30. November 2017 / 14:06 Uhr

Erste Titelfeier von RB Leipzig: Rangnick wäre der Marktplatz zu klein

Erste Titelfeier von RB Leipzig: Rangnick wäre der Marktplatz zu klein

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
dpa
Bei der Aufstiegsfeier 2016 war der Leipziger Marktplatz voll. © dpa
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RB Leipzigs Sportdirektor hat bereits die erste Titelfeier seines Vereins vor Augen. Trainer Ralph Hasenhüttl will mit seiner Mannschaft vor allem mehr Identität in der Region schaffen.

Leipzig. Ralph Rangnick denkt gerne in großen Dimensionen. „Wenn ich mir vorstelle, dass wir mit RB Leipzig mal einen Titel feiern, wird der Marktplatz zu klein. Dann brauchen wir noch den Augustusplatz dazu“, sagte der Sportdirektor des Vizemeisters bei einer Vorlesung an der Uni Leipzig. Bereits bei der Aufstiegsfeier in die Bundesliga vor anderthalb Jahren war der Leipziger Markt mit 20.000 Fans völlig überfüllt. Der Antrieb für Ralph Hasenhüttl als Trainer ist es zeitnah aber nicht, einen Titel zu holen, sondern: „Ich möchte mit meiner Mannschaft dafür sorgen, dass hier eine Identität entsteht. Das ist ein guter Antrieb.“

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Rangnick erklärte, dass es seine größte Aufgabe als Sportdirektor sei, dem Trainerteam den Rücken frei zu halten. Die Gruppe seiner engsten Mitarbeiter hat sich Coach Hasenhüttl bei seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren bewusst nicht so groß zusammengestellt: „Damit keiner über- oder unterfordert ist. Ich bin auch ein Cheftrainer, der sehr viel Verantwortung abgibt, damit sich jeder wichtig fühlt“, erklärte der 50-Jährige seine Arbeitsweise.

Nicht nur auf's Geld achten

Obwohl Sportdirektor Rangnick als auch Trainer Hasenhüttl für ihre akribische Arbeit bekannt sind, rieten sie den Studenten der Uni Leipzig zwar die Karriere voran zu treiben, sich selbst dabei aber nicht zu vernachlässigen. „Ich kann nur appellieren, nicht darauf zu achten, wo ihr am meisten Geld verdient, sondern darauf, worauf ihr am meisten brennt. Nur dann kannst du richtig gut werden. Dann kommt der Erfolg im Sinne von Geld automatisch“, sagte Rangnick, der seine Lebensweise nach dem Burn-Out vor sechs Jahren grundlegend veränderte.

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Den Akademikern riet der 59-Jährige aus eigener Erfahrung: „Egal was ihr später macht, schafft euch eine zweite Identität.“ Er selbst arbeitete während einer seiner ersten Trainerstationen beim SSV Ulm nebenbei noch in einem Reha-Zentrum. „Das hat mir enorm gut getan, die Rollen zu wechseln“, sagte Rangnick.

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