der SC Paderborn noch vor der Pause die Partie gedreht. Chris Führich traf doppelt für die Ostwestfalen.

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Welch eine erste Halbzeit! Gleich fünf Tore sahen die Zuschauer in der Benteler-Arena von Paderborn am Montagabend bereits in den ersten 45 Minuten - und eine irre Wendung. Denn der Hamburger SV führte bereits mit 2:0 beim SC Paderborn - bevor dieser die Partie innerhalb von nur vier Minuten drehte. Paderborns Chris Führich traf dabei sogar doppelt.

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Aber der Reihe nach: Der Hamburger SV begann stark im Auswärtsspiel, hatte mehr Ballbesitz und setzte den SCP unter Druck. Die erste Chance hatte allerdings die Heimmannschaft. Flügelstürmer Christopher Antwi-Adjej prüfte HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes schon nach zwei Minuten, als er allein vor ihm auftauchte. Danach war es aber der HSV, der die Initiative übernahm und nach 14 Minuten durch Stürmer Manuel Wintzheimer in Führung ging. Mittelfeldabräumer Klaus Gjasula, der letzte Saison noch für den SCP spielte, bediente Außenstürmer Kaled Narey. Über Jeremy Dudziak gelangt der Ball dann zu Wintzheimer, der aus der zweiten Reihe zur Führung trifft.

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Und der HSV blieb dran - erhöhte in der 24. Minute durch Neuzugang Simon Terodde auf 2:0. Dabei behilflich war allerdings Chaos im Strafraum der Paderborner. Wintzheimer dribbelte in den Strafraum und flankte ins Zentrum. Innenverteidiger Sebastian Schonlau und Mittelfeldmann Chima Okoroji bekamen den Ball nicht aus dem Fünfmeterraum und so kam Terodde an die Kugel, und köpfte aus vier Metern ein.

Danach wurde es aber verrückt: Innerhalb von vier Minuten drehte der SC Paderborn den 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung. Führich steht nach einem Zuspiel von Schonlau im Strafraum frei, HSV-Verteidiger Tim Leibold kommt zu spät und trifft ihm an Standbein. Schiedsrichter Guido Winkmann entscheidet sofort auf Elfmeter, den Dennis Srbeny locker verwandelt. Nur zwei Minuten später ist es erneut Führich, der gefährlich wird - und dieses Mal selbst trifft. Voraus geht dem ein kapitaler Fehler von Gjasula, der Srbeny den Ball in die Füße spielt, der wiederum auf Führich ablegt. Der versenkt das Zuspiel im HSV-Kasten (36.).

Nur zwei Minuten später ist es erneut der starke Führich, der die Partie komplett dreht. Wieder ist ein Ballverlust von Gjasula der Ausgangspunkt eines Paderborner Konters. Dieses Mal nimmt Julian Justvan dem Ex- Paderborner den Ball ab und spielt weiter auf Führich. Der zieht von der Strafraumkante ab und trifft wunderschön zur Führung. Doch damit ist immer noch nicht Pause: In der 43. Minute landet der Ball nach einer Flanke bei Narey, doch dessen Schuss wird gerade noch so abgefälscht. Paderborn nimmt die Führung mit in die Halbzeitpause.