20. August 2018 / 09:01 Uhr

Erste Niederlage: Die Serie des TSV Havelse reißt beim Schlusslicht

Erste Niederlage: Die Serie des TSV Havelse reißt beim Schlusslicht

Jens Niggemeyer
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
TSV-Trainer Christian Benbennek gibt Deniz Cicek Anweisungen.
TSV-Trainer Christian Benbennek gibt Deniz Cicek Anweisungen. © CHRISTIAN HANKE
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Der TSV Havelse hat nach seinem Traumstart mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen die erste Niederlage in der Regionalliga Nord hinnehmen müssen. Beim Aufsteiger und bisherigen Tabellenletzten VfL Oldenburg unterlagen die Garbsener 0:1 (0:0).

Christian Benbennek ist ein Trainertyp, der in guten wie in schlechten Zeiten die Ruhe bewahrt. So nüchtern, bescheiden und realistisch er die zehn Punkte aus den ersten vier Pflichtspielen in der Fußball-Regionalliga Nord mit den Siegen bei Hannover 96 II sowie daheim gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder und den SV Werder Bremen II zur Kenntnis nahm, so wenig aus der Bahn warf ihn die 0:1-Niederlage beim Aufsteiger und bisherigen Tabellenletzten VfL Oldenburg.

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„Wir werden dieses Spiel sauber aufarbeiten und analysieren“, betonte der Coach des TSV Havelse. „Jetzt kommt es darauf an, wie die Jungs mit so einem Rückschlag umgehen“, so Benbennek. „Die Niederlage war unnötig, weil wir in der ersten Halbzeit bei etwas mehr Konsequenz hätten in Führung gehen müssen“, resümierte der TSV-Trainer. „Andererseits haben wir verdient verloren, weil wir nach der Pause komplett unsere Ordnung und unseren Plan aufgegeben haben.“

Bilder vom Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem TSV Havelse und dem SV Werder Bremen II

Simon Straudi gewinnt den Kopfball gegen Deniz Cicek (Havelse). Zur Galerie
Simon Straudi gewinnt den Kopfball gegen Deniz Cicek (Havelse). ©

​Havelse lässt Chancen liegen

Wenn man – wie im zweiten Spielabschnitt – gegen einen solchen unangenehmen, aber offensiv nicht wirklich furchteinflößenden Gegner schon die Partie aus der Hand gebe und im Vorwärtsgang nicht mehr wirklich zwingend agiere, verlange er zumindest, dass man das Minimum absichere: „Dann hätten wir das 0:0 mitnehmen müssen.“

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Die Bedingungen auf dem engen, knochenharten Kunstrasenplatz habe seine Mannschaft grundsätzlich gut angenommen, bilanzierte der TSV-Coach. „Daran lag es nicht. Die Jungs waren ganz gut im Spiel und hatten auch drei Chancen, um in Führung zu gehen.“ Doch Erhan Yilmaz (24., 28.) und Sven-Torge Bremer mit einem Kopfball an die Unterkante der Latte (34.) schafften es nicht, das so wichtige Führungstor vorzulegen.

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©

​Stiller verletzt sich, Wenzel fliegt vom Platz

Kurz nach Wiederanpfiff hatte der VfL eine Riesenchance, seinerseits das 1:0 vorzulegen (46.). Mit dem Strafstoß für die Oldenburger kurz nach Wiederanpfiff, den Daniel Isailovic zum 1:0 verwandelte (55.), gerieten die Gäste dann aus dem Tritt. „Von da an kamen wir immer einen Schritt zu spät.“ Gäste-Keeper Alexander Rehberg hielt die Havelser in der 64. Minute mit einem Superreflex im Spiel. 

​"Unter dem Strich kein schöner Nachmittag"

Zum Schluss packte der Spitzenreiter die Brechstange aus und versuchte es mit langen, hohen Bällen – vergeblich. „In den letzten zehn Minuten haben wir dann komplett aufgemacht und hätten bei zwei, drei Kontern noch das 0:2 fangen können, wenn nicht sogar müssen“, konstatierte der Havelser Trainer ehrlich.

Zu allem Überfluss zog sich Tim Stiller bei einem Sturz gegen die Bande eine Kopfverletzung zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Außerdem sah Fabian Wenzel kurz vor Schluss noch die gelb-rote Karte (89.). „Unterm Strich war es kein schöner Nachmittag.“