16. Oktober 2020 / 08:54 Uhr

Erste Station Play-offs: Ab Sonnabend greifen die Seawolves an

Erste Station Play-offs: Ab Sonnabend greifen die Seawolves an

Marten Vorwerk
Ostsee-Zeitung
Engagiert bei der Sache: Trainer Dirk Bauermann will die Seawolves in der neuen Saison in die Bundesliga-Aufstiegsrunde führen.
Engagiert bei der Sache: Trainer Dirk Bauermann will die Seawolves in der neuen Saison in die Bundesliga-Aufstiegsrunde führen. © Bernd Wüstneck/dpa
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Endlich geht es los: Am Sonnabend beginnt für die Rostock Seawolves die dritte Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach langen acht Wochen Vorbereitung starten die ambitionierten Hansestädter mit einem Auswärtsspiel bei den Eisbären Bremerhaven in die neue Spielzeit. Der Sportbuzzer gibt zum Saisonstart einen Überblick über die wichtigsten Themen.  

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Das Trainerteam

Chefcoach der Seawolves bleibt Dirk Bauermann. Der ehemalige Bundestrainer hat schon Anfang April seinen Vertrag verlängert. Zugleich betreut er auch die tunesische Nationalmannschaft. Sein neuer Co-Trainer in Rostock ist Christian Held. Er war in der vergangenen Saison Cheftrainer beim ProA-Ligisten Gladiators Trier und stand beim Abbruch der Saison auf einem Play-off-Platz. „Für mich ist es eine große Chance, mit solch einem erfahrenen und erfolgreichen Trainer wie Dirk zusammenzuarbeiten“, begründete der 32-Jährige seinen Wechsel. Das Team komplettieren Physiotherapeut Tom Fischer und Athletiktrainer Janis Kalnins.

Die Mannschaft  

13 Spieler umfasst der Seawolves-Kader. Zehn Akteure haben das Team verlassen, neun kamen dazu. Nur Michael Jost (neuer Kapitän) und die beiden Toptalente Nicolas Buchholz und Filip Skobalj (beide 18) sind aus dem Kader der vergangenen Saison übrig geblieben. Im Sommer rückten Svante Schmundt und Toni Nickel (beide 18) ebenso wie Buchholz und Skobalj aus der eigenen Jugendabteilung ins Zweitligateam.

Von anderen Vereinen wechselten acht Spieler an die Ostseeküste. Chris Carter (Niners Chemnitz), Behnam Yakhchali (Shahrdari Gorgan/Iran), Brad Loesing (Science City Jena), Rain Veideman (Leonis Roma/Italien), Stefan Ilzhöfer, Till Gloger (beide Gladiators Trier), Sid-Marlos Theis (Eisbären Bremerhaven) und Ronalds Zakis (Ventspils/Lettland) verstärken die Seawolves. Wie ambitioniert das Team ist, zeigt unter anderem die Verpflichtung des US-Amerikaners Chris Carter, der im Vorjahr die Niners Chemnitz als Spielmacher zum Aufstieg in die Bundesliga führte. Till Gloger war 2019/20 bester deutscher Scorer der ProA und Behnam Yakhchali ist Guard im iranischen Nationalteam.

Coach Bauermann verspricht: „Wir werden in jedem einzelnen Spiel kämpfen bis zum Ende. Unsere Fans werden auf ihre Kosten kommen. Das Team soll die Identität der Stadt wiedergeben und selbstlos auftreten.“

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Die Spielstätte

Ihre Heimspiele tragen die Sea­wolves allesamt in der Rostocker Stadthalle aus. 1500 Zuschauer dürfen aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit nur dabei sein, 1000 Dauerkarten sind verkauft. In der Halle gelten festgelegte Hygienemaßnahmen. Beim Verlassen des Sitzplatzes ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Außerdem ist auf Abstand zu achten. Die Stadthalle ist in verschiedene Sektoren eingeteilt. Keiner der Zuschauer darf vor, während oder nach dem Spiel das Spielfeld betreten. Die Cheerleader tanzen abgegrenzt vom Publikum sowie den Spielern, Trainern und Betreuern. Auswärtsfans sind weder in Rostock noch bei den 14 Partien in fremden Hallen erlaubt.

Der Etat

Der Klub hat für die anstehende Saison für alle Bereiche und Mannschaften 2,6 Millionen Euro zur Verfügung. Noch im Vorjahr waren es 200 000 Euro mehr. Der leichte Verlust ist auf die Corona-Pandemie zurückzuführen.

Das sind der aktuelle der Kader und das Trainerteam der Rostock Seawolves (Stand: 7. September 2020).

Till Gloger (am Ball) ist der erste Neuzugang der Rostock Seawolves für die kommende Saison. Zur Galerie
Till Gloger (am Ball) ist der erste Neuzugang der Rostock Seawolves für die kommende Saison. ©

Die Ziele

Minimalziel der Rostock Seawolves ist das Erreichen der Play-offs, also der Aufstiegsrunde der besten acht. Trainer Bauermann sagt: „Erst nach sechs bis acht Spielen sind wir optimal eingespielt. Dann wird zu sehen sein, wie stark wir sind.“ Für den 62-Jährigen hat zudem die Mannschaftsentwicklung hohe Priorität.

Der Auftakt und die Konkurrenz

Gleich das erste Spiel gegen Bremerhaven ist ein Knaller. Die Eisbären haben sich nach dem ersten Abstieg in die ProA ihrer Vereinsgeschichte gut verstärkt. Seawolves-Sportchef Jens Hakanowitz meint: „Bremerhaven gehört zu den Favoriten der Liga. Das ist gleich zu Beginn ein echter Kracher.“ Er zählt außerdem Jena, Trier und Heidelberg zum Kreis der Topteams. Die eine oder andere Überraschung werde in der mit 15 Teams besetzten ProA-Liga auch noch dabei sein.