11. Januar 2022 / 11:20 Uhr

Erste Niederlage für neuen Coach: Lausitzer Füchse verlieren in Frankfurt

Erste Niederlage für neuen Coach: Lausitzer Füchse verlieren in Frankfurt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Petteri Väkiparta hat in Weißwasser noch viel Arbeit vor sich.
Petteri Väkiparta hat in Weißwasser noch viel Arbeit vor sich. © IMAGO/Fotostand/Wundrig
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Vier Tore in Frankfurt beim einzigen DEL2-Aufstiegsaspiranten muss man erst einmal schießen. Die Lausitzer Füchse schafften das zwar, aber gingen bei der 4:6-Niederlage dennoch leer aus.

Weißwasser. Neuer Trainer, fünf Verletzte, nur zwei Punkte aus zwei Spielen und auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht – die Lausitzer Füchse sind auch im neuen Jahr noch nicht wirklich auf Touren gekommen. Das erste Match nach dem Trainerwechsel von Chris Straube zu Petteri Väkiparta konnten die Weißwasseraner in Kaufbeuren mit 3:2 nach Verlängerung gewinnen. Und nachdem das für Freitag angesetzte Spiel daheim gegen Freiburg diversen Coronainfektionen der Breisgauer zum Opfer fiel, warteten am Sonntag die Löwen Frankfurt auf den EHC. Der schlug sich über weite Strecken sehr achtbar, verlor aber mit 4:6.

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In der Mainmetropole fehlten mit Richard Mueller, Tim Detig, Stéphane Döring, Eric Valentin und Philip Kuschel gleich fünf Akteure verletzt. Der erst 19-jährige Daniel Visner rückte daher sogar in den Füchse-Top-Sturm und erzielte in seiner siebten Partie für die Blau-Gelben prompt sein erstes Tor. Die spannendste Frage aber war natürlich die, wie sich das Auftreten der Oberlausitzer unter der Regie des neuen Headcoaches Väkiparta verändern würde. Tatsächlich standen die Ostsachsen defensiv durchaus besser als sonst, wirkten aber zweimal nach vorn eher passiv.

Und so dürfte das offensive Agieren und die Balance von Abwehr und Angriff einer der wichtigsten Trainingsschwerpunkte der kommenden Tage sein. „Wir haben in unserer defensiven Zone ganz gut agiert. Aber in Zukunft müssen wir auch mehr mit der Scheibe spielen. Wir brauchen mehr Offensivspiel. Dann müssen wir auch weniger Zeit in unserer Defensivzone verbringen“, legte Väkiparta das große Manko offen.


Vermeidbare Niederlage

Der neue Oberfuchs hatte seinen Cracks vor allem seine Philosophie vom schnellsten Mannschaftssport der Welt nahegebracht: „Eishockey ist Teamsport. Und damit hat sich jeder Spieler, der in einem Wechsel auf dem Eis steht, dem Mannschaftserfolg unterzuordnen und seinen Beitrag für den Erfolg zu leisten. In allen Zonen des Spielfeldes müssen sich die Jungs gegenseitig unterstützen. Nur so kann man gewinnen. Deshalb habe ich den Spielern auch gleich gesagt, dass jeder Einzelne Verbindlichkeiten gegenüber der gesamten Mannschaft hat.“

Ein konstruktiveres Miteinander bei den Lausitzern war durchaus erkennbar. Was aber auch der neue Trainer nicht sofort ändern konnte, war, dass die Füchse überwiegend nur mit der Top-Reihe torgefährlich werden. Dabei erzielte in Kaufbeuren Roope Mäkitalo aus dem zweiten Block gleich zwei Treffer. Die aber entsprangen eher Einzelaktionen. Zeit, über die durchaus vermeidbare Niederlage in Frankfurt nachzudenken bleibt nicht. Denn schon am Dienstag (20 Uhr) geht es nach Crimmitschau.

Sebastian Matthieu